Langenburg

Burg Langenburg

Deutschland / Baden-Württemberg

Am Ende des gleichnamigen, schönen Örtchens liegt die eindrucksvolle Schlossanlage Langenburg. Die Burg stammt ursprünglich aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert zu einer imposanten Schlossanlage mit tiefen Gräben und Festungsring umgebaut. Heute beherbergt Langenburg ein Museum, das zahlreiche Exponate aus unterschiedlichen Jahrhunderten zeigt und nur mit einer Führung begehbar ist. Die Führung ist sehr interessant und sehenswert.

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Adresse

Burg Langenburg
74595 Langenburg
Parken: Burg, kostenpflichtig

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Schloss
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: privat, Museum
Lage: 430 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:00-16:04 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Saisonal
31.März-15.Apr, 17.Mai-Sept:
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Eintrittspreise: Schloss: Führung
Außenanlage: frei
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Kontakt: Tel.: 07905 / 94 190-34
Fax: 07905 / 94 190-66
Email: siehe Website.
Website: SchlossLangenburg.de

Baubestand & Beschreibung

Das Schloss Langenburg thront auf einem Felssporn am westlichen Ende des kleinen Städtchens Langenburg hoch über dem Jagsttal. Die Anlage besteht heute aus einem vierflügeligem Schloss und wurde im 17. Jahrhundert größtenteils umgebaut.
Der Zugang erfolgt heute wie damals von Osten her über die Vorburg, die zwischen zwei Halsgräben liegt und die Kernburg zum Ort hin schützte. Sie diente zeitgleich als Vorwerk. Die Gebäude der Vorburg sind heute nicht mehr existent. Sie wurde nach dem großen Brand nicht wieder aufgebaut, die Fläche wird heute als Sammlerort für Führungen genutzt. Die Gräben wurden im Zuge der Umbauten ausgemauert und die Holzbrücken durch Steinbrücken ersetzt.
Die Kernburg, nur im Zusammenhang mit einer Führung besuchbar, besteht aus einer vierflügeligen Schlossanlage mit vier runden, ausstehenden Ecktürmen. Der Zugang zur Kernburg erfolgt über ein reich verziertes Tor mit vorliegendem Halsgraben und den zwei östlichen, flankierenden Rundtürmen. Direkt im Tor befindet sich der Eingang zu der alten Kapelle, die mehrere Stockwerke im Südostturm einnimmt. Die gelungene Rekonstruktion der Kapelle zeigt zahlreiche Wandmalereien, Texte, sowie hölzerne Galerien, eine Empore und ein Gewölbe mit dem Wappen der Hohenloher als Schlussstein.
Vom Tor aus führt der Weg in die alte Torzwingeranlage und durch ein weiteres Tor in den schmalen inneren Burghof, der zahlreiche Baustile und Epochen zur Schau stellt. Hier findet man neben Voluten aus dem Barock auch gotische Treppenhäuser, eine Emporen und Galerien der Renaissance. Bei der Führung wird ausführlich auf die einzelnen Epochen eingegangen.
Vom Hof führt der Weg weiter durch ein Treppenhaus in das Innere der Gebäude. Es sind zahlreiche mittelalterliche und spätere Waffen, Jagdtrophäen, Möbel, Kachelöfen, gotische Fenster, alte Bücher, Medizin- und Tintenfläschen und vieles mehr ausgestellt. Besonderes Augenmerk ist ein Richtschwert, durch das Schloss Langenburg die verliehene Gerichtsbarkeit vollziehen konnte. Durch die gegebene Möglichkeit Urteile sofort zu sprechen, war ein Verlies auf der Burg nicht nötig.
Die Führung endet auf der westliche Bastion, von der sich ein Blick über das Jagsttal eröffnet. Direkt daneben steht der dicke Südwestturm, der einst zur Aufbewahrung von Nahrungsmitteln diente und der Burg durch zahlreiche Belagerungen half. Am Turm beginnt ein nicht mehr vollständig existenter Tunnel, der ursprünglich 5 km in das Tal geführt haben soll. Ein Rundweg gibt zum Abschluss noch einmal die Möglichkeit die Burg mit ihren eindrucksvollen Wehranlagen zu umrunden.

Historie

Die Burg Langenburg ist seit 1232 im Besitz der Fürsten von Hohenlohe-Langenburg. Das heutige Schloss stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde auf den Mauern der Burg aus dem 13. Jahrhundert errichtet. Umgebaut wurde sie unter Graf Philipp Ernst zu Hohenlohe-Langenburg im 17. Jahrhundert. Er integrierte die alten Bestandteile der Burg wie z.B. die Graben- und Zwingeranlagen und errichtete eine Schlossanlage mit Renaissance-Innenhof. Im 18. Jahrhundert zieht der Barockstil im Schloss ein. Es entsteht der Ostflügel in seiner heutigen Form. Die Holz- und Zugbrücken weichen festen steinernen Brücken.
Im 19. und 20. Jahrhundert kommt es im Januar 1963 zu einem Brand, bei dem Ost- und Nordflügel beschädigt werden. Schlosscafé und Garten sind im Frühjahr 1950 entstanden. Das Schlossmuseum gibt es seit 1960 und das Automuseum seit 1970. Der Garten wurde 1994 nach altem Vorbild neu angelegt.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Über die A6 Ausfahrt "Ilshofen, Wolpertshausen" Richtung Langenburg. Die Burg ist weiträumig ausgeschildert.

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Literatur


- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, "Historische Stätten VI- Baden-Württemberg- 6. Band", Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart S.374
- Walther-Gerd Fleck, "Burgen und Schlösser in Nordwürttemberg- Ein Handbuch mit 95 Aufnahmen und 8 Farbtafeln", Weidlich Verlag, 1979, Frankfurt am Main, ISBN: 3-8035-1014-7 S.262

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 19.03.2012

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