Kräheneck

Burg Kräheneck

Deutschland / Baden-Württemberg

Im 12. Jahrhundert entsteht auf einem hohen Bergsporn oberhalb des Flusses Nagold die Burg Kräheneck. Sie war eine militärisch ausgelegte Anlage, von der sich heute nur noch der Halsgraben und die eindrucksvolle Schildmauer erhalten haben. Die Schildmauer ist in ihrer Art selten. Sie beherbergt zwei Armbrustschützenkammern und besteht aus großen Buckelquadersteinen. Ihre Breite gibt die Möglichkeit die Mauer zu betreten. Die Burg bestand ursprünglich wahrscheinlich aus mehreren Gebäuden.

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Adresse

Burg Kräheneck
75172 Pforzheim - Dillweißenstein
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 340 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:05-16:07 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Oberhalb einer Flussschleife des Nagolds liegt die Burg Kräheneck. Sie gehört zusammen mit der 800m entfernten Burg Rabeneck zu einer Burgengruppe. Im Gegensatz zu Rabeneck diente sie nicht als Wohnburg, sondern war zur reinen Verteidigung da. Sie schützte durch die Spornlage die tiefer gelegene Burg Rabenstein.
Kräheneck beinhaltete wahrscheinlich Wirtschaftsgebäude, eine Regenwasserzisterne, einen Palas und einen Bergfried. Es hat sich nur die wuchtige Schildmauer mit einem dahinter liegenden Halsgraben erhalten. Der Halsgraben trennt die Burg vom restlichen Bergrücken ab. Auf dem Burggelände kann man einige Reste der äußeren Wehrmauer entdecken, von der nur noch Fundamente existent sind.
Die Schildmauer wurde bei der Restaurierung auf ein Niveau gebracht, so dass ein Betreten der Mauer möglich ist. In der Mauer befindet sich eine Schießkammer für Armbrustschützen, die sehr selten in so gutem Zustand erhalten geblieben sind. Eine zweite, mittlerweile verfallene Schießkammer dient heute zur Erschließung der Mauer. An den Innenseite der Schildmauer kann man noch die Reste einer Wendeltreppe erkennen. Der hinter der Schildmauer befindliche große Erdhaufen beinhaltet wahrscheinlich die Reste des Palas und des Bergfriedes.
Von der Atmosphäre her ist die Anlage angenehm. Sie liegt leicht abseits der Stadt und bietet einen Punkt der Ruhe und Entspannung. Viel zu entdecken gibt es nicht. Heute existiert nur noch die Schildmauer und der Halsgraben.

Historie

1194 wurde die Burg unter dem Namen "Creinegg" urkundlich im Zusammenhang mit dem Burgadel genannt. Der Adel war zu dieser Zeit Ministerial der Grafen von Calw-Vaihingen. Die als einziger Rest erhaltene Schildmauer stammt wohl aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Über die Zerstörung ist nichts bekannt.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Kräheneck liegt an der B463 bei Pforzheim im Stadtteil Dillweißenstein. Von der A8 Ausfahrt "Pforzheim West" oder "Pforzheim Ost" durch den Ort Richtung Calw. Von Pforzheim kommend, sollte man in Dillweißenstein in der langgezogenen Rechtskurve über die große Brücke nach rechts abfahren. Anschließend wieder rechts abbiegen und der Burggartenstr. folgen. Links erscheint eine alte Kirche auf deren Parkplatz man parken kann. Der Straße weiter zu Fuß folgend, gelangt man kurz hinterm Ende des Bürgersteiges auf einen Weg der den Berg hinaufführt. Dieser endet auf einer Kreuzung und geht in einen Pfad über, der steil Richtung Bergkuppel führt. Diesem Weg folgend, gelangt man zur Burg.

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Sonstige Einrichtungen

Dass die Gemeinde Pforzheim die leichtsinnige Nutzung denkmalgeschützter und baugeschichtlich wertvoller Kulturdenkmäler begrüßt, erkennt man zur Zeit an der Burg Kräheneck. Die letzte, hier erhaltene Mauer der Burganlage (Schildmauer) darf von Hobbykletterern kostenlos genutzt werden. Obwohl es genügend Klettermöglichkeiten in der Umgebung gibt, wird die Burg einer unnötigen Gefahr ausgesetzt. Hierbei interessiert es auch wenig, dass eine der beiden letzten Schießscharten als Einstieg in die Kletterwand (die Schildmauer) genutzt wird und man sich von dem Geländer aus abseilt.
Die Burg Kräheneck ist in ihrer Art einzigartig und schützenswert. Sie ist ein Bodendenkmal und ein Teil der Kultur und Geschichte der Region. Sie war Stammsitz eines Adelsgeschlechts und verdient es mit Respekt und behutsam behandelt zu werden. Gegen die Zerstörung der letzten Mauer der Burg Kräheneck kann man etwas unternehmen, indem man das Klettern verbietet. Hierfür braucht es nur die Aufstellung eines Schildes und eine Verwarnung der Kletterkursleiter der Jugendherberge in der Burg Weißenstein. Wenn Sie auch so denken, teilen Sie dies bitte der Stadt Pforzheim über www.pforzheim.de mit.

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Literatur


- Wolfgang Zimmermann, "Unterwegs zu Burgen und Schlössern im Schwarzwald",  Fink-Kümmerly und Frey, 1994, Ostfildern, ISBN: 3-7718-0409-4
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Band 2, Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 17.01.2014, 26.01.2005

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