Klopp

Burg Klopp

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Oberhalb der Mündung des Flusses Nahe in den Rhein liegt inmitten der Stadt Bingen die Burg Klopp. Die Anlage aus dem 12. oder 13. Jahrhundert wurde auf den Grundmauern von römischen Gebäuden errichtet und 1689 durch die Franzosen zerstört. Im 19. Jahrhundert kommt es zu einem neogotischen Wiederaufbau. Von der Anlage haben sich vor allem die Ringmauer und der eindrucksvolle Wohnturm erhalten, der sich heute das Grundstück mit einem Standesamt und einer Gastronomie teilt. Der Turm wurde im klassischen Stil der neogotischen Rheinarchitektur wieder aufgebaut. Wie bei nahezu allen Burgen am Rhein in dieser Region lohnt sich ein Besuch.

Adresse

Burg Klopp
55411 Bingen
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Museum, Gastronomie, Standesamt
Lage: 119 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:43-19:25 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Klopp befindet sich inmitten von Bingen auf einem Sporn über dem Rheintal. Bein Erreichen des Grundstücks erheben sich der wiederaufgebaute, mit Zinnen versehene Torturm und ein ähnlich aussehender Bergfried, die beide vom Parkplatz ein imposantes und interessantes Bild liefern. Über die Brücke, die über den tiefen Graben zum Torturm führt, fallen an des Turmes Außenwand die alten Durchläufe der Ketten der Zugbrücke auf. Auch die mittlerweile steinerne Brücke beherbergt zwei kleine Turmreste, die auf das ehemalige Ende der Steinbrücke und die einstige Zugbrücke hinweisen. Hinter dem Torturm, der im Inneren noch ein Gewölbe trägt, eröffnet sich der Blick auf einen unübersichtlichen Innenhof. Durch zahlreiche Höhenunterschiede und fehlende Mauern zum äußeren Zwinger, sowie das Integrieren von Bereichen, die vorher nicht zur Burg gehörten, wirkt die damals eher kleinere Burg groß und imposant.
Hinter dem Torturm führt ein Weg zum Restaurant, das seine Terrasse auf einem kleinen Plateau beherbergt. Von hier geht es in eine große Parkanlage, die noch große Teile der äußeren Wehrmauer aufweist. Kieswege führen in alle Richtungen und geben häufig Blicke auf den wieder aufgebauten Palas und Bergfried frei. An einigen Stellen hat man die Möglichkeit das Grundstück zu verlassen und in den Graben zu gelangen, der von unten im Zusammenhang mit der Brücke ein imposantes Bild liefert.
Vom kleinen Platz hinter dem Torturm führt ein weiterer Weg im gleichen Parkanlagenstil Richtung Bergfried und Eingang des Palas. Am Ende des Wirtschaftsgebäudes, das direkt neben dem Tor steht, gabelt sich der Weg. Der eine Pfad führt in die alte Zwingeranlage und von dort aus zum Teil um die alte hohe Wehrmauer herum, der andere geht direkt auf den alten Burghof der Kernburg, der zwischen Bergfried und Palas liegt. Hier ist noch der tiefe Brunnen aufzufinden, der direkt zwischen beiden Gebäuden liegt.
Im Gegensatz zur Vorburg ist die Kernburg eingeebnet und sehr übersichtlich. Vom Brunnen hat man einen freien Blick in alle Richtungen, so dass man schnell den Aufbau der Burg nachvollziehen kann. An der alten Wehrmauer, die von hier eher niedrig erscheint, stehen noch zahlreiche gefundene Steine, die unter anderem Wappen aufweisen. Zum Tal hin ist die Wehrmauer auf Brüstungsniveau gehalten, so dass sich ein herrlicher Blick auf den Rhein eröffmet und mit seinen zahlreichen Bänken zum Verweilen einlädt.
In dem wiederaufgebauten Palas befinden sich heute Teile des Restaurants und ein Standesamt, das an so manchem Wochenende für eine volle Burg sorgt. Bei Hochzeiten ist die sonst eher ruhige Burg gefüllt mit Kindern und Gästen, die alle umherwuseln oder in kleinen Grüppchen die einzelnen Ecken einnehmen. Sehr bevorzugt ist die südöstliche Wehrmauer, die die bereits erwähnten, gefundenen Steine aufweist. Hier wird bei Feierlichkeiten auch das Buffet aufgebaut, so dass die mit Efeu behangene Wehrmauer, die unter anderem einen zugänglichen Wehrturm und ein Fenster aufweist, vollkommen versperrt wird und hinter dem ganzen Trubel untergeht.
Sehr zentral liegt der alte Bergfried, der unter anderem auch wieder aufgebaut wurde. Er beherbergt heute das Binger Heimatmuseum. Neben einem wunderbaren Rundblick in alle Himmelsrichtungen verspricht man hier für den Eintritt eine größere Sammlung von historischen Gegenständen, die auf alle Etagen in Epochen verteilt ausgestellt werden. Unter anderem weist die Ausstellung eine vorgeschichtliche Sammlung, kulturhistorische Funde, eine römisch-fränkische Abteilung, eine kleine Waffensammlung und eine Ausstellung von Trink- und Weingefässen mittelalterlicher Herkunft auf.
Von der Atmosphäre her ist Burg Klopp sehr lebendig und angenehm. Die Burg besitzt zahlreiche Ecken, hinter denen sich Mauern verstecken, die zum Entdecken einladen.

Historie

Ursprünglich soll die Burg aus römischer Zeit stammen. Urkundlich wird sie 1282 das erste Mal erwähnt. 1689 zerstören Franzosen die Burg, im 19. Jahrhundert wurde sie neugotisch rekonstruiert.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Klopp liegt inmitten des Ortes Bingen, direkt am Rhein, westlich von Wiesbaden und Mainz. Die nächsten Autobahnen sind die A60 und die A61 Ausfahrten "Bingen-Gaulsheim" und "Bingen". Innerorts sollte man der Ausschilderung folgen oder sich stets bergauf halten.

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Sonstige Einrichtungen

Der Grundriss zeigt die Burg um 1796.

Gastronomie

Das Restaurant befindet sich in der ehemaligen Vorburg.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 01.08.2005


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