Kastellburg

Burg Kastellburg

Deutschland / Baden-Württemberg

Hoch über Waldkirch wurde um 1250 die Burg Kastellburg errichtet. Die strategisch gute Lage mit weiter Sicht diente der Überwachung des Tals. Die kompakte, aber sehenswerte Anlage hat sich gut erhalten und wird durch einen Verein ausgiebig gepflegt. Heute lädt sie mit einer weiten Aussicht und erhaltenen Überresten zu einem Besuch ein.

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Adresse

Burg Kastellburg
79183 Waldkirch
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 360 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:05-16:14 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei
Website: Kastelburg-in-Not.de

Baubestand & Beschreibung

Auf einem kleinen Bergsporn hoch über Waldkirch thront die Ruine Kastelburg. Die Anlage besteht aus einer kleinen Kernburg, mehreren Zwingeranlagen und einem Halsgraben, der die Burg zum Bergrücken hin schützte.
Der Zugang erfolgte über eine Brücke über den Halsgraben und führt durch eine Torzwingeranlage schneckenförmig um die Kernburg. Die alte Brücke wurde durch eine Holzbrücke ersetzt, die heute den Halsgraben überspannt und den Zutritt zur Anlage gewährt.
Um zur Kernburg zu gelangen, muss man die Vorburg passieren. Sie wird zum Eingang der Kernburg hin zunehmend schmaler und diente gleichzeitig als Zwinger. Zum Tal hin verliert die äußere Zwingermauer an Höhe und gibt eine weite Aussicht über Waldkirch frei.
Von der Vorburg führt der Weg weiter den Berg hinauf zum Tor der Kernburg. Hinter diesem findet man die restaurierten und gut erhaltenen Reste von Bergfried und Palas. Die äußere Ringmauer ist zum größten Teil noch erhalten, der Bergfried wurde wieder aufgebaut. Die Schildmauer war im Bergfried integriert, so dass sich die kleine kompakte Anlage in direkter Verlängerung zum Bergfried befand und hinter diesem vor eintreffenden Geschützen sicher lag. Vom Palas fehlen die Hoffassade und die Innenwände. Im Laufe der Zeit haben sich einige Steine gelöst und so verwandelten sich die großen herrschaftlichen Fenster zum Tal hin in runde Löcher. Die Rundbögen oberhalb der Fenster wirken dadurch sehr dünn und geben der Mauer ein filigranes Auftreten. Die ursprüngliche Größe der Fenster lässt sich an den Außenfassaden des Bergfrieds erkennen, der noch heute zum Teil original erhaltene Öffnungen beherbergt.
Durch den einfachen und kompakten Aufbau ist die Anlage schnell erkundet. Dennoch lädt die Kastellburg mit der weitreichenden Aussicht, den zahlreichen Sichtachsen und den hohen Mauern zum Verweilen und Entspannen ein.
Die Burg wurde mittlerweile durch bürgerliches Engagement saniert und lässt sich wieder in vollem Umfang erkunden. 2004 waren Teile wegen Einsturzgefahr gesperrt.

Historie

Erbaut wurde die Kastelburg zwischen 1250 und 1260 durch die Herren von Schnabelburg, Eschenbach und Schwarzenberg. Um 1500 herum wurde Kastellburg Opfer eines großen Brandes und musste wieder aufgebaut werden. Am 14. März 1634 zündeten die Österreicher auf ihrem Rückweg die Burg ein weiteres Mal an. Seitdem wurde die Anlage nicht wieder aufgebaut. Einer alten Sage nach soll sie mit der drei Kilometer entfernten Schwarzenburg über ein Tunnelsystem verbunden gewesen sein. Teile des Tunnels wurden sogar freigelegt, sind aber nicht zu besichtigen.

Events in der Nähe

Zu dieser Burg und den Nachbarburgen liegen uns keine Veranstaltungen vor. Sie können hier gerne eine eintragen:

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Anfahrt

Über die Autobahn A5 Ausfahrt "Freiburg Süd" auf die B294 Richtung Waldkirch. Innerorts ist die Burg weitreichend ausgeschildert.

Buchtipp: Burgen in Baden-Württemberg

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Burgenarchiv.de
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Literatur


- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, "Historische Stätten VI- Baden-Württemberg- 6. Band", Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart S.716f
- Alfons Zettler, Thomas Zotz, "Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau", Jan Tohrbecke Verlag, 2003, ISBN: 3-799573-6X-X

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 17.01.2014, 15.10.2004

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