Hohenhundersingen, Hundersingen

Burg Hohenhundersingen, Hundersingen

Deutschland / Baden-Württemberg

Auf einem steilen Felssporn im Großen Lautertal liegt an einem Knick des Flusses die Burg Hohenhundersingen. Die kleine, aber eindrucksvolle Burg mit dem markanten Bergfried aus Buckelquadern wird durch einen tiefen Graben von dem umliegenden Berg getrennt. Die Anlage aus der Zeit von 1200 bestand ursprünglich aus einer kleinen Kernburg mit zum Tal gelegenen Vorburg, eine eher seltene Konstruktion. Heute lädt die Burg mit ihrer schönen Aussicht und dem eindrucksvollen Auftreten trotz ihrer geringen Größe zu einem Besuch ein.

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Adresse

Burg Hohenhundersingen, Hundersingen
72525 Münsingen-Hundersingen
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg, Felsturmburg
Nutzung: -
Lage: 685 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:58-16:08 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Hundersingen, auch Hohenhundersingen genannt, liegt an einem steilen Hang auf einem Felssporn, hoch über Hundersingen im Tal der Großen Lauter. Die Burg gehört zu einer Kette von Anlagen, die sich im Laufe des Mittelalters am Tal des Flusses gebildet haben.
Burg Hundersingen ist nicht besonders groß. Der Zugang erfolgt heute über den gut ausgeprägten Halsgraben, der mit seinen 10,5m Tiefe und den steilen, aus dem Fels gehauenen Steilwänden einen guten Schutz bot.
Die Kernburg wurde mit einer Stahltreppe erschlossen. Vorhanden ist noch der Bergfried mit seinen großen Schichtsteinen und einem Eingang auf halber Höhe. Kleine Balkenlöcher zeugen von möglichen Erkern oder Anbauten. Abgesehen von dem Bergfried existiert noch eine Art Schanze, bzw. Plattform, von der man eine weite Sicht über das Tal hat.
Unterhalb der Kernburg liegt die ehemalige Vorburg, die sich über mehrere Terrassen Richtung Tal zog und circa 16m unter der Kernburg lag. Vorhanden ist nur noch eine hohe Mauer mit einem Durchgang, bzw. einem Torbogen, der die Vorburg mit der unterhalb liegenden Terrasse verbindet.
Obwohl die Burg eine geringe Größe aufweist, wirkt alles überdimensional groß gehalten. Der Halsgraben ist sehr tief, der Fels, auf dem die Burg liegt sehr hoch und der Bergfried besteht aus großen Steinen, die ihm ein wuchtiges Auftreten geben.

Historie

Die recht kleine Felsburg wurde um 1200 von den Herren von Hundersingen erbaut. Sie wurde wahrscheinlich direkt zur Wende zwischen dem 12. und dem 13. Jahrhundert vollendet. Die heutige Zugangstreppe stammt aus dem Jahr 1898, vorher war sie nach ihrer Zerstörung unerreichbar gewesen. Der Bergfried hat eine Grundfläche von 4x5 Meter. Im 14. Jahrhundert gerieten die Burgherren in finanzielle Schwierigkeiten. Sie versprachen im Jahre 1314 den Grafen von Württemberg ihre Unterstützung. 1352 wurde die Burg mit Dorf an Württemberg verkauft. Die Burg wurde somit Vorposten neben Buttenhausen und Bichishausen und somit Grenzburg. Der Vorposten blieb dennoch unbewohnt, so dass Burg Hundersingen zu verfallen begann. Die Burg wurde im Jahre 1530 zerstört. 1838 rutschte ein großes Mauerstück ab. 1966 sicherte die Gemeinde Hundersingen die Burg erstmals. Seit 2001 gibt es eine Fördergemeinschaft, die die Anlage pflegt und die Informationstafel aufstellen ließ.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Hundersingen befindet sich etwas oberhalb des gleichnamigen Ortes, südlich von Münsingen. Über die A81 Ausfahrt "Herrenberg" oder die A8 Ausfahrt "Wendingen" Richtung Reutlingen fahren und sich weiter nach Metzingen halten. In Metzingen folge man der B28 Richtung Bad Urach und dort auf die B465 nach Münsingen. In Münsingen geht auf der rechten Seite ein Abzweig nach Hundersingen ab, man kann aber auch der B465 weiter folgen um bei Bremelau nach Hundersingen abzufahren. In Hundersingen ist die Burg schon zu sehen. Hinter der S-Kurve links den Berg hinauf und oben gleich wieder rechts um auf dem Parkplatz des Friedhofs zuparken. Von hier führt ein Fußweg am Hang entlang und endet direkt im Halsgraben der Burg.

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Literatur


- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, "Historische Stätten VI- Baden-Württemberg- 6. Band", Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart S.458
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Band 2, Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 12.01.2012

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