Granegg, Graneck, Michelstein

Burg Granegg, Graneck, Michelstein

Deutschland / Baden-Württemberg

Hoch über dem Bäratal thront auf einer Felsnase an einer Steilwand die Burg Granegg. Die Anlage aus dem 12. Jahrhundert ist nur noch bedingt vorhanden. Es haben sich Teile der Ringmauer, der ehemalige Eingang, der Stumpf des Bergfrieds und der Halsgraben erhalten. Die Anlage wirkt heute im ruinösen Zustand leicht eindrucksvoll und lädt mit ihrer exponierten Lage zum Entdecken ein. Ein Besuch der Burg sollte aber mit Vorsicht genossen werden: Es gibt zahlreiche ungesicherte, über 50m tiefe Abhänge.

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Adresse

Burg Granegg, Graneck, Michelstein
78592 Egesheim
Parken: am Berg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 910 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:00-16:12 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Granegg ist ungesichert und weist über 20m tiefe Absturzmöglichkeiten auf! Seien Sie vorsichtig, es sind hier schon mehrere Menschen umgekommen!
Burg Granegg, auch Michelstein oder Graneck genannt, befindet sich auf einer weit auslaufenden Felsnase, oberhalb der Ortschaft Egesheim im Bäratal. Zum Bergrücken hin ist die Anlage durch einen Halsgraben vom Berg getrennt. Zu den anderen Seiten war die Burg durch mehr als 20m hohe Steilwände auf der Felsnase gesichert.
Das Innere Graneggs besteht aus einem hohem Wohnturm mit umliegendem Zwinger. Nach Osten weist sie heute noch einen separaten Zwinger auf, der mit einem hohem Tor und einer Art Schießscharte mit dem restlichen Zwinger verbunden war. Der Zugang erfolgte über eine Brücke über den Halsgraben von Südwesten her, doch weisen das große Tor und ein Balkenloch zum Versperren des Tores auf einen Eingang über den Torzwinger im Osten hin.
Der Wohnturm, der den zentralen Mittelpunkt der Anlage bildet, ist nur noch von der Südmauer her gut erhalten. Die nördliche Hälfte ist eingestürzt. Deutlich an der Mauer ist das alte Schichtmauerwerk zu erkennen, das bei vielen Burgen angewandt wurde. An der Innenseite des Wohnturms lassen sich noch Balkenauflager,, Balkenöcher und die Höhen der einzelnen Stockwerke erkennen. Nach Krahe soll der Turm einen auskragenden Aufsatz aus Holz gehabt haben.
Im Norden der Anlage befindet sich die weiter auslaufende Felsnase, die noch weiteren Gebäuden und Wehranlagen Platz bot, doch sind keine Bebauungen nachgewiesen. Unter anderem lassen sich unmittelbar am Wohnturm die Grundmauern der Zwingeranlage erkennen, die den Turm umgaben. Etwas weiter im Norden stößt man auf ein großes Loch im Felsen, das natürlichen Ursprung ist aber bearbeitet zu sein scheint.

Historie

Ruine Granegg wurde 1100 unter dem Namen Michelstein erbaut. Das Geschlecht wird nach 1102 mehrfach durch Reginhard von Michelstein genannt. 1266 findet das Geschlecht eine weitere Nennung in einer Urkunde des Klosters Kirchberg. 1356 werden Teile der Anlage durch ein Erdbeben zerstört, im Nachhinein aber wieder aufgebaut. Die Reichstadt Rottweil zerstörte 1377 die Burg und sie begann an zu verfallen. Die Ruine geht 1483 an Berthold von Balgheim, der die Anlage als Lehen von den Österreichern bekommt. Derer von Steinegg übernehmen 1489 das Lehen. Die Herren von Ifflingen-Granegg erwarben die Anlage 1535 und verkauften diese 1792 an Emanuel und Michael Levi von Hechingen. 1831 wird die Burg vom Freiherren Karl von Ifflinger zurückerworben und 1923 an die katholische Kirche Rottweil vermacht. Diese übergibt Granegg an den Schwäbischen Albverein. 1931 beginnt der Verein mit der Sicherung vor weiterem Verfall.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Granegg liegt bei Egesheim, östlich von Rottweil. Von der A81 Ausfahrt "Villingen-Schwenningen" über Trossingen, Aldingen, Denkingen, Gosheim, Wehingen, Egesheim nach Königsheim und hinter Ortsende Richtung Böttingen. Kurz hinter Ortsende biegt man nach rechts in den Wald ab. Der Weg führt direkt zur Burg.

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Sonstige Einrichtungen

Burg Granegg weist ungesicherte über 20m tiefe Steilwände zu zwei Seiten auf!

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Literatur

- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", Stürtz Verlag, 2000, Würzburg, ISBN: 3-88189-360-1
- Günter Schmitt, "Burgenführer Schwäbische Alb- Band 5- Westalb", Biberacher Verlagsdruckerei, 1993, Biberach

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 09.01.2012

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