Götzenturm

Burg Götzenturm

Deutschland / Baden-Württemberg

In einer kleinen Parkanlage in Buchen-Hettingenbeuren liegt die Turmburg Götzenturm. Von der Burg hat sich heute nur noch der Turm erhalten, der in der Neuzeit restauriert und wieder instand gesetzt wurde. An der Südseite sind noch die Überreste eines Grabens erkennbar, der einst von dem nahen Bach Morre mit Wasser versorgt wurde. Der Turm beherbergt heute städtische Einrichtungen und kann besucht werden.

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Adresse

Burg Götzenturm
74722 Buchen-Hettigenbeuern
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Niederungsburg, Wasserburg
Nutzung: Gemeindezentrum
Lage: 230 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:06-16:02 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Ganzjähirig
Burg: offen
mehr
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Inmitten des kleinen Örtchens Hettigenbeuern steht südwestlich des Ortszentrums der Götzenturm. Heute beherbergt er die Festräume des Ortes und liegt in einer kleinen Parklandschaft. Der Turm aus dem 14. Jahrhundert ist der letzte Rest einer Wasserburg. Diese bestand wahrscheinlich nur aus dem Götzenturm und einem umliegenden Ringgraben, war also eine Turmburg. Ein Rundweg gibt heute die Möglichkeit das Gebäude fast vollständig zu umrunden.
Ursprünglich bestand die Anlage aus dem heute 11 m hohen Turm und einem Wassergraben, der durch den Fluss Morre gespeist wurde. Der Turm liegt auf einer leichten Erhöhung und ist mit der Eingangsseite zur alten Kirche hin ausgerichtet. Ob es eine äußere Ringmauer, Zugbrücken oder sonstige Wehrelemente gab, ist unbekannt. Sie wären auf jeden Fall denkbar, da der Turm nicht besonders gut gesichert ist. [1] Der 11 m hohe Turm besitzt ein Kellergewölbe, ein Erdgeschoss und zwei Obergeschosse. Seine Seitenlängen sind 8,45 m auf 11,55 m. Die Mauerstärke beträgt zwischen 1,05 m und 3 m. Im Inneren gab es pro Stockwerk 60 qm Grundfläche, die heute wieder vollständig genutzt wird. Sowohl im ersten, wie auch im zweiten Stockwerk haben sich große, eindrucksvolle Kamine erhalten.
Durch die friedvolle Lage in dem kleinen Örtchen in der Parkanlage am kleinen plätschernden Bach Morre ist die Atmosphäre am Götzenturm sehr angenehm. Zahlreiche Sitzmöglichkeiten und ein Rundgang mit gutem Blick auf dem Turm laden zum Spazieren und Verweilen ein. Türme, wie der Götzenturm, sind für die meisten Gemeinden eher hinderlich und kostenintensiv. Umso schöner ist es zu sehen, dass Hettigenbeuern ihren mittelalterlichen Kern zu schätzen weiß und ihn erhält und nutzt.

Historie

Der Götzenturm wird als Veste 1347 erstmals urkundlich genannt und wahrscheinlich im selben Jahr durch die Herren von Adelsheim errichtet. Um 1440 bzw. 1445 erwerben derer von Berlichingen eine Hälfte des Ortes. 1570 gehört ihnen Hettigenbeuern vollständig. Der Turm ist nach dem damals noch jungen Götz von Berlichingen benannt, daher der Name Götzenturm. Derer von Berlichingen sind bis zur Eingliederung in das Großherzogtum Baden 1806 Eigentümer der Region.
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts geht der Turm in die Besitztümer der Gemeinde über. Zwischen 1977 und 1980 saniert man das Gebäude grundauf und nutzt es später als Gemeindezentrum.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Von der Autobahn A81 über Ausfahrt 4 "Ahorn" abfahren und der L579 durch Gerichtstetten und Altheim nach Buchen folgen. In Buchen der Ausweisung nach Hettigenbeuern folgen. In Hettigenbeuern an der großen Kreuzung parken und der kleinen Gasse "Am Götzenturm" zu Fuß folgen. Sie endet direkt am Turm.

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Literatur

- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", Stürtz Verlag, 2000, Würzburg, ISBN: 3-88189-360-1
- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen und Wehrtürme des deutschen Mittelalters", Thorbecke Verlag, 2002, Stuttgart, ISBN: 3-7995-0104-5
- "Archäologische Denkmäler in Baden-Württemberg", Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, 2002, Stuttgart, ISBN: 3-89021-717-6
- Marion Sattler, Peter W. Sattler, "Burgen und Schlösser im Odenwald", Edition Diesbach, 2004, Weinheim, ISBN: 3-936468-24-9

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 10.04.2013

Fußnoten

[1]Der in Kursiv geschriebene Textabschnitt basiert auf eigenen Beobachtungen. Literaturhinweise oder Informationen im Internet wurden dazu nicht gefunden. Das Veröffentlichen und Verbreiten der Informationen ist sowohl in digitaler Form, wie auch in Printform oder im Internet nur als Zitat mit Verweis auf den Autoren und die Website, bzw. die App erlaubt.

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