Gleiberg

Burg Gleiberg

Deutschland / Hessen

Burg Gleiberg liegt auf einem Sporn am westlichen Ende des gleichnamigen Ortes. Die Anlage war ursprünglich mit der Stadtmauer verbunden und stammt aus dem 11. oder 12. Jahrhundert. Der Ursprung liegt in einem Wohnturm mit 3,3 Meter dicken Mauern, von denen nur die Fundamente erhalten geblieben sind. Heute besteht die Anlage aus der wiederaufgebauten Vorburg und der ruinösen Kernburg, die sich beide frei besichtigen lassen. Die Vorburg beherbergt heute eine Gastronomie. In der Kernburg haben sich diverse Reste erhalten, die zum Erkunden einladen. Der runde Bergfried ist 30 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 11 Meter. Von seiner Spitze eröffnet sich eine weite Aussicht über die Umgebung und die benachbarten Burgen. Die Anlage ist einen Besuch wert.

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Adresse

Burg Gleiberg
35435 Wettenberg-Krofdorf-Gleiberg
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: Gastronomie, Standesamt
Lage: 289 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:15-15:56 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Genau wie bei Burg Staufenberg trifft man bei Gleiberg auf eine Wehranlage, die die Verbindung zum Ort suchte. Von der einstigen Stadtmauer stehen direkt am Parkplatz die Reste des Tores, das das erste Hindernis auf dem Weg zur Burg darstellen sollte. Zwei Mauerstücke erinnern an die einstige Doppeltorkonstruktion, die diesen Part einnahm und die Straße schützte. Der Weg führt zu einem weiteren Tor, gegenüberliegend einer Kirche, das in einen alten Zwinger mündet, der direkt in die Vorburg führt.
Dem Weg hoch zur Burg folgend, erkennt man die wuchtigen Ausmaße von Burg Gleiberg, die vor allem durch den Höhenunterschied einen imposanten Eindruck liefern. Mit dem Erreichen der Vorburg eröffnet sich der Blick auf eine lange Häuserfassade, die bei fehlenden Außenmauerbereichen mit Schiefer ausgekleidet und ersetzt wurde. Der Weg mündet in einen langen Tunnel, der unter dem Gebäude hindurch, direkt in die Vorburg führt.
Die Vorburg ist heute ausgebauter Bereich des Gleibergvereins. Neben einem Standesamt, trifft man auf ein kleines Café, das in seinem Inneren eine fast vollständig erhaltene mittelalterliche Küche mit Steinfußboden und überdimensionaler Kochstelle beherbergt. Nach Westen hin erhebt sich der imposante, runde Bergfried, der durch das felsige und zehn Meter hohe Felsplateau unter sich riesig wirkt. Interessant sind auch die Reste der äußeren Wehrmauer, die zum Teil noch die Fundamente von Türmen enthält, aber nur noch kniehoch erhalten ist. Ihre niedrige Höhe gibt eine weitreichende Aussicht preis, die sich über das anliegende Tal eröffnet.
Die Vorburg nimmt den östlichen Teil der Burg ein und umkreist die Kernburg mit Hilfe eines Zwingers fast vollständig. Ein Weg führt in den Zwinger und gibt die Möglichkeit die Kernburg von außen zu umrunden. Neben der wunderschönen Aussicht existieren zahlreiche Reste der alten Zwingeranlage. So trifft man zum Beispiel auf die verzierten Elemente eines Turmes, eine Wehrplattform im Westen und zahlreiche unterschiedliche Mauerhöhen, die den Zwinger nach außen hin schließen.
Die Kernburg ist über zwei Zugänge zu erreichen. Ursprünglich gab es nur einen Weg, der von der Vorburg über einen engen Zwinger, direkt in die Kernburg führte. Dieser ist heute noch existent, wurde aber um einen Eingang vom Zwinger aus erweitert. Der ursprüngliche Eingang ist dem alten nachempfunden. Das Tor mündet in einen kleinen Hof, der zur Rechten durch den Palas, geradezu durch einen alten Wohnturm und nach links durch die erhöhte Mauer vor dem Bergfried eingerahmt wird.
Der Palas ist bekannt unter dem Namen Merenberger Bau und wurde 1646 zerstört. Zahlreiche Gänge führen durch den Keller des Gebäudes und gehen unter anderem in ein ehemaliges Gewölbe über, das unter der einstigen Kapelle lag. Deutlich zu erkennen sind die Reste der Kreuztonnengewölbe und die Eckpfeiler der Kapelle, die noch heute die Außenmauern schmücken. Balkenauflager befinden sich an allen möglichen Enden der Mauern des Merenberger Baus und deuten auf die Dimensionen des großen Gebäudes hin.
In direkter Verlängerung des Merenberger Baus befand sich einst der Wohnturm, der den ältesten Part der Burg bildete. Er war schon im 12. Jahrhundert Ruine und wurde in der darauf folgenden Zeit unterschiedlich genutzt. Er ist nahezu quadratisch. Sein Nachfahre, ein runder Bergfried, steht am anderen Ende des Hofes und schließt die Burg zusammen mit einigen verstärkten Wehrmauern und der Regenwasserzisterne zu dieser Seite hin ab. Die Regenwasserzisterne befindet sich in einem ruiniösen Zustand, lässt sich aber noch deutlich erkennen. Der Bergfried hingegen wurde wieder vollständig aufgebaut und bietet die Möglichkeit sich Burg und Umgebung von seiner Spitze anzusehen. Deutlich lässt sich noch der Eingang erkennen, der in luftiger Höhe einst ins Innere des Turmes führte. Ein 1837 durchbrochener Zugang erschließt heute über eine Wendeltreppe das obere Plateau des Bergfrieds.
Von der Atmosphäre her ist Burg Gleiberg sehr angenehm. Durch die verwinkelte Bauart und die zahlreichen Details, die Gleiberg zu bieten hat, lädt sie zum Entdecken und Verweilen ein.

Historie

Die Burg Gleiberg wurde um 1100 begonnen. Andere Quellen gehen auf das 10. Jahrhundert ein. Der Zwinger stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die Burg hat zwei Bergfriede. Zwischen dem 12. und dem 17. Jahrhundert existierte der Merenberger Bau. Er wurde mitsamt der Oberburg 1646 zerstört. Der ältere Bergfried stammt aus der Zeit um 930 und wurde 1103 zerstört. Der zweite Bergfried stammt aus der Zeit um 1200. Sein Eingang am Boden wurde 1837 gebrochen.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Gleiberg ist gut über die A5 zu erreichen. Von der A5 über das Reiskirchener Kreuz und weiter auf die A480. Über die Ausfahrt "Wettenberg" zum Ort Wettenberg fahren und der Ausschilderung zur Burg Gleiberg. Die Ausschilderung führt direkt zum dazugehörigen Parkplatz in der Burgstraße, von der es zu Fuß direkt zur Burg geht.

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Gastronomie

In der Vorburg befindet sich ein Restaurant.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 28.11.2006

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