Brielburg, Alt-Streußlingen

Burg Brielburg, Alt-Streußlingen

Deutschland / Baden-Württemberg

Die Brielburg wurde im 12. Jahrhundert auf einem Bergrücken im Brieltal am Eingang zu einer Schlucht errichtet. Der sacht abfallende Berg benötigte einen strategisch guten Schutz, so dass eine längliche Burg mit ausgeprägter Außenanlage entstand. Von der Brielburg sind heute kaum noch Reste wahrnehmbar. Der aus Buckelquadern bestehende Bergfried, dessen Fundamente 1929 noch erkennbar waren, fehlt heute gänzlich. Es lassen sich nur noch Erdwälle erkennen, die auf Mauerverläufe hindeuten. Von Gebäuden und Wehranlagen fehlt jede Spur.

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Adresse

Burg Brielburg, Alt-Streußlingen
89584 Ehingen-Briel
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: ehemalige Burg
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 640 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:58-16:08 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Die Brielburg liegt auf der gegenüberliegenden Seite einer abgehenden Schlucht des Brieltals, östlich des kleinen Ortes Briel. Sie hatte einst eine Größe von 60m auf über 100m und gehörte somit zu den größeren Anlagen. Von der Burg ist heute nur noch wenig existent. Eindeutig zu erkennen ist der Zwinger, der heute als Rundweg um die Anlage dient. Er umschloss einst den nördlichen Part der Burg in Form eines Hufeisens und war wahrscheinlich mit mehreren offenen Schalenwehrtürmen ausgestattet. Vor dem Zwinger fiel das Gelände stark ab, so dass ein Angriff nur über den Zugang möglich war, der noch heute als Erschließung der Burg dient.
Die Brielburg, auch bekannt unter dem Namen Alt-Streußlingen, ist eine Felsburg, die anfangs auf einem 14m hohen Felsen entstand und anschließend in alle Richtungen expandierte. Nach K.A.Koch soll der älteste Teil der Anlage aus einem Bergfried und einem Palas mit Hof bestanden haben. Die Reste lassen sich zwar heute nicht mehr erkennen, doch stößt man auf das kleine Plateau, das eine Art Kernburg nach diesem Prinzip getragen haben kann. In späterer Zeit baute man eine Vorburg im Norden und umschloss diese mit einem Zwinger. Im Süden verlor der Halsgraben, der heute noch gut zu erkennen ist, seine Bedeutung und wurde zum südlichen Eingang der Anlage. Auch die Vorburg, sowie die äußere Wehranlage sind vollständig verschwunden.
Burg Briel ist kaum noch zu erkennen. Einzelne Steine zeugen von Gebäuden und nur Kantenverläufe, sowie bearbeiteter Fels oder das umrahmende Plateau des Zwingers erinnern an die Burg. Teilweise stößt man noch auf gerade verlaufende Wälle, die ihre Ursprünge in Mauern finden, aber sich nicht mehr zuordnen lassen.
Aus dem touristischen Aspekt betrachtet ist Burg Briel etwas unspektakulär. Die Burg besteht nur noch aus wenigen Resten, die sich schlecht zuordnen lassen. Die Lage im dichten Wald und die Umgebung laden mit kleinen Bächen und Höhlen sehr zum Wandern und Entdecken ein.

Historie

Die Brielburg stammt aus der Zeit von vor 1200 und wurde unter dem Namen Briedburg gegründet. Nach K.A. Koch, der die Anlage 1929 untersuchte, standen noch ausführliche Reste, die im Grundriss zu erkennen sind. Schmitt nahm 60 Jahre später keine Reste mehr wahr. Der Bergfried bestand aus Buckelquadersteinen, von denen heute jede Spur fehlt. Über die Zerstörung ist nichts bekannt.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Briel befindet sich nahe des Ortes Briel bei Ehingen. Zu erreichen sind Burg und Ort von Ulm aus über die B311 über Ehingen und weiter über die B465 über Altstreußlingen nach Briel oder von Westen her über Metzingen, Bad Urach und Münsingen über die B465. Briel ist nicht besonders groß. Man sollte in den Ort fahren und der umgehenden Straße bis zum Eselwiesenweg folgen. In der nördlichen Kurve geht ein Weg an mehreren Häusern vorbei direkt zum Burggelände (zwischen der großen Scheune und dem weißen Haus - der Weg sieht privat aus, ist aber ein Wanderweg).

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Literatur

- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", Stürtz Verlag, 2000, Würzburg, ISBN: 3-88189-360-1
- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, "Historische Stätten VI- Baden-Württemberg- 6. Band", Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart
- Günter Schmitt, "Burgenführer Schwäbische Alb- Band 2- Alb Mitte Süd: Wandern und entdecken zwischen Ulm und Sigmaringen”, Biberacher Verlagsdruckerei, 1991, Biberach

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 04.01.2012

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