Beeskow

Burg Beeskow

Deutschland / Brandenburg

Burg Beeskow stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde als Grenzburg errichtet. Die schöne Backsteinburg wurde nach der Wende saniert und rekonstruiert. Der massive Turm beherbergt heute zahlreiche Exponate zur Stadt und Burg. Von der Turmspitze eröffnet sich ein weitreichender Blick über die Stadt und Umgebung.

Diese Burg teilen

Share on Facebook0Tweet about this on Twitter0Share on Google+0Pin on Pinterest0Email this to someone

Adresse

Burg Beeskow
15848 Beeskow
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Wasserburg
Nutzung: Museum
Lage: 45 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:54-15:34 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Burghof: offen
Eintrittspreise: Burghof: frei
Museum: kostenpflichtig

Baubestand & Beschreibung

Burg Beeskow liegt inmitten des gleichnamigen Ortes nahe der Altstadt. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Anlage zahlreiche Umbauten, so dass sie heute aus verschiedenen Gebäuden unterschiedlichster Epochen aus Backsteinen, Feldsteinen und Fachwerk, sowie neuzeitlicher Architektur besteht.
Burg Beeskow liegt heute, eingerahmt von Spree und Stadt auf einer langgezogenen Landzunge und macht durch ihre imposanten Außenmauern sowohl von der Straße, wie auch aus der Ferne auf sich aufmerksam. Vor dem Grundstück stößt man auf die Grabenanlage, die zwar schon stark verlandet, aber immer noch deutlich erkennbar ist. Bei dem Graben handelt es sich vermutlich um einen Ringgraben, der über die Spree mit Wasser versorgt wurde. Ihm folgte eine mindestens sechs Meter hohe Wehrmauer, die die Burg vollständig umgibt. Sie besteht im unteren Bereich aus Feldsteinen und geht nach oben in reine Backsteine über. Zu ihren Füßen stößt man auf Stützpfeiler, die zum Teil noch original sind. Die Ringmauer wurde in alle Richtungen verstärkt und diente zeitgleich als Schildmauer.
Man betritt Burg Beeskow über das Westtor oder das Südtor. Das Innere der Burg wird heute durch einen stattlichen Burghof und durch den eindrucksvollen Hauptturm geprägt, der laut regionalen Forschungen nie als Bergfried gedient haben soll. Im Osten stößt man auf die Fundamente des Brauhauses, das 1920 noch stand. Im Norden schließen Garagen aus neuerer Zeit an, die fast nahtlos in das Salzhaus übergehen, das sich an den Hauptturm und der Nordmauer anlehnt. Im Westen befinden sich das Atelierhaus, das ursprünglich als Stall diente, das wieder aufgebaute Eckhaus, sowie der Palas und das alte Amtswohnhaus. Letztes beherbergt heute die Museumskasse. Die Ausstellungen befinden sich im Palas, im Salzhaus und im Turm. Das Museum befasst sich vor allem mit der Baugeschichte der Burg und bietet neben den ehemaligen Gefängniszellen im Turm Ausgrabungsgegenstände, wie z.B. ein vollständiges Skelett. Abschluss und Krönung des Museumsrundgangs ist die Spitze des Turmes, die eine weite Aussicht über die Stadt, ihren Verlauf der Stadtmauer und die Spree liefert.
Der Bau von Beeskow liegt in den Anfängen des 14. Jahrhunderts. Zuerst entstand der Turm aus reinen Feldsteinen, sowie das angrenzende Salzhaus. Sie wiesen wahrscheinlich nach Westen eine Kastellburg auf und waren in der Nordostecke der Burg stationiert. Der erste Bergfried aus reinem Feldstein diente wahrscheinlich noch als letzte Rückzugsmöglichkeit und war nur über einen höher gelegenem Zugang zugänglich. Das Salzhaus diente in den Anfängen anscheinend als Palas. Noch im Bau entschied man sich für eine Erweiterung der Anlage Richtung Osten, woraus sich für den Turm die zentrale Position in der Burg und der heutige Verlauf der Burgmauer ergab. Es entstand der Palas im Südwesten.
Neben dem Turm ist der Palas der zweithöchste Bau. Dieser wies einst drei Stockwerke auf und fiel somit ungewöhnlich hoch aus. Nach gründlicher und umfangreicher Sanierung beherbergt er heute große Teile des Museums und erstrahlt nach außen hin in typischer Backsteinarchitektur aus dem 16. Jahrhundert. Weitere Bauten entstanden in naher Abfolge, so dass die Anlage das ungefähre Aussehen von heute erlangt haben muss.
Im Gegensatz zu vielen anderen Burgen gab es anscheinend keine Vorburg. Sowohl Wirtschaftsbauten, wie auch die repräsentativen Gebäude teilten sich den einen Hof der quadratischen Kastellburg. Funde deuten darauf hin, dass die Burg im 16. Jahrhundert noch weitere Bauten an der Außenseite der Mauer aufwies.
Von der Atmosphäre her ist Burg Beeskow sehr angenehm, teilweise sogar urig. Die Burg erstrahlt durch umfangreiche Sanierungen in neuem Glanz. Gebäude, wie z.B. der Turm oder der Palas deuten im Inneren auf alte Funktionen hin und versetzen den Besucher ein wenig in der Zeit zurück.

Historie

Burg Beeskow wurde um 1300 erbaut. Die Anlage entstand wahrscheinlich durch die Herren von Strehle, die diese zur Grenzsicherung errichteten, als 1304 die Lausitz den askanischen Markgrafen von Brandenburg gehörte. Die Stadt findet schon 1272 Einzug in die Urkunden, als in jenem Jahr die Holzzäune durch eine feste Stadtmauer aus Stein ersetzt werden.
Die Burg entstand in zwei Zügen. Zuerst errichtete man eine Anlage, die westlich des Bergfrieds lag und mit diesem abgeschlossen wurde. Noch während des Baus kam es zur Erweiterung Richtung Osten, so dass Beeskow eine Burg mit zentralem Turm wurde. Um 1320 bestand die Anlage ausschließlich aus Feldsteinen. In diesem Zeitraum begann man den Palas, der aus einem Feldsteinsockel mit Backsteinen errichtet wurde. An diesem befand sich die nicht mehr vorhandene Burgkapelle.
1347 wird Beeskow an den Markgrafen Friedrich von Meißen verpfändet. 1377 war die Burg aufgrund vieler Besitzänderungen wahrscheinlich erst fertiggestellt. Die Herren von Strehle waren mit dem Letzten des Geschlechts, Reinhard von Strehle Besitzer und überließen in jenem Jahr den Herren von Bieberstein die Anlage. Bis 1382 baute das Geschlecht die Burg aus, um sich auf kriegerische Auseinandersetzungen vorzubereiten. Bis 1519 begann der Verfall, auch wenn die Burg noch bewohnt war. Im Jahre 1519 ist die Burg im Besitz von Bischof Dietrich von Bülow (den Bischöfen von Lebus), der sich zu einer Sanierung entschließt. Grund für den Verfall waren eventuell die Brände von 1512 und 1513, die die Stadt verwüsteten. Ob diese bis zur Burg reichten, ist unbekannt. Im Laufe der Zeit unterliegt die Anlage verschiedenen Nutzungen. 1725 erhält das Gebäude am Bergfried seinen Namen durch die Nutzung als Salzhaus. Bis 1774 diente der Turm als Gefängnis und wurde bis dato ausgebaut. An der Westseite entstanden das ehemalige Eckhaus und das Amtswohnhaus. 1828 bricht man aufgrund von Baufälligkeit bei dem Palas das oberste Geschoss ab, Teile des Salzhauses werden erneuert. 1935 wird die Burg als Altertumssammlung, 1945 als Kindergarten, 1953 als Museum und ab 2000 als Regionalmuseum genutzt.

Events in der Nähe

Zu dieser Burg und den Nachbarburgen liegen uns keine Veranstaltungen vor. Sie können hier gerne eine eintragen:

Veranstaltung eintragen

Anfahrt

Über die A12 Ausfahrt "Storkow" nach Storkow. Innerorts ist die Anlage ausgeschildert.

Diese Burg auf dem Navi:
Diese Burg finden Sie in unserem Produkt "Burgenführer". Direkte Navigation zu über 1.000 Burgen und deren Parkplätze.
Pocketnavigation.de
Deutschlands-Burgen.de
Diese Burg auf dem Navi:
Diese Burg finden Sie in unserem Produkt "Burgenführer". Direkte Navigation zu über 1.000 Burgen und deren Parkplätze.
Pocketnavigation.de
Deutschlands-Burgen.de

Folgen Sie uns

Facebooktwittergoogle_pluspinterestyoutube

Hinweis: Falls Sie einen Werbeblocker benutzen, sehen Sie u.U. nicht die vollständige Literaturliste.


Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 02.03.2007

Burgen in der Umgebung

weitere Burgen im Umkreis laden

Kommentar verfassen