Wolfsberg

Burg Wolfsberg

Deutschland / Bayern

Burg Wolfsberg liegt auf einem Felskamm oberhalb des gleichnamigen Ortes. Durch ihre exponierte Lage wurde sie auf mehrere Felsen verteilt. Es haben sich nur einige Mauerelemente zum Tal hin erhalten. Wolfsberg lädt heute mit einer schönen Aussicht über das Tal und zahlreichen bizarren Felsformationen in der Umgebung zum Verweilen und Erkunden ein.

Adresse

Burg Wolfsberg
Wolfsberg
91286 Obertrubach-Wolfsberg
Parken: an Straße, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Kammburg
Nutzung: -
Lage: 419 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:05-19:28 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Wolfsberg befindet sich auf einem Felskamm hoch über dem Tal des Flusses Trubach. Der Felskamm wird durch einen mächtigen natürlichen Halsgraben vom Rest des Gebirgszuges getrennt. Im östlichen Teil ist der Felsgrat stark verzahnt und für die Burg unbrauchbar gewesen. Im westlichen Bereich errichtete man auf einem bearbeiteten Plateau eine kleine Kernburg, die in späteren Jahren eine niedriger gelegenen Vorburg erhielt.
Im Gegensatz zu heute verlief der ehemalige Eingang vom Tal aus und führte über die Vorburg in die Kernburg. Heute betritt man Burg Wolfsberg von der Nordseite und nicht mehr von der Talseite her. Sowohl Eingang zur Vorburg, wie auch zur Kernburg sind durch die Witterung unpassierbar geworden. Im Zuge der Restaurationen entstanden neue Zugänge.
Von der Vorburg sind heute noch geringe Reste der äußeren Wehranlage erhalten. Im ehemaligen südlichen Bereich, also zur Talseite hin, wurde ein kleiner Spielplatz errichtet, der zur Schule gehört, die in der Neuzeit im ehemaligen Vogteigebäude untergebracht wurde. Die Vorburg, auch Unterburg genannt, ist durch die Umstrukturierung und Umbauarbeiten für unterschiedliche Funktionen stark verändert worden und lässt sich nur noch in den Grundzügen schwer erkennen.
Die Kernburg, auch Oberburg genannt, wurde als Ruine belassen und diente über die Jahrhunderte als Steinbruch. Sie liegt wesentlich höher als die Unterburg und nimmt den schmalen Felskamm in vollem Umfang ein. In der Kernburg stößt man zum größten Teil auf Gebäudefundamente und geringe Reste der äußeren Wehrmauer. Zu allen Seiten weist sie stark abfallende Hänge auf und war nur von Westen her erreichbar. Der heutige Zugang führt durch die Überreste des ehemaligen Palas hindurch und mündet auf dem Burghof der Oberburg. Im Osten der Oberburg lassen sich der quadratische Grundriss des Torturmes und die polygonale Form der Kapelle erkennen, die das östliche Ende der Kernburg bildet. Direkt neben dem Palas sind die Überreste eines Turmes oder eines Nebengebäudes zu erahnen.
Heute dient die Ruine zum größten Teil als Aussichtsplattform für Besucher. Es eröffnet sich ein weiter Blick über das Tal des Trubachs und die näherer Umgebung. Von der Atmosphäre her ist Burg Wolfsberg eher unspektakulär aber sehr angenehm. Die Reste lassen sich gut nachvollziehen, sind aber nur bedingt erhalten, wodurch ein Besuch sehr kurz ausfallen kann. Durch zahlreiche Sitzmöglichkeiten lädt Wolfsberg sehr zum Entspannen und Verweilen ein.

Historie

1169 wird ein Gozpold de Wolvesperch urkundlich erwähnt. Zwischen 1240 um 1244 befindet sich die Anlage im Besitz des Bamberger Ministerialen Eberhard von Stein, der sich mit der Übergabe der Burg Eberhard von Wolfsberg nennt. 1320-1322 findet die erste Erwähnung der Burg unter dem Nürnberger Bürger Konrad Graf I. statt, der den Namen von Wolfsberg annimmt. Nach dessen Tod 1333 geht Wolfsberg an die Herren von Egloffstein. Die Familie wird erstmalig 1358 als Besitzer nachgewiesen.
Erstmalige Erwähnung im Besitz des Hochstifts Bamberg findet 1383 statt. 1388 wird die Anlage im Städtekrieg schwer beschädigt. Ab 1408 wird Wolfsberg Sitz eines bischöflichen Amtes. Im gleichen Jahr wird die Anlage von Albrecht von Egloffstein verpfändet. 1525 wird die Burg im Bauernkrieg zerstört.
Nach den Bauernkriegen wurde die Anlage 1543 durch Philipp von Egloffstein zu Wannbach wieder aufgebaut. 1544 ist Wolfsberg der Sitz eines Kastenamtes. 1568 ist die Burg im Besitz von Wilhelm von Wiesenthau, der die Burg verkauft. In den darauf folgenden Jahren wird die Anlage mehrmals verpfändet und gelangt 1609 zurück an den Hochstift von Bamberg. In der Zeit bleibt sie unbewohnt und verfällt. Im Dreißigjährigen Krieg wird Wolfsberg von 1631 bis 1633 durch die Schweden beschädigt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wird in der Anlage zwischen 1657 bis 1658 ein Getreide- und Fruchtkasten errichtet. Die Vogtei Wolfsberg wird 1756 aufgelöst, beziehungsweise neu eingegliedert. Das Vogteigebäude wird umfunktioniert zum Forsthaus. Im Französisch-Österreichischem Krieg kommt es 1796/1797 zu weiteren Beschädigungen. Der Getreidekasten blieb davon unberührt und existierte noch bis 1812. 1803 geht die Burg an den bayerischen Staat und verfällt ab 1823, nachdem sie vom Staat an den Steinmetz Johann Kaspar Müller aus Bronn für 75 Gulden verkauft wird. Aufgrund von Einsturzgefahr riss man mehrere Mauern 1883 ab. Obertrubach nimmt sich 1985 bis 1987 der Anlage an und beginnt mit Sicherungs- und Sanierungsarbeiten im Wert von 500.000DM. Heute befindet sich im Vogteigebäude eine Schule.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Wolfsberg liegt im gleichnamigen Örtchen, westlich von Obertrubach. Burg und Ort sind am schnellsten über die A9 Ausfahrt "Plech" zu erreichen. Von hier fährt man über Betzenstein und Obertrubach nach Wolfsberg. In Wolfsberg hält man sich Richtung Geschwand und parkt auf dem Parkplatz hinter der Kreuzung.

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Sonstige Einrichtungen

Im Norden trifft man unter anderem auf den externen Burgbrunnen. Dieser liegt direkt an der Straße.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 01.01.2008

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