Unteres Schloss Siegen, Nassauischer Hof

Burg Unteres Schloss Siegen, Nassauischer Hof

Deutschland / Nordrhein-Westfalen

Das Untere Schloss von Siegen liegt abseits der Fußgängerzone am westlichen Ende der ehemaligen Altstadt in einer Spitze der Stadtmauer. Die Anlage geht aus einem Franziskanerkloster hervor, das gegen Ende des 15. Jahrhunderts hier gegründet wurde. Im Laufe der Zeit wurde das Schloss durch die protestantische Linie derer von Nassau-Siegen immer wieder vergrößert, sodass sich bis heute ein weitläufiger Gebäudekomplex erhalten hat. Das Bauwerk beherbergt mehrere Institute der Universität Siegen. Der Besucher hat die Möglichkeit das Schloss vollständig zu umrunden und sich neben den Schlossflügeln noch Reste der alten Stadtmauer anzusehen. Hinter dem Schloss steht die Martinikirche. Die alte Fürstengruft der Herren von Nassau-Siegen liegt unter dem Schloss und lässt sich im Zusammenhang mit einer Stadtführung besichtigen.

Adresse

Burg Unteres Schloss Siegen, Nassauischer Hof
Unteres Schloss
57072 Siegen
Parken: im Ort, kostenpflichtig

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Schloss
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Universität
Lage: 260 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:13-18:51 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: privat, geschlossen
Eintrittspreise: Außenanlage, Burghof: frei
Gebäude: kostenpflichtig

Baubestand & Beschreibung

Das Untere Schloss von Siegen thront heute wie damals am südwestlichen Ende der ehemaligen Altstadt. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde an der Stelle ein Franziskanerkloster errichtet, das 1623 in den Besitz der Herren von Nassau-Siegen kam. Unter ihrer Herrschaft wurde das ehemalige Kloster zu einem herrschaftlichen Schloss ausgebaut. Heute liegt das Schloss in der Fußgängerzone von Siegen und wird von der Universität genutzt.
Das heutige Schloss ist ein Wiederaufbau, der nach dem großen Stadtbrand von 1695 entstand. Der hufeisenförmigen Bau besteht aus dem Dicken Turm, von dem ein kleiner Verbindungsbau zum Nordtrakt führt. Der Nordtrakt trägt den Namen Kurländerflügel. Er wurde zwischen 1698 und 1711 errichtet. Im Westen schließt er an den Hauptflügel an, der vor allem durch seine Hoffassade mit dem Arkadengang und den 21 Pfeilern geprägt wird. Im Süden des Hauptflügels schließt der Wittgensteiner Flügel an, der relativ schlicht und schmucklos ist. Der Mittelbau ruht oberhalb der Fürstengruft, die zu den ältesten erhaltenen Elementen des Schlosses gehört.

Fazit
Das Untere Schloss ist heute außerhalb von Veranstaltungen und Weihnachtsmärkten völlig unspektakulär. Es ist von allen Seiten zugebaut und Teil der Stadt geworden. Der große Schlosshof wird heute durch eine zubetonierte Fläche gebildet, die kaum Bäume oder Rasen aufweist. Ein Besuch lohnt sich nur im Zusammenhang mit dem Oberen Schloss oder einer Stadtführung. Die alte rekonstruierte Stadtmauer, das Kölner Tor und der Dicke Turm hingegen sind recht eindrucksvoll und laden im Zusammenhang mit der Fußgängerzone und dem Unteren Schloss zu einer kurzen Besichtigung ein.

Historie

Das Untere Schloss von Siegen geht aus einem Franziskanerkloster hervor, das vermutlich 1489 errichtet wurde. Während der Reformation wurde die sakrale Funktion des Gebäudes aufgehoben und es zog 1534 die Hohe Schule von Herborn zeitweise ein.
Nach Streitigkeiten 1623 teilten sich die Grafen von Siegen-Nassau in eine protestantische und in eine katholische Linie auf. Während die katholische Seite weiterhin das Obere Schloss bewohnte, übernahm der protestantische Teil der Familie das Untere Schloss. Aus dieser Zeit stammt der Name Nassauischer Hof.
In der Folgezeit wurde das Untere Schloss immer weiter ausgebaut. Vor allem unter Johann Moritz von Nassau-Siegen begann der Baumeister Mauritz Post 1668 mit der Errichtung der Fürstengruft und dem Galerieflügel.
1695 kam es zum großen Stadtbrand, bei dem auch das Schloss bis auf das Tor und die Fürstengruft vollständig zerstört wurde. Das Obere Schloss blieb von dem Brand unberührt. Schon drei Jahre später folgte von 1698-1711 der Wiederaufbau. Das Schloss bleibt bis 1782 Witwensitz, wird aber 1742 unter anderem von Behörden bezogen.
Ab 1815 sitzt der preußische Landrat auf der Anlage. Es folgt die Einrichtung des Bergamts Siegen 1816. 1818 eröffnet man die Königliche Bergschule Siegen im Kurländerflügel. Der Wittgensteiner Flügel wird 1822 von einem Postamt bezogen.
Ab 1864 ziehen das Amtsgericht und das Landesgericht in das Schloss. 1936 kommen eine Justizvollzugsanstalt und das Arbeitsgericht hinzu. 1976 verlegt man Amtsgericht und Landesgericht und ab 2011 auch die Justizvollzugsanstalt und das Arbeitsgericht. Seit 2013 befinden sich mehrere Institute der Universität Siegen in den alten Gemäuern.

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Anfahrt

Von der A45 Ausfahrt "21 Siegen" auf die B62 und auf die B54 Richtung Siegen wechseln. Hinter der Kreuzung mit der B54 direkt abfahren und über den Fluss. Anschließend rechts abbiegen auf die Koblenzer Str. und nach 400m links in die Obergraben fahren. Der Straße bis zum Schluss folgen. Das Schloss befindet sich oberhalb der Kreuzung.

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Literatur

- Informationstafel
- Infoblatt
- http://www.siegen.de/standard/page.sys/45.htm - letzter Aufrug: 28.4.2015

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 07.01.2016


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