Staufenburg, Stauffenburg

Burg Staufenburg, Stauffenburg

Deutschland / Niedersachsen

Burg Staufenburg stammt ursprünglich aus dem 11. Jahrhundert und liegt auf einem stark abschüssigen Sporn in einem Naturschutzgebiet. Erst im 18. Jahrhundert begann der Verfall. Die Anlage ist nur bedingt erhalten. Man erkennt noch deutlich den Verlauf der Ringmauer, zahlreiche Gebäudeelemente und den Bergfried mit seinen zwei Meter dicken Mauern. Die Anlage liegt heute tief im Wald und lädt zu einem Besuch ein.

Adresse

Burg Staufenburg, Stauffenburg
38723 Seesen-Domäne Stauffenburg
Parken: an Straße, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 328 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:58-18:35 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: privat, offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Staufenburg liegt auf dem Rücken eines Berges, der zu allen Seiten stark abschüssig ist. Über den Bergrücken gelangt man auf dem alten Weg hoch zur Ruine, die heute noch mit einem Halsgraben zum Berg hin gesichert ist. Es eröffnet sich der Blick auf den Flankierungsturm des Tores, der zum Teil wieder aufgebaut wurde und heute Schießscharten beherbergt. Von ihm führt der Weg am zweiten Turmstumpf vorbei, durch den ehemaligen Torzwinger an einer Wehrmauer entlang Richtung Kernburg und mündet auf dessen ehemaligen Hof. Durch die Flankierungstürme und den Torzwinger war der Zugang gut geschützt. Auf dem Weg stößt man auf zahlreiche kniehohen Mauern, die zum Teil zur äußeren Wehrmauer oder zu Gebäuden gehören.
Am besten erhalten, bzw. zum Teil wieder aufgebaut ist der quadratische Bergfried. Sein Inneres ist leer und besaß einst ein Kellergeschoss, wahrscheinlich das Verlies. Geht man an dem Bergfried vorbei, gelangt man zum südlichen Sporn. Hier trifft man auf weitere äußere Wehrmauerreste und Gebäudefundamente. Sehr interessant ist der Fußbodenbelag des Hofes, der zum Teil noch zu sehen ist und von dem damaligen Pflaster zeugt. Angeblich sollen im Wald noch Bereiche der gepflasterten Straße vorhanden sein.
Von der Atmosphäre her ist Burg Staufenburg sehr angenehm. Die leicht urige Situation mit der weiten Aussicht nach Süden hin sorgt für eine gewisse Ausstrahlung, die den Aufenthalt sehr angenehm ausfallen lässt und zum Verweilen einlädt.

Historie

Burg Staufenburg soll der Sage nach der Lieblingssitz von Heinrich I. gewesen sein. Die erstmalige Erwähnung des Geschlechts in Verbindung mit der Burg erfolgte 1131 als Erenbrecht von Staufenburg auf dem Reichstag in Braunschweig war. Eine andere Quelle geht davon aus, dass die Anlage schon 1050 von dem Grafen von Katlenburg "Gerberdus de Stouphenburch" erbaut wurde. Ein Graf des Geschlechts ist 1130 als Ministerial bezeugt. Das Welfenhaus übernahm unter Heinrich dem Löwen im Jahre 1152 die Burg und verpfändeten sie. Die adligen Pfandnehmer nutzten die Anlage oftmals als Raubrittersitz. 1503 (andere Quelle: 1495) wird Staufenburg Witwensitz von der Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sie lebte bis 1522 und baute Staufenburg mit den Geldern aus Bergbau aus. 1532-1541 ist die Burg das Versteck von Eva von Trott, der Geliebten von Herzog Heinrich dem Jüngeren. Die Geschichte fand in der Politik und in der Dichterei große Beachtung.
Ab 1569 war die Burg wieder Witwensitz. Diesmal von der Herzogin von Münsterberg in Schlesien zu Oels. Sie funktionierte angeblich die Burg zu einer Art Krankenhaus um und half notdürftigen Menschen bis 1580. Ab 1587 ist Äbtissin Margarethe von Warberg Gefangene auf Staufenburg. Sie verwickelte sich in einem Liebesskandal und wurde verurteilt. Nach ihrem Aufenthalt wird die Anlage bis 1713 Amtsverwaltung von Staufenberg und anschließend bis 1778 Amtsgefängnis. Danach begann der fortwährende Verfall.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Staufenberg liegt nahe der B242 südlich von Seesen. Über die A7 Ausfahrt "Seesen (Harz)" auf der B243 Richtung Gittelde / Windhausen nach Gittelde abbiegen und in die Domäne Stauffenburg fahren. Diese war Privatbesitz, wurde aber jetzt unter mehreren Besitzern aufgeteilt. Für den Fall, dass man hier nicht parken darf, folgt man der B243 weiter Richtung Gittelde und biegt in die nächste Straße ab. Hier fährt man bis auf den Parkplatz des Freizeitlagers und folgt der Straße nach rechts immer geradeaus in den Wald hinein, am See vorbei bis rechts ein kleiner Weg den Berg hoch führt, der an einem Bach vorbeiführt. Dieser führt direkt zur Burg.
Von der Domäne aus sollte man der Straße weiter geradeaus folgen und die erste große Forststraße links abbiegen. Anschließend wendet man sich beim ersten kleinen Wanderweg wieder links. Der Wanderweg geht an einem Bach vorbei.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 16.09.2006

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