Sparrenburg, Sparrenberg, Sparenburg

Burg Sparrenburg, Sparrenberg, Sparenburg

Deutschland / Nordrhein-Westfalen

Burg Sparrenburg ist die nördlichste Spornburg Deutschlands. Sie thront weit sichtbar über der Stadt Bielefeld und ist gern genutzter Ausflugsort von Touristen und Einwohnern gleichermaßen. Die mächtige Festung beherbergt unzählige Baureste aus unterschiedlichen Epochen. Ihr Ausbau von der normalen Burg zur gigantischen Festung lässt sich vielerorts sehr gut nachvollziehen. Lohnenswert ist eine Begehung der Rondelle und Wehrmauern, von denen sich zahlreiche Sichtachsen in alle Richtungen eröffnen. Auch lässt sich noch deutlich erkennen, dass die Rondelle und Bastionen sich gegenseitig flankierten.
Obwohl die Festung recht großzügig abgetragen wurde, haben sich unzählige Reste erhalten, die heute zum Entdecken und Verweilen einladen. Ausführliche Informationstafeln weisen auf die Bauelemente hin. Ein Besuch lohnt sich!

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Adresse

Burg Sparrenburg, Sparrenberg, Sparenburg Am Sparrenberg
33602 Bielefeld Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Festung, Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 175 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:03-19:52 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: Außenanlage, Burghof: frei
Gebäude: Gastronomie, Museum

Noch in Arbeit

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Baubestand & Beschreibung

Keine Informationen vorhanden.

Historie

1214
Die Stadt Bielefeld wird gegründet. Es wird vermutet, dass es eine Burgzu dieser Zeit in der Nähe schon gab.

1250
Burg Sparrenburg wird durch die Grafen von Ravensberg zur Sicherung des Bielefelder Passes über den Teutoburger Wald errichtet.

1256
Die Burg Sparrenberg wird das erste Mal urkundlich erwähnt.

1346
Mit Graf Bernhard von Ravensberg stirbt das Geschlecht aus. Durch die Heirat von Bernhards Nichte Margarete von Ravensberg 1338 geht die Anlage an Graf Gerhard I. von Jülich-Berg.

18. November 1377
Kaiser Karl IV. übernachtet auf der Burg.

1410-1428
Burg Sparrenberg ist Herrschaftssitz von Graf Wilhelm II. von Ravensberg. Dieser stammt aus der Linie Jülich-Berg.

1511
Nach dem Tod von Herzog Wilhelm von Jülich-Berg gehen Burg und Grafschaft an den Schwiegersohn Herzog Johann von Jülich-Klieve-Berg.

1530
Errichtung eines Batterieturms für Geschütze an der Westseite.

1535
Unter Johann III. von Jülich-Kleve-Berg beginnt der Ausbau zur Festungsanlage mit Rondellen. Zudem entstand 30 m vor dem alten Burgtor (heute noch erhalten) das neue Festungstorhaus.

1556
Der italienische Festungsbaumeister Alessandro Pasqualini entwirft einen Geschützturm bzw. eine Bastion an der Westseite zur Sicherung einer Schwachstelle. Da diese Feldschlangen, also leichte Artilleriegeschütze, trug, erhielt sie den Namen Scherpentiner (Serpentin ist das lateinische Wort für Schlange).

Nach 1556
Burg Sparrenberg ist die größte Festung in Westfalen.

1609
Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg stirbt kinderlos. Es kommt zum Jülich-Klevischen Erbfolgekrieg zwischen dem Haupterben Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg und Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg.

1612
Festung wird durch ein Erdbeben beschädigt.

1614
Friedensvertrag von Xanten wird geschlossen. Die Burg geht an Brandenburg-Preußen, das sie an holländische Verbündete vergibt.

November 1615
Die holländische Besatzung trifft ein.

1623
Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges ziehen sich die Holländer unter dem Kommando von Graf Johann von Rietberg vor der spanischen Übermacht zurück.

1625
Der brandenburgische Oberst Gent versucht Festung Sparrenberg mithilfe der Bauern zurückzuerobern. Der Versuch scheitert.

1636
Schweden und Hessen belagern fast ein Jahr lang die Spanier in der Festung. Diese geben 1637 auf.

1642
Sparrenberg wird an die verbündeten Franzosen übergeben.

1648
Durch den Westfälischen Frieden fällt die Festung wieder an Brandenburg-Preußen. Friedrich Wilhelm von Brandenburg hält sich mehrmals auf der Festung auf.

1673, 1679
Im Französisch-Niederländischen Krieg hält die Anlage den Belagerungen durch münstersche und französische Truppen stand.

Ende 17. Jahrhundert
Burg Sparrenberg ist militärisch völlig veraltet und dient nur noch als Gefängnis. Viele Bereiche werden dem Verfall preisgegeben. Die Außenmauern und Gebäude werden abgetragen. Es entsteht unter Friedrich dem Großen aus dem Baumaterial die neue Kaserne in der Hans-Sachs-Straße.

1842-1843
Auf den Fundamenten des alten Bergfrieds wird ein neuer Aussichtsturm errichtet.

1879
Die Stadt Bielefeld kauft die Anlage für 8.934,90 Mark, obwohl der Wert auf 70.000 Mark angesetzt wurde.

1886 bis 24. April 1888
Der neogotische Palasbau mit Festsaal, Restaurant und Museum wird errichtet.

1900
Ein großes Denkmal von Friedrich Wilhelm von Brandenburg, erschaffen durch Fritz Schaper, wird vom letzten Grafen zu Ravensberg und den letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.

30. September 1944
Über den Zweiten Weltkrieg nutzte man Burg Sparrenberg als Flakstellung gegen Luftangriffe. An jenem Tag wird die Anlage schwer getroffen und zerstört.

1948-1987
Ständige Aufräumarbeiten und Restaurationen.

2007
Im nördlichen Kiekstattrondell findet man einen älteren Fußboden und eine ältere Verteidigungsanlagen, sowie weitere Zugänge zu Kasematten.

2008
In der Kernburg taucht bei archäologischen Untersuchungen ein großes, rechteckiges Gebäude aus der Zeit um 1500 auf.

Juli 2008
Es wurde ein Schacht in einen bis heute unbekannten Raum in 12 m Tiefe gefunden.

17. September 2014
Das Besucherzentrum der Sparrenburg wird eröffnet.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 06.06.2018

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