Runkel

Burg Runkel

Deutschland / Hessen

Burg des Monats

Burg Runkel wurde bei Burgenarchiv.de von den Besuchern zur "Burg des Monats November 2017" gewählt.
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Burg Runkel liegt an der Lahn, oberhalb des gleichnamigen Ortes. Sie ist eine der eindrucksvollsten Burgen Hessens und wurde mehrmals um- und ausgebaut. Heute lädt die Anlage mit spannenden Gewölben, hohen Türmen, eindrucksvollen Kulissen und zahlreichen erhaltenen Wehrelementen zum Entdecken und Verweilen ein. Ein Besuch lohnt sich!

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Adresse

Burg Runkel
Schlossplatz 2
65594 Runkel
Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Halbruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Museum, privat
Lage: 135 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:14-19:44 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: saisonal
Apr-Okt:
mehr
Eintrittspreise: Burg: kostenpflichtig
Website: Burg-Runkel.de

Baubestand & Beschreibung

Auf einem steilen Felsrücken in einer lang gezogenen Schleife der Lahn liegt die eindrucksvolle Burg Runkel. Sie stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert und wurde in der Folgezeit immer wieder erweitert, sodass sie heute die größte Burgruine Hessens ist. Sie beherbergt ein Museum und ist zum Teil Wohnsitz der Fürsten zu Wied. Einige Bereiche haben sich nur ruinös erhalten und stehen heute der Öffentlichkeit zur Besichtigung zur Verfügung.
Die Anlage wurde im Laufe der Jahrhunderte stetig erweitert. Heute besteht sie aus der Oberburg, der Unterburg und einer äußeren Wehranlage, die der Unterburg zugeteilt wird. Die Oberburg liegt auf dem höchsten Punkt des Felsens. Die Unterburg wurde im Westen davon auf einem niedrigeren Felsabschnitt errichtet. Während die Oberburg als Kernburg diente, nutzte man die Unterburg als Vorburg. Nach dem großen Brand 1634 ließ man die Oberburg als Ruine und baute die Unterburg zu einem stattlichen Wohnschloss aus.

Außenanlage und Topographie
Burg Runkel wird im Norden und Osten (zum Fluss hin) durch eine Steilwand geschützt. Im Süden und vor allem im Westen (zum Ort hin) ist der Hang bedeutend sachter, sodass in diese Richtungen ausgeprägte Wehranlagen entstehen mussten, die über die Jahrhunderte stetig erweitert und der jeweils aktuellen Waffentechnologie angepasst wurden. Der Zugang erfolgt über zwei Tore im Südwesten, die zuerst in den äußeren Hof und anschließend in den Inneren Hof der Unterburg münden. Von hier gelangt man heute wie damals über eine Wendeltreppe in die Oberburg.
Man betritt Burg Runkel heute wie damals von Südwesten über ein Doppelturmtor. Das Tor stammt aus dem 15. Jahrhundert und weist zwei halbrunde Flankierungstürme auf, die den Bereich vor dem Tor ins Kreuzfeuer nehmen konnten. Es lassen sich noch ein Rundbogenfries unterhalb der Fenster und teilweise Schießscharten für Feuerwaffen erkennen. Direkt hinter dem Tor liegt ein mächtiger und mehr als 10 m tiefer Halsgraben, der zum Teil gemauert ist.
Hinter dem Tor eröffnet sich der Blick auf das zweite Tor, das im Laufe der Zeit stark verändert wurde. Ursprünglich befand sich hier eine Zugbrücke mit gotischem Torturm, der zum Teil oben aus dem heutigen Tor herausschaut. Der Torturm war zur Burg hin aus Holz, also ein Schalenturm, der im Falle einer Eroberung mit Brandpfeilen angezündet werden konnte. Heute ist das Bauwerk mit Schiefer verkleidet und lässt sein Alter nur partiell erkennen. Hinter dem Torturm beginnt der Äußere Burghof der Unterburg.

Unterburg
Die Unterburg teilt sich in den Äußeren Hof und den Inneren Hof auf. Der Zugang mündet in den Äußeren Hof, der den gesamten südlichen Bereich einnimmt. Heute stößt man hier auf das Neue Kelterhaus und den südlichen Wohnflügel, der private Räume der Fürstenfamilie beherbergt. Im südlichen Wohnflügel befindet sich eine Tordurchfahrt, die zum Südzwinger führt. Der Südzwinger ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und beherbergt neben einer äußeren Wehrmauer einen quadratischen Wehrturm, der die Burg vor allem nach Süden flankierte. Dem Besucher bleibt vom Äußeren Hof nur die Möglichkeit über ein Tor mit Wappen in den Inneren Hof zu gelangen.
Der Innere Hof besteht aus zwei Gebäudeflügel, die u-förmig an der Westseite der Oberburg anlehnen. Es handelt sich um einen in sich geschlossenen Gebäudekomplex, der vor allem aus Bauwerken mit mindestens zwei bis drei Stockwerken besteht. Ursprünglich diente der Innere Hof als Vorburg und wird erstmals 1220 zusammen mit der Kapelle erwähnt. Im 17. und 18. Jahrhundert nach der Zerstörung von Burg Runkel wurde der Innere Hof für Wohnzwecke repräsentativ ausgebaut. Im Mittelalter befanden sich hier nur Wirtschaftsgebäude mit eigener Ringmauer. Auf der Ringmauer lag ein überdachter Wehrgang mit Schießscharten, von denen sich das Feuer Richtung Norden eröffnen ließ. Später wurde der Wehrgang durch Gebäude ersetzt und die Ringmauer in den Bauwerken integriert. Heute beherbergen die Gebäude die fürstliche Verwaltung, Teile des Museums, einen Ahnensaal und eine Kapelle.
Zu den ältesten Bauwerken des Inneren Hofs zählt der gotische Palas (Gebäude mit dem Tor), auch Flügelbau genannt. In dem Gebäude liegen der Ahnensaal und die Kapelle von 1220. Ihm gegenüber befindet sich auf der anderen Hofseite der Corps de Logis, in dem heute im Museum eine Waffensammlung ausgestellt wird. Von hier führt eine Wendeltreppe innerhalb der Gebäude hoch zur Kernburg, bzw. Oberburg.

Oberburg (Kernburg)
Die Oberburg liegt auf dem höchsten Punkt des Felsens und bildet heute eine der eindrucksvollsten Ruinen der Region. Sie liegt 40 m oberhalb der Lahn und bietet vor allem vom Fluss aus einen eindrucksvollen Anblick. Seit ihrer Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg ist sie eine Ruine, die seit dem 20. Jahrhundert aufwendig erhalten wird.
Die Oberburg besteht aus drei mächtigen Türmen, mehreren Gebäuden und mindestens einem kleinen Hof. Zur Hauptangriffsseite hin (nach Westen und Südwesten) findet sich eine dicke Schildmauer. Von der Schildmauer aus ließ sich die gesamte Unterburg flankieren, d.h. im Falle eines eindringenden Feindes beschießen. Im Süden findet man eine kleine Wehrplattform, die eventuell als eine Art Bastion gedient haben kann.
Der Zugang zur Oberburg erfolgt heute wie damals von der Unterburg über eine Wendeltreppe, einen anschließenden kleinen Zwinger, gefolgt von einer weiteren Wendeltreppe. Von hier führt ein Weg in die Kellergewölbe unterhalb des Palas. Diese dienten vor allem als Waffenkammer, Folterkammer und Weinkeller. Über mehrere Wege gelangt man in den ehemaligen Burghof der Oberburg.

Oberburg - Die drei Türme
Die Oberburg besitzt drei Türme, die sich heute noch größtenteils erhalten haben. In der Mitte liegt der alte Bergfried. Am südlichen Ende steht der Südturm und am nördlichen Ende der Schadecker Turm. Da alle Türme ähnliche Maße haben und sehr wuchtig sind, geht man davon aus, dass sie als Bergfriede gedient haben. Somit ist Burg Runkel mit drei Bergfrieden eine absolute Seltenheit und nahezu einzigartig in Deutschland.
Der Bergfried
Der älteste Turm ist der mittlere Bergfried. Er soll das erste Bauwerk der Burg aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert sein. Der Turm ist fünfeckig (schiffförmig) und zeigt mit der Spitze nach Südwesten zur Hauptangriffsseite hin. Auf diese Weise war gewährleistet, dass Geschosse aus dieser Richtung am Turm abprallten oder abstreiften und keine größeren Schäden anrichten konnten. Der Turm hat eine Grundfläche von 8,8 auf 9,5 m und ist mehr als 20 m hoch.
Vor dem Turm liegt die mächtige Schildmauer, die die Gebäude innerhalb der Burg vor einschlagenden Geschossen schützte. Sie nimmt die komplette Fläche zwischen dem Nordturm und dem Südturm ein.
Der Schadecker Turm
Der Schadecker Turm nimmt die Nordspitze der Oberburg ein. Er bildet zudem das nördliche Ende der Schildmauer. Nachdem aufgrund von Streitigkeiten vor 1288 die Burg Schadeck im Norden errichtet wurde, begann man in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts mit dem Bau des Schadecker Turms. Er wurde als Zeichen der Macht und zum Schutz der Oberburg vor Geschossen aus dieser Richtung errichtet, da sich zu dieser Zeit die ersten Waffen mit genügend Reichweite entwickelten.
Auch der Schadecker Turm hat eine ähnliche fünfeckige Form wie der Bergfried. Seine Spitze ist auf die Burg Schadeck ausgerichtet. Mit einer Grundfläche von 7,5 m auf 8,5 m ist er nur minimal kleiner als der Bergfried. Der Name des Turms leitet sich von der Burg Schadeck ab. Man geht heute davon aus dass der Name Schadeck auf die Bedeutung zurückgeht, dass die Burganlage der Burg Runkel Schaden zufügen sollte. Sie liegt direkt in einer Kurve des Flusses (quasi eine Ecke) nahe der Burg Runkel, wodurch sich der Name Schadeck bildet.
Der Südturm
Mit der Erfindung weitreichender Waffen musste die Oberburg auch nach Süden hin verteidigt werden. So entstand im 15. Jahrhundert der 26 m hohe Südturm. Mit einer Grundfläche von 7,5 m auf 7,5 m ist er der kleinste der drei Türme. Zudem weist er einen quadratischen Grundriss auf und besitzt eine Steintreppe im Mauerwerk. Er gilt als das letzte Bauwerk mit Wehrfunktion, das in der Oberburg von Burg Runkel errichtet wurde.

Oberburg - weitere Gebäude
Der Ursprung der Oberburg liegt in dem bereits genannten Bergfried. Nahezu zeitgleich entstand im 13. Jahrhundert nördlich davon der Palas, gefolgt von weiteren Gebäuden.
Der Palas ist heute nur noch an der äußeren Ringmauer erkennbar. Es haben sich zahlreiche romanische Fenster, Giebelansätze, Bögen, Türöffnungen und Kaminschächte erhalten. Im Mauerwerk lassen sich unter anderem auch Fischgrätenmuster erkennen, die recht selten sind.
Der nördliche Bereich der Oberburg, in dem sich der Palas befand, war recht eng bebaut. An allen Seiten lehnten Gebäude an, die in ihrer Mitte einen kleinen Burghof von ca. 5 auf 10 m aufwiesen. Die Gebäude und ihre Hoffassaden sind bis auf Grundmauern unter der Erde vollständig verschwunden.

Fazit
Burg Runkel ist eine sehr schöne und vor allem eindrucksvolle Burg, die in ihrer Art einzigartig ist. Obwohl sie sich heute in Privatbesitz befindet, kann sie zum größten Teil besichtigt werden und steht dem Besucher für ein Eintrittsgeld offen. Mit ihren drei Bergfrieden ist sie eine Seltenheit, die bis in das 17. Jahrhundert hinein sehr mächtig und majestätisch gewirkt haben muss. Bis heute haben sich viele Elemente erhalten, die zusammen mit der Lahnbrücke, der Burg Schadeck und dem ruhigen Flüsschen zum Entdecken und Verweilen einladen. Ein Besuch lohnt sich!

Historie

Einer Sage nach soll ein Ritter von Karl dem Großen die Burg um 778 errichtet haben. Der Mann kämpfte in den Pyrenäen gegen die Mauren bei einem Ort namens Ronceveaux, wovon sich der Name Runkel ableiten soll. Heute vermutet man eher, dass der Name seine Herkunft aus der keltischen Sprache hat und von dem Wort "Runkal" (Bergfels) abstammt.
Die Existenz der Burg Runkel ist seit 1159 nachweisbar. In jenem Jahr wird die Wehranlage zusammen mit Siegfried von Runkel genannt, der in der Urkunde als Zeuge für die Belehnung der Burg Nassau erwähnt wird. Erzbischof Hillin von Trier vergab in dem Schriftstück die Burg Nassau als Lehen an Gräfin Beatrix von Laurenburg.
Wann genau Burg Runkel gebaut wurde ist unbekannt. Man geht davon aus, dass Siegfried von Runkel der Erbauer gewesen sein könnte, der sie im Auftrag des Stauferkaisers Friedrich Barbarossa errichtete. Grund war die Sicherung der Furt, die unterhalb der Burg über die Lahn ging.
Um 1250 brach Streit in der Familie von Runkel aus. Dieser eskalierte so weit, dass Siegfried V. von Runkel seinen Vettern Heinrich von Runkel 1276 kurzerhand aus der Burg vertrieben hat. Noch vor seinem Tod begann Heinrich mit der Errichtung der Burg Schadeck, die direkt auf der anderen Talseite zu Runkel liegt. Schadeck wird erstmals zusammen mit dem Tod von Heinrich von Runkel 1288 genannt. In jenem Jahr folgt auch die Teilung der Herrschaft in Runkel und Westerburg.
1315 wird erstmals Dietrich von Runkel urkundlich erwähnt. Sein vermuteter Enkel Dietrich III. von Runkel beginnt 1376 mit der Erweiterung der Burg um einige Schlossbauten. Zudem erweitert er seine Herrschaft um die Bereiche Schupbach und Aumenau, die teilweise vorher zu Westerburg gehörten.
1440 beginnen derer von Runkel mit dem Bau der Lahnbrücke, die zukünftig die Furt ersetzen sollte. Auf der Brücke waren eine Zollstation und ein Wehrturm geplant, was Graf Reinhard von Westerburg (Besitzer der anderen Uferseite) als Bedrohung auffasste. Die Streitigkeiten dauerten bis 1448 an. Erst in jenem Jahr konnte die Brücke beendet werden.
1553 ist Melanchthon (Freund von Luther) Gast bei Graf Johann IV. von Wied auf Burg Runkel. 1568 wird schließlich die Reformation in der Ortschaft eingeführt.
1595 kommt es zur Teilung der Herrschaft Wied unter zwei Familienmitgliedern. Wilhelm IV. von Wied-Runkel erhält die Obere Grafschaft Wied, während sein Neffe Johann Wilhelm von Wied-Runkel die Niedere Grafschaft Wied erhält. Streitigkeiten in der Folge führen dazu, dass am 9. September 1622 Graf Hermann II. von Wied-Runkel von seinem Bruder Philipp Ludwig von Wied-Runkel aus der Burg vertrieben wird.
Am 15. Oktober 1634 zieht der 30-jährige Krieg in der Stadt ein. Einige Soldaten überwinden die Stadtmauer, worauf hin die Burg kampflos übergeben wird. Burg Runkel war zu diesem Zeitpunkt waffentechnisch stark veraltet und nicht auf Kanonenbeschuss ausgelegt. Der Eroberer Graf Isolani, der mit kroatischen und österreichischen Truppen marschierte, zündete Burg und Ort an. Es folgte kein Wiederaufbau der Oberburg, während die Unterburg wieder hergerichtet wurde.
1692 vererbt Friedrich von Wied-Runkel die Obere Grafschaft Wied an seinen Enkel Maximilian Heinrich von Wied-Runkel. Dieser erwirbt schließlich große Teile der Grafschaft Wied und benennt das neue zusammengelegte Herrschaftsgebiet in Wied-Runkel um. In einem Pistolenduell 1706 wird Graf Maximilian zu Wied-Runkel schließlich von Graf Georg Herman von Leiningen-Westerburg erschossen. 1791 wird Graf Friedrich Ludwig von Runkel durch Kaiser Leopold II. in den Fürstentitel erhoben.
in der Folgezeit besetzen unterschiedliche Streitmächte Burg Runkel. 1719 stationiert man hannoversche Truppen auf der Anlage. 1758 ziehen die Sachsen ein, die 1759 durch die Franzosen abgelöst werden. 1794 werden Ort und Burg Teil der Revolutionskriege. Zwei Jahre später, also 1796, vertreiben darmstädtische Truppen mitten in der Nacht die Franzosen.
1806 erfolgt die Eingliederung der Herrschaft Runkel in das Großherzogtum Berg. Es entsteht ein nassauisches Amt, das in Runkel untergebracht wird. Karl Ludwig Friedrich Alexander Fürst zu Wied ist Amtsverwalter. Er stirbt im März 1824, sodass das Erbe eigentlich an seinen Bruder Friedrich Ludwig zu Wied gehen sollte. Dieser stirbt aber ebenfalls im April 1824, womit die Linie ausstirbt. Die beiden Herrschaften Wied und Runkel werden schließlich an die Linie Wied-Neuwied übergeben und gehen in den Besitz von Hermann Karl Fürst zu Wied, dessen Nachfahren noch heute im Besitz der Burg sind.
Heute beherbergt Burg Runkel ein Museum, Privaträume und die Oberburg als Ruine. Sie ist teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde sie immer wieder mühsam restauriert, da sich aufgrund von Witterung und Bewegungen im Gestein immer wieder Risse bilden.

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Anfahrt

Von der A3 Abfahrt "Limburg Süd" auf die B8 Richtung Limburg. Innerorts abfahren nach Eschhofen und über Ennerich nach Runkel. In Runkel der Ausweisung zur Burg Runkel folgen. Vor der Burg gibt es einige wenige Parkplätze.

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Literatur

- http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14791 - letzter Aufruf: 02.01.2015
- http://www.burg-runkel.de - letzter Aufruf: 02.01.2015
- Informationstafeln

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 02.01.2015

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