Rabenstein

Burg Rabenstein

Deutschland / Bayern

Auf einem Felssporn oberhalb des Ailsbachs thront in majestätischer Höhe die Burg Rabenstein. Die mehrmals zerstörte und wiederaufgebaute Wehranlage ist heute in Privatbesitz, kann aber besichtigt werden. Neben einer Falknerei und einer Gastronomie gibt es Führungen durch große Teile der Burganlage. Ein Besuch lohnt sich!

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Adresse

Burg Rabenstein Rabenstein 33
95491 Ahorntal Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Museum
Lage: 400 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:04-18:33 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Ganzjährig
Außenanlage: offen
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Eintrittspreise: Außenanlage: frei
Burg: Führung
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Website: Burg-Rabenstein.de

Baubestand & Beschreibung

Auf einer lang gezogenen Felsspitze hoch über dem Ailsbachtal thront die Burg Rabenstein. Sie gehört zu den schönsten Hochburgen der Fränkischen Schweiz und ist im Besitz eines Unternehmens, das sie für unterschiedliche Arten von Veranstaltungen nutzt.
Burg Rabenstein stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, wurde aber im Laufe der Zeit so oft zerstört, dass man heute auf einen bunten Mix aus Bauwerken aus sechs Jahrhunderten stößt. Durch die Wiederaufbaumaßnahmen zwischen 1495 und 1830 sind viele typisch mittelalterliche Abwehranlagen, wie zum Beispiel Türme und Mauern durch repräsentative und dekorative Schlosselemente ersetzt worden, sodass Rabenstein heute eine Art Schlossburg bildet.

Kernburg
Die Kernburg thront auf einem hohen Felssporn weit oberhalb des Ailsbachtals. Sie setzt sich aus zahlreichen Gebäuden zusammen, die auf engstem Raum kompakt errichtet wurden, umso viel Fläche wie möglich von dem kleinen Felsen zu nutzen. Zur Vorburg hin trennt ein tiefer Halsgraben die Kernburg vom Rest des Berges. Heute wie damals führt eine steinerne Brücke über diesen Graben. Links neben dem Tor lässt sich ein großer, wieder aufgebaute, runder Turm erkennen, von dem ursprünglich Gegner unter Beschuss genommen werden konnten, die sich auf der Brücke befanden.
Der Zugang zur Burg erfolgt über das Burgtor. Hinter dem Tor beginnt ein langer, l-förmiger Gebäudekomplex, der mehr als die Hälfte des Bergsporns einnimmt. Zahlreiche Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen wurden aufgrund von Platzmangel direkt aneinander gebaut und gehen nahtlos ineinander über.
Im Inneren beherbergt Burg Rabenstein ein Museum, das sich nur im Zusammenhang mit einer Führung besuchen lässt. Neben zahlreichen Ausstellungsstücken wird auch auf die Architektur und die Geschichte der Burganlage eingegangen.

Vorburg
Die Kernburg wird nach Nordwesten durch die ausgedehnte Vorburg geschützt. Sie liegt wie ein Vorwerk vor dem Eingang der Kernburg und beherbergte zahlreiche Wirtschaftsgebäude.
Der Wirtschaftshof in der Vorburg ist seit Jahrhunderten die Haupteinnahmequelle der Burgherren. Genau wie heute handelte es sich um eine große Anzahl von Gebäuden, die von einer Mauer und einem Graben umgeben waren. Bis auf die Gebäude haben sich nur wenige Reste der Wehranlagen der Vorburg erhalten. Im Waldboden lassen sich noch Geländespuren eines Grabens erkennen. Innerhalb der Vorburg haben sich Mauerreste erhalten.
Die Vorburg beherbergt heute eine Gastronomie, eine Falknerei und andere touristische Einrichtungen.

Fazit
Rabenstein ist eine schöne, schlossähnliche Burganlage über dem malerischen Ailsbachtal. Sie wird touristisch gesehen rege genutzt und lädt mit Gastronomie, Burgführung und Falknerei während der Öffnungszeiten zu einem Besuch ein. Ihre eindrucksvolle Lage auf dem Sporn und die zahlreichen Gebäude aus unterschiedlichen Epochen machen sie in ihrer Art einzigartig. Ein Besuch lohnt sich.

Historie

Burg Rabenstein wurde vermutlich durch die Herren von Waischenfeld errichtet. Erstmals taucht der Name Rabenstein in einer Urkunde von 1188 im Zusammenhang mit Eschwin von Rabenstein auf. Schon 1219 wird die Herrschaft von derer von Schlüsselberg übernommen.
1307 wird erstmals schriftlich die Burg erwähnt. Sie erscheint in einem Schriftstück, in dem die Herren von Schlüsselberg die Burg an den Groß von Trockau übergeben. Dieser wiederum ist verwandt mit derer von Rabenstein.
Im Jahre 1349 geht Burg Rabenstein mitsamt der Ländereien in den Besitz der Burggrafen von Nürnberg über. In der Folgezeit wird sie Opfer mehrerer Zerstörungen. Als Konz von Wirsberg die Burg 1495 übernimmt, hat sich vermutlich so gut wie nichts mehr erhalten. Es entsteht ein nahezu vollständiger Neubau, der aus Stein errichtet wurde. Die meisten Elemente der heutigen Anlage stammen aus dieser Zeit.
1557 kehren derer von Rabenstein auf ihre alte Stammburg zurück. Daniel von Rabenstein errichtet 1570 eine Renaissanceanlage, die damals die größte der Fränkischen Schweiz war.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage erneut durch kaiserliche Truppen vollständig zerstört. Nach dem Dreißigjährigen Krieg lag Burg Rabenstein mal wieder in Schutt und Asche. Derer von Rabenstein gaben aber nicht auf und begannen 1648 mit der Wiederherstellung der Vorburg, die für die Einnahmen der Familie wichtig war.
1742 sterben derer von Rabenstein aus. Die Anlage wird aus dem Nachlass von den Grafen von Schönborn erworben. In der Folgezeit wird Burg Rabenstein erneut wieder aufgebaut und steht 1830 Ludwig I . König von Bayern und seiner Gemahlin Therese für einen Besuch zur Verfügung.
Ab 1970 begann man Burg Rabenstein zu restaurieren. Die Renovierungs- und Sarnierungsarbeiten dauerten bis nach 2000 an. Bis 1975 war sie im Besitz der Grafen von Schönborn. Seit 2004 gehört sie einem Privatunternehmen, das die Anlage für Veranstaltungen genutzt.

Events in der Nähe

Zu dieser Burg und den Nachbarburgen liegen uns keine Veranstaltungen vor. Sie können hier gerne eine eintragen:

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Anfahrt

Burg Rabenstein liegt bei Ahorntal, südwestlich von Bayreuth. Die schnellste Anbindung erfolgt über die A9. A9 bis Ausfahrt "Trockau" folgen und abfahren Richtung Vorderkleebach / Poppendorf. Über Vorderkleebach, Poppendorf, Freiahorn nach Schweinsmühle. Hier von der Hauptstraße Richtung Waischenfeld abbiegen und gleich wieder links. Die Burg ist ab Schwensmühle ausgeschildert.

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Sonstige Einrichtungen

Auf der Burg gibt es eine Falknerei.

Gastronomie

Auf der Burg gibt es eine Gastronomie.

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Literatur

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 08.03.2018


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