Osterode, Alte Burg

Burg Osterode, Alte Burg

Deutschland / Niedersachsen

Von der ehemaligen Alten Burg in Osterode steht heute nur noch der Bergfried. Die Wehranlage diente ursprünglich zur Überwachung der beiden Täler der Flüsse Lerbach und Söse, die unterhalb der Burg zusammenfließen und wurde im 12. Jahrhundert gegründet. Mit dem Aussterben des Geschlechts 1513 begann der Verfall. Heute dient der Burgberg als Friedhof. Im Gelände lässt sich teilweise noch die Struktur der Burg erkennen, die aber größtenteils durch die Terrassierung des Friedhofs zerstört wurde. Der Turm ist der letzte Rest der Burg. Die eindrucksvollen Überreste mit mehr als drei Stockwerken stammen aus dem 12. Jahrhundert. Zu dem Turm gibt es keinen Weg mehr. Er lässt sich nur vom Friedhof aus betrachten. Da er einsturzgefährdet ist und Steinschlag besteht, raten wir von einem Abweichen der Wege ab!

Adresse

Burg Osterode, Alte Burg
37520 Osterode im Harz
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 240 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:25-19:25 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: geschlossen
Eintrittspreise: nicht zugänglich

Baubestand & Beschreibung

Auf einem Bergsporn des Butterbergs liegt inmitten eines Friedhofs die Alte Burg Osterode. Ursprünglich bestand die Anlage aus einer Kernburg, die durch einen Halsgraben im Osten vom Rest des Berges getrennt wurde. Im Westen befand sich eine Vorburg. Der Halsgraben wurde verschüttet und ist nur noch im Ansatz erkennbar. Die Burg bestand aus einem Bergfried, einer Ringmauer und mehr als einem Gebäude. Von den Gebäuden lassen sich noch inmitten dichter Vegetation Geländespuren erkennen.

Bergfried
Auffallendstes Gebäude und zeitgleich Wahrzeichen der Stadt ist der romanische Bergfried. Der runde Turm hat sich zur Hälfte erhalten und trägt heute auf den Mauerkronen dank aufwendiger Konservierung Gipsbetonhauben. In der allgemeinen Literatur wird der Turm immer als einer der größten Bergfriede Mitteleuropas bezeichnet.
Da nur die Nordhälfte des Bergfrieds erhalten geblieben ist, eröffnet sich von Süden ein guter Blick auf die Innenseite der Außenmauer. Der Turm besaß ursprünglich mindestens fünf Geschosse und ist heute noch 20 m hoch. Balkenlöcher verweisen auf die Zwischendecken der einzelnen Geschosse.
Vermutlich besaß der Turm einen typischen Aufbau. Während das Untergeschoss von einem Verlies mit Angstloch eingenommen wurde, dienten die oberen Stockwerke als Aufenthaltsorte. Im obersten Geschoss vermutet man eine beheizte Kemenate mit Kamin und darüber eine Aussichtsplattform unter einem spitzen Dach.

Fazit
Von der kleinen Anlage hat sich bis heute nur ein Teil des eindrucksvollen Bergfrieds erhalten. Dieser steht heute auf einem Friedhof und ist von allen Seiten stark umwachsen. Zudem herrscht in unmittelbarer Nähe des Turms immer wieder Steinschlaggefahr. Eine Besichtigung der Anlage lohnt sich dementsprechend kaum. Der Ort Osterode hingegen lädt zu einem Besuch ein.

Historie

Es gibt die Vermutung, dass Burg Osterode schon um 900 zur Sicherung gegen die Ungarneinfälle entstanden sein soll. Sie war später Eigentum der Herren von Katlenburg, die die Anlage 1106 an Heinrich den Löwen übergaben.
1152 wird der Ort Osterode in der Fehde zwischen dem Welfen Heinrich dem Löwen und dem Askanier Albrecht I. dem Bären stark beschädigt. Inwieweit die Burg betroffen ist, weiß man heute nicht. Im Folgejahr 1153 kommt es zur ersten urkundlichen Nennung der Burg.
1195 geht Osterode an Otto IV. und im 13. Jahrhundert an Otto das Kind. Gegen Mitte des 13. Jahrhunderts ist sie Eigentum von Albrecht I. von Braunschweig. 1402 erbt Heinrich I. von Braunschweig-Grubenhagen Osterode und nutzt sie als Familiensitz.
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts verliert Burg Osterode stark an Bedeutung. 1485 verlegt Philipp I. von Braunschweig-Grubenhagen die Residenz auf das Schloss Herzberg, nachdem sein Vater Herzog Albrecht II. von Braunschweig-Grubenhagen verstorben war. In der Folgezeit diente sie ab 1486 nur noch als Witwensitz der Mutter von Philipp, genannt Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Grubenhagen. Noch zu ihren Lebzeiten galt die Burg als stark verfallen. Mit dem Tod der Herzogin 1513 wird Osterode endgültig zur Ruine.
Die alte Wehranlage scheint schnell zu verfallen. Der Baugrund gab nachgewiesenermaßen nach und die Anlage wurde nach zahlreichen Katastrophen, wie zum Beispiel einem Stadtbrand immer wieder als Steinbruch genutzt. 1551 ist sie dermaßen ruinös, dass sie im Inventar der Burgen und Schlösser der Linie Braunschweig-Grubenhagen nicht mehr genannt wird.
In der Neuzeit begann man mit Sicherungsmaßnahmen des Turmes. Obwohl die Anlage 1995 bis 1997 konserviert und saniert wurde, brechen immer wieder Teile des Turms ab.

Events in der Nähe

Zu dieser Burg und den Nachbarburgen liegen uns keine Veranstaltungen vor. Sie können hier gerne eine eintragen:

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Anfahrt

Von der A7 über die Ausfahrt " Echte" Richtung Willershausen und kurz vor Osterode auf die B241 wechseln. Der Straße in den Ort und anschließend der Ausschilderung zum Friedhof folgen. Die Anlage liegt am westlichen Ende des Friedhofs und ist nicht zu übersehen.

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Sonstige Einrichtungen

Auf der Burg herrscht Steinschlag!

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Literatur


Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 13.01.2015


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