Oebisfelde

Burg Oebisfelde

Deutschland / Sachsen-Anhalt

Burg Oebisfelde liegt inmitten des gleichnamigen Ortes an dem Fluss Mühlenaller. Die Anlage stammt wahrscheinlich aus dem 10. Jahrhundert und wurde als Wasserburg in einem Moor errichtet. Das Moor gibt es heute nicht mehr, die teilweise umgebaute Anlage schon. Es haben sich nahezu alle Gebäude erhalten. Sie sind sind heute teilweise privat. Das Betreten der beiden Burghöfe ist gestattet. In der Anlage befinden sich heute ein Museum und eine Bibliothek. Es lassen sich noch die Ringmauer, die Gebäudestrukturen und der 36 Meter hohe Bergfried erkennen, der mit seinem schlanken Auftreten recht eindrucksvoll wirkt. Ein Besuch lohnt sich.

Adresse

Burg Oebisfelde
Burgstr.
39646 Oebisfelde
Parken: an Straße, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Niederungsburg
Nutzung: Museum, Bibliothek, Privat
Lage: 68 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:20-19:24 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: privat, offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Oebisfelde befindet sich am südlichen Ende der gleichnamigen Stadt. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs Oebisfelde bis an die Burg heran und ist heute nur noch durch einen kleinen Grünstreifen von dieser getrennt.
Bei der Burg handelt es sich um eine alte Sumpf-, bzw. Wasserburg. Oebisfelde stand inmitten der Aller und war durch einen vorgelegten Wall, der im Wasser lag nach Süden geschützt. Nach Norden zog sich ebenfalls ein mit Wasser gefüllter Graben, der die Burg zur Stadt trennte. Nach Osten und Westen war die Anlage mit der Stadtmauer verbunden. Von der äußeren Wehranlage und den Wassergräben fehlt heute jede Spur. Nur ein Garten an der Außenfassade der Burg erinnert an den Graben und weist dessen ungefähre Dimensionen auf.
Burg Oebisfelde besitzt heute zwei Eingänge. Der Durchgang zwischen Kern- und Vorburg ist nicht mehr existent, so dass man nach Verschüttung des Grabens für beide Burgelemente eigene Einfahrten anlegte. In der Burgstraße stößt man noch auf den ehemaligen Zugang, der direkt in die alte Vorburg führt und einst mit einer Zugbrücke über den Graben erschlossen gewesen sein soll. Hinter dem Tor eröffnet sich der Blick auf einen sehr großen Vorburghof, der zu allen Seiten eingerahmt von Gebäuden ein geschlossenes Bild liefert. Zur Kernburg hin erkennt man den Bergfried, der alle Gebäude überragt. Vor diesem schiebt sich ein Bau, errichtet auf den Fundamenten des Gartenhauses und ein Gebäude, stehend auf den Resten der Kellerdielenscheune und des Brauhauses. Die Gebäude stehen wie ein Riegel zwischen Kern- und Vorburg. Ein Verbindungstor an dieser Stelle ist folglich nicht mehr existent. Die Ostseite der Vorburg wird von der Ruinen, der einstigen "Krummen Scheune" eingenommen, deren alte Tordurchgänge auf einen riesigen Bau schlussfolgern lassen. Ein Fachwerkhaus, das das Gesindehaus als Vorgänger aufweist und heute das Museum beherbergt, sowie die Kapelle, die im oberen Stockwerk die sakralen Räumlichkeiten der Burgherrschaften und im Erdgeschoss die sakralen Räume des Gesindes beinhaltet, schließen an die Ruine an. Der Burghof der Vorburg bildet im Gesamtbild ein interessantes Aussehen. Die Bauten haben im Laufe der Jahrhunderte zwar im gewissen Maße ihr Aussehen verändert, weisen dennoch eine mittelalterlich wirkende Fassade auf. Der große Burghof gibt die Möglichkeit umherzuwandern und alle Bauten aus der Nähe zu betrachten.
Die Kernburg schließt direkt im Westen an die Vorburg an. Ihr neuer Zugang liegt im Westen und geht von der Bundesstraße ab. Er ist ebenerdig, seine Straße verläuft durch den ehemaligen Graben direkt auf den Burghof der Kernburg, der wesentlich kleiner ist, als der Hof der Vorburg. Der Zugang zur Kernburg wird heute durch zwei Fachwerkbauten beschrieben, die in dieser Form im Mittelalter nicht existent waren. In dem südlichen Bau stößt man auf die Touristeninformation, direkt im Anschluss befindet sich der Bergfried, der mit seinen 27m Höhe einen imposanten Eindruck liefert. Hervorragend erhalten ist der enge Burghof, der zu dieser Entstehungszeit sehr oft in Deutschland Verwendung fand. Begrenzt wird er durch den freistehenden Bergfried, den beiden Fachwerkbauten am Eingang, sowie den Rückseiten des ehemaligen Brauhauses, der ehemaligen Kellerdielenscheune und des ehemaligen Gartenhauses. Nach Norden hin trifft man auf den größten und umfangreichsten Bau der Burg, den Palas. Durch seine Höhe und Breite weist er sich heute noch als imposant und majestätisch aus. An seiner Hoffassade, wie auch an allen anderen Gebäuden lassen sich Umbauten und Wiederaufbauten erkennen. Neben einem Brunnen stößt man an den Bauten auf zahlreiche kleine Details und Fenster, die unter anderem auf die Funktionen hindeuten.
Von der Atmosphäre her ist Burg Oebisflede angenehm, auch wenn die laute Bundesstraße in unmittelbarer Nachbarschaft für einen gewissen Lärmpegel sorgt. Die gut erhaltenen und hervorragend erkennbaren Elemente geben die Möglichkeit die Burg im Kopf zu rekonstruieren und sich das einstige Aussehen vorstellen zu können. Die gegebene Bewegungsfreiheit lädt zum Erkunden und Verweilen ein.

Historie

Burg Oebisfelde entstand wahrscheinlich schon im 10. Jahrhundert. In der Mitte des 13. Jahrhunderts baute man die Burg zu einer Befestigung aus. Seit Beginn soll es sich um eine Sumpf-, bzw. Wasserburg handeln. Die Burg ist von allen Grundmauern her noch erhalten.
Stadt und Burg werden erstmals im Jahre 1014 und 1073 in einer Schenkungsurkunde mit dem Namen Oeisfelde (Ysfelde) genannt. 1226 kommt es zur erstmaligen Erwähnung als Stadt "Ovesfelde" und der Burg unter Wolbertus de Ousfelde. Eine weitere Nennung findet 1263 statt. Die Katharinkirche wird erstmals 1314 genannt. 1337 wütet in Oebisfelde die Pest.
Das Stadtwappen der Burg ist eine Eule, die von dem Burgherrn Günter von Oberg verliehen und vom Landesherrn im Jahre 1444 bestätigt wurde. In den Schmalkaldischen Kriegen wird die Burg und Stadt mehrfach verwüstet. 1547 kam es zu der endgültigen Zerstörung der Burg.
Heute dient die Burg als Touristeninformation, Bibliothek und Museum.

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Anfahrt

Burg Oebisfelde befindet sich direkt im gleichnamigen Ort an der B188. Über die A2 Ausfahrt "Helmstedt West" über die B244 nach Velpke und weiter über die B188 nach Oebisfelde. In Oebisfelde ist die Burg am Ortseingang durch ihren Bergfried zu sehen.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 04.04.2007


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