Krukenburg

Burg Krukenburg

Deutschland / Hessen

Burg Krukenburg liegt oberhalb von Helmarshausen und dem Tal des Flusses Diemel an dem Rand eines Plateaus. Die Anlage mit der Gründung im 10. Jahrhundert hat sich partiell erhalten. Zu erkennen sind der Bergfried, ein Wohnturm, ein Wehrturm, die Ringmauer, der Ringgraben und eine eindrucksvolle Kirchenruine. Die Kirche war damals der Anlass zum Bau der Burg. Sie steht zentral in der Wehranlage und besitzt teilweise noch ihr Gewölbe. Der eindrucksvolle Bau wird durch den Bergfried und den Wohnturm geschützt. Die Anlage ist in ihrer Art einzigartig und einen Besuch wert!

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Adresse

Burg Krukenburg
34385 Bad Karlshafen-Helmarshausen
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Randburg
Nutzung: -
Lage: 182 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:11-15:55 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Saisonal
Apr-Okt:
mehr
Eintrittspreise: Burg: kostenpflichtig

Baubestand & Beschreibung

Burg Krukenburg befindet sich auf einem Bergsporn oberhalb des Ortes und Klosters Helmarshausen. Die Anlage gehört von der Typologie her zu den Kirchenburgen, sondert sich aber durch einige Bereiche stark von einer herkömmlichen Kirchenburg ab.
Der Zugang erfolgt über den Halsgraben, der heute die Kasse beherbergt. Von hier führt ein Weg durch ein kleines Doppeltor direkt in die Kernburg. Schon vom Eingang aus eröffnet sich der Blick auf die eindrucksvollen Überreste der Kirche, die seither Mittelpunkt der Verteidigungsanlage und somit auch Grund zum Bau dieser war. Der Grabeskirche in Jerusalem nachempfunden, entstand ein sakrales Gebäude mit vier Flügeln (zwei Seitenaltären, Krypta, Chor), die mit Tonnengewölben überdacht waren. Der Mittelbau war einst doppelt so hoch wie die Seitenflügel und beherbergte eine Kuppel mit 13m Durchmesser. Die hohen Mauern zeugen von der ursprünglichen Höhe, die auf ein damaliges, eindrucksvolles Inneres schließen lassen. Heute stößt man auf zahlreiche Ansätze von Gewölben und auf die hohen Außenwände, die die Kuppel trugen. Unter anderem ist eine verzierte Fußleiste am Chor zu erkennen. Der alte, anliegende Treppenturm deutet auf ein zweites Stockwerk hin, das anscheinend partiell vorhanden war.
Um die Kirche wurde ab 1215 die Befestigungsanlage errichtet. Neben dem Doppeltorbau, durch den man die Krukenburg betrat, stößt man auf die Stümpfe zweier Wehrtürme im Westen, das Paderborner Haus im Norden und den Bergfried, sowie das Mainzer Haus im Osten.
Von dem Mainzer Haus existieren heute nur noch die Kellergewölbe und eine Außenmauer, die gleichzeitig Teil der südlichen Wehrmauer war.
Der Bergfried wurde wieder vollständig hergerichtet und lässt sich besteigen. Von seiner Spitze hat man eine weite und schöne Aussicht über die Umgebung und auf die Burganlage. Er ist neben dem Paderborner Haus, das höchste Gebäude der Burg.
Das Paderborner Haus im Norden lässt sich vom Aufbau her als Wohnturm bezeichnen. Im Inneren stößt man auf die Überreste des einstigen Kellergewölbes, sowie auf die Rückseite der Hoffassaden, die heute noch unzählige Details wie Balkenlöcher, bzw. Auflager und Kaminschächte aufweisen. Zur Burg hin weist der Bau große Fenster auf, die das Gebäude repräsentativ erscheinen lassen. Der Eingang lag höher, so dass man ähnlich wie beim Bergfried den Zugang im Falle einer Belagerung unpassierbar machen konnte.
Krukenburg ist vom Aufbau her sehr ungewöhnlich. Die Anlage besaß nur wenige Gebäude und war nur durch eine Ringmauer mit vorliegendem Graben, bzw. Wall gesichert. Eine Vorburg gab es anscheinend nicht.
Von der Atmosphäre her ist Burg Krukenburg sehr angenehm. Die Anlage wirkt gepflegt. Bei der Restauration, dem Erhalt und der Konservierung hat man sich viel Mühe gegeben, so dass Krukenburg in gutem Zustand erstrahlt und zum Entdecken und Verweilen einlädt. Viele Sitzgelegenheiten, wunderbare Aussichten und eine großartige Ruine eines nur selten vertretenen Burgtyps sorgt für eine lange Besuchszeit.

Historie

1107 begann der Bau der Kirche, der nach karolingischer Bauart einen Zentralbau mit langgezogenem Westflügel zeigt. Die Art des hier verwendeten Zentralbaus stammt aus Jerusalem und kam 1033 mit Abt Wino nach Deutschland, der vom Bischof nach Jerusalem gesandt wurde um die Baupläne der Grabeskirche zu besorgen. Die eigentlichen Pläne der Heilig-Grab-Kirche, die er von seiner Reise mitbringen sollte, wurden mit der Kirche 1009 zerstört, so dass er ähnliche Konstruktionen mitnahm.
1126 wurde die Kirche auf dem Krukenberg fertiggestellt. Die Befestigungsanlage entstand zwischen 1215 und 1220 und soll unter dem Kölner Erzbischof Engelbert I. von Köln errichtet worden sein. Grund für den Bau waren Spannungen zwischen dem Kloster Helmarshausen und dem Bistum Paderborn. Man hatte Angst vor einem Angriff.
1223 wird die Burg an Graf Hermann von Everstein verpfändet. 1338 erhält das Erzbistum Paderborn die Anlage durch Verpfändung. Im selben Jahr wird das Paderborner Haus errichtet. Das Mainzer Haus und der Wohnturm entstanden in dem Zeitraum 1401 bis 1405.
Es kam zu Streitigkeiten zwischen dem Landgrafen Ludwig II. von Hessen und dem Erzbistum Paderborn, so dass 1465 die Burg durch den Landgrafen erobert wurde. 1479 kommt es zur Besetzung von Kloster und Kirche durch Hessen. 1496 erwirbt Paderborn einen Teil der Burg zurück.
Der Verfall beginnt mit dem Verkauf der letzten Bereiche durch das Bistum Paderborn im Jahre 1617.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Krukenburg liegt fast direkt an der B83 in dem Ort Helmarshausen.
Norden / Osten: Über die A7 Ausfahrt "Nörten Hardenberg" auf die B446 und anschließend der B241 über Hardegsen, Volpriehausen und Bollensen nach Uslar folgen. In Uslar nach Wiensen abbiegen und weiter über Wahlsburg auf die B80 Richtung Bad Karlshafen.
Westen: Über die A44 Ausfahrt "Warburg" auf der B83 über Hofgeismar Richtung Bad Karlshafen.
Süden: Über die A7 Ausfahrt "Hann.-Münden" auf die B496 Richtung Hann.-Münden und weiter nach Bad Karlshafen.

Von Bad Karlshafen weiter nach Helmarshausen. Innerorts ist die Burg ausgeschildert. Man muss links der "Zur Krukenburg" bergauf folgen. Sie endet direkt auf dem Parkplatz vor der Burg.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 23.08.2013, 03.11.2006

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