Iburg

Burg Iburg

Deutschland / Nordrhein-Westfalen

Auf einem Berg oberhalb des Katzohlbachs und der Ortschaft Bad Driburg liegt die Burg Iburg. Der Ursprung der Anlage liegt im 6. Jahrhundert in einer sächsischen Fliehburg. Aus ihr entstand später die heutige Burganlage, die 1444 bei einer Fehde niedergebrannt wird. Burg Iburg liegt heute tief im Wald und ist aufgrund der früheren Zerstörung nur noch bedingt erhalten. Sehenswert ist der Stumpf des Bergfriedes, der 12,5 Meter Durchmesser und vier Meter dicke Mauern aufweist. Die anderen Gebäude sind nur noch als Fundamente zu erkennen. Die Anlage ist stark verwuchert und lädt abenteuerlustige Besucher zum Erkunden ein.

Adresse

Burg Iburg
33014 Bad Driburg
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: -
Lage: 374 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:07-18:49 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Iburg liegt auf einem Bergrücken, westlich von Driburg, inmitten eines tiefen Waldes. Die Anlage ist nur noch bruchstückhaft erhalten, lässt sich aber aufgrund guter Sicherungsarbeiten und Ausgrabungen nachvollziehen und abwandern. Mit 200 auf 60 Meter gehört sie zu den größeren Burganlagen.
Der Zugang zur Burg erfolgt heute von Norden her. Der ursprüngliche Eingang führte durch eine Graben-Wall-Konstruktion, die parallel und südlich der heutigen Straße verlief und sich bis in den Norden zog. Den Eingang vermutet man an selbiger Stelle wie heute. Von den äußeren Wällen und Gräben sind noch mehrere Bereiche existent. Vor allem die Gräben heben sich vom Boden ab und umlaufen die Burg in einem Halbkreis nach Norden hin, ähnlich wie eine Vorburg. Im Süden stößt man auf einen sehr steilen Abhang, der einen Angriff von dieser Seite unmöglich machte.
Das Innere der Burg ist nur noch partiell erhalten. Über eine Aufschüttung gelangt man über den Graben durch das ehemalige Tor ins Innere. Die meisten Gebäude sind nur noch kniehoch bis hüfthoch erhalten. Teilweise stößt man nur noch auf die Grundmauern, Fundamente und ausgegrabenen Keller. Gut erhalten ist die äußere Ringmauer, die die Burg heute noch vollständig umgibt und nur nach Norden hin wahrscheinlich durch den steilen Abhang abgerutscht ist. Neben dem Eingang trifft man auf zwei rechteckige Gebäudefundamente, von denen eines der Turmstumpf eines Wehrturms sein soll, der den Zugang flankierte. Der Erhalt der Gebäude nimmt vor allem nach Südwesten hin zu. Am Steilhang trifft man auf die Überreste des alten Palas und der Peterskirche, die beide von den Grundmauern her existent sind. Die Kirche lässt sich aufgrund des lang gezogenen Schiffes und des Chores erkennen. Ein Kreuz wurde an der Stelle des ehemaligen Altars gesetzt.
Der Palas wird an zwei Stellen vermutet. Nach Krahe lag dieser ganz im Südwesten, nach den regionalen Informationen befand sich dieser direkt neben der Kirche. Heute lassen sich zahlreiche ehemalige Keller erkennen, die sich von der Kirche bis in den südwestlichsten Bereich entlangziehen.
Die besterhaltenen Mauerreste findet man im Südwesten. Die Gebäudekeller wurden vollständig ausgegraben und geben die Sicht auf Türbögen, kleine Fenster und Treppen, sowie Gewölbeansätze von zahlreichen Gebäuden frei, die dicht bei einander lagen. Neben dem Palas stößt man auf den Bergfried, der noch mit knapp 12,5m Höhe erhalten ist. Eine Seltenheit, die der Bergfried aufzuweisen hat, ist eine bauchige Form, die von einem schmalen, oberen Rand nach unten hin dicker wird.
Westlich des Bergfrieds trifft man auf eine vier Meter dicke Schildmauer, die sich auf volle Länge an der Westseite entlangzieht. Von der Schildmauer aus eröffnet sich der Blick auf den tiefen und imposanten Halsgraben, der die Burg nach Westen hin schützte.
Von der Atmosphäre her ist Burg Iburg sehr angenehm. Die Anlage liegt tief im Wald und beherbergt trotz des schlechten Erhalts die eine oder andere Überraschung, wie z.B. den bauchigen Bergfried. Viele Elemente lassen sich gut nachvollziehen und heute noch erkennen.

Historie

Burg Iburg ist um 700 als sächsische Volks- und Fluchtburg entstanden. Ein Irminsul soll hier gestanden haben. 772 zerstörte Karl der Große die Burg und ließ eine Petruskirche auf den heiligen Resten der Sachsen errichten. 1231 tauschte man die Kirche gegen die Archidiakonatskirche aus. 799 bat Papst Leo III. Karl den Großen die Anlage an die Paderborner Kirche zu übergeben, was dieser auch tat. Die nächste Erwähnung findet die Burg um 900. Die seelige Helmtrud soll hier als Einsiedlerin gelebt haben. Zu großen Um- und Ausbauten kam es 1134. Es entstand ein Benediktinerinnenkloster. Auf den Überresten wird 1189 von Bischof Bernhard II. von Paderborn eine Burg errichtet, die Sitz der Ritter von Driburg wird. 1444 geraten die Ritter mit den Herzögen von Braunschweig in eine Fehde. Die Burg fällt, wird niedergebrannt und beginnt zu verfallen.

Events in der Nähe

Zu dieser Burg und den Nachbarburgen liegen uns keine Veranstaltungen vor. Sie können hier gerne eine eintragen:

Veranstaltung eintragen

Anfahrt

Burg Iburg befindet sich auf einem Berg westlich von Bad Driburg. Über die A33 Ausfahrt "Paderborn Zentrum" über die B1 Richtung Paderborn und gleich bei der ersten Möglichkeit auf die B64 Richtung Bad Driburg. Kurz hinter Buke biegt man rechts ab und hält sich gleich wieder rechts Richtung Wald. Die Burg ist ab hier schon ausgeschildert. Vom Parkplatz aus folgt man zu Fuß der Straße weiter. Die Burg ist am rechten Straßenrand zu sehen.

Diese Burg auf dem Navi:
Diese Burg finden Sie in unserem Produkt "Burgenführer". Direkte Navigation zu über 1.000 Burgen und deren Parkplätze.
Pocketnavigation.de
Deutschlands-Burgen.de
Diese Burg auf dem Navi:
Diese Burg finden Sie in unserem Produkt "Burgenführer". Direkte Navigation zu über 1.000 Burgen und deren Parkplätze.
Pocketnavigation.de
Deutschlands-Burgen.de

Gastronomie

Neben der Burg gibt es ein kleines Restaurant.

Folgen Sie uns

Facebooktwittergoogle_pluspinterestyoutube

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 26.11.2007


Burgen in der Umgebung

weitere Burgen im Umkreis laden

Kommentar verfassen