Hohenburg, Homberg-Efze

Burg Hohenburg, Homberg-Efze

Deutschland / Hessen

Auf einem Basaltkegel im Ort Homberg steht die Burg Hohenburg. Die Anlage hat ihren Ursprung im Jahre 780 als Fränkisches Königsgut, stammt aber in ihrer heutigen Form aus dem 12. Jahrhundert. Es haben sich die Ringmauer, der Torturm, der Bergfried und zahlreiche Gebäudefundamente erhalten. Im Zuge der Neuzeit wurde auch der über 150 Meter tiefe Brunnen wieder freigelegt, der heute die Hauptattraktion der Burg ist. Trotz der fehlenden Gebäude ist Burg Hohenburg sehenswert. Die Anlage lädt mit einer weiten Aussicht und dem eindrucksvollen Brunnen zu einem Besuch ein. Die Vorburg beherbergt heute eine Gastronomie.

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Adresse

Burg Hohenburg, Homberg-Efze
Georg-Textor-Weg
34576 Homberg (Efze)
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 344 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:10-18:31 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei
Website: Burgberggemeinde.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Hohenburg thront auf einem Basaltkegel, genannt Schlossberg, hoch über Homberg. Die Anlage wurde im Laufe der Jahrhunderte großzügig ausgebaut und ist heute aufgrund einer sehr offensiven Belagerung von 1648 in einem stark ruinösen Zustand erhalten.
Hohenburg besteht aus einer Vor- und einer Kernburg. Die Vorburg fällt sehr klein aus und wird in der Literatur oft als Zwinger bezeichnet. Heute beherbergt sie eine Gaststätte mit Terrasse und zahlreichen Sitzplätzen. Im Zuge des Einzugs der Gaststätte wurden die Wehrmauern der Vorburg in Gebäude des Restaurants integriert, deuten heute aber noch deutlich auf die Dimensionen der Vorburg hin. Ein Rundweg gibt seit den Restaurations- und Sicherungsarbeiten an der Burg die Möglichkeit Kern- und Vorburg einmal vollständig zu umwandern. Der Rundweg verläuft auf den Überresten einer Wall-Graben-Konstruktion und wurde für Autos aufgeschüttet. Beim Rundgang trifft man auf die hohen und imposanten Außenmauern der Kernburg, sowie auf partielle Elemente des einstigen Torzwingers. Von den einst vorgelagerten Südbastionen lässt sich heute nichts mehr erkennen.
Die Kernburg war zur Vorburg vor allem durch einen Höhenunterschied getrennt. Über eine Rampe gelangt man heute noch zum Torturm der Kernburg. Die Rampe endete einige Meter vor dem Tor und ging in einen Graben mit Zugbrücke über, die im Laufe der Zeit einer festen Holzbrücke wich. Der Torturm lehnte direkt am wesentlich höher gelegenem Palas an und wurde durch diesen flankiert. Oberhalb des Tores trug der Torturm eine kleine Kapelle, die ebenerdig zum Palas verlief und nur über diesen zugänglich war. Hinter dem Torturm führt der Weg über eine lang gezogene Rechtskurve rampenförmig hoch zur Kernburg und endet ebenerdig auf dessen Burghof. Der Weg führte unter anderem am Marstall und am Brunnenhaus vorbei.
Das Brunnenhaus, das hinter dem Torturm liegt, ist heute die größte Attraktion der Burg. Hier trifft man auf den tiefsten Basalt-Burgbrunnen Deutschlands. Im Keller des Brunnenhauses stehen eine Regenwasserzisterne und ein über 150m tiefer Brunnen. Der Brunnen wurde 1613 fertiggestellt und 1636 schon wieder außer Betrieb genommen. Nach einer Belagerung fiel eine Magd in den Brunnen und vergiftete diesen mit ihrem Leichnam. Aufgrund der Schlossbornkrankheit musste man wieder Wasser aus dem Hausbrunnen außerhalb der Burg beziehen. Die Belagerer kamen zurück und die Burg musste sich aufgrund von Wassermangel ergeben. Heute trifft man am Brunnen auf eine Vorrichtung, die für einen Euro mehrmals Wasser in die Tiefe wirft. Erst nach mehreren Sekunden ist der Aufprall des Wassers zu vernehmen.
Vom Brunnenhaus führt der Weg am Marstall vorbei weiter hoch zur Burg und endet in der Kernburg. Der einst dreigeschossige Marstall war im untersten Geschoss Herberge für Pferde und wies ein Kellergewölbe auf, das sich heute noch besichtigen lässt. Brautpaare haben heutzutage die Möglichkeit unter dem mächtigen Baum, der im ehemaligen Marstall wächst und im einzigen erhaltenen Kellergewölbe, eine Rosenhochzeit zu feiern und sich hier standesamtlich trauen zu lassen.
Die Kernburg ist der älteste Part von Hohenberg. Bei dem Versuch die Burg nach der unglückseligen Vergiftung des Brunnens wieder einzunehmen, wurde diese vollständig zerstört. Erhalten geblieben sind nur die Grundmauern einiger Gebäude, sowie die äußere Ringmauer. Der Bergfried wurde erst 1958 errichtet. Homburg besaß vor 1958 nie einen Bergfried. Er wurde errichtet um schon von weitem auf die Burg aufmerksam zu machen. Der Turm beherbergt heute eine großzügig gehaltene Treppe, die bis auf das Dach des Turmes führt. Von hier eröffnet sich eine weitreichende Aussicht über die anliegenden Täler, die Fachwerkgebäude Hombergs und die Burganlage.
Im Zuge des Ausbaus zur Festung im 17. Jahrhundert kam es zur Errichtung mehrerer Gebäude, die an der äußeren vollständig erhaltenen Ringmauer anlehnten. Anstelle des heutigen Burggartens stand die Militärunterkunft. Der Gebäudekomplex bestand von der Militärunterkunft ausgehend aus Geschützhaus, Arsenal, dem Kommandantenhaus und dem Palas, der durch einen Treppenturm erschlossen gewesen war. Heute trifft man nur noch auf die Grundmauern der Gebäude, die sich zum Teil nicht mehr nachvollziehen lassen. Teile der Hoffassade des Arsenals, sowie ein Schützenerker im Süden und die Grundmauern des Palas sind noch existent. Zudem haben sich im Palas die Unterteilungen in zwei Bereiche, sowie der Sockel der Hoffassade erhalten. Zum Tor hin befand sich ein Treppenturm und der Eingang zur Burgkapelle oberhalb des Tores, die sich auch noch deutlich erkennen lässt.
Von der Atmosphäre her ist Burg Hohenberg sehr angenehm, teilweise auch urig. Der wieder freigelegte Brunnen ist eine Einzigartigkeit, die in dem Stil nur selten zu finden ist. Durch den schlechten Erhalt der Kernburg ist diese schnell besichtigt, lädt dafür aber mit Aussicht und zahlreichen detaillierten Informationstafeln, sowie einer angenehmen Atmosphäre zum Verweilen ein.

Historie

Die erste Nennung der Anlage findet im Jahre 780 statt, als die Burg aus einem Fränkischen Königsgut heraus entsteht. Erster urkundlicher Nachweis des gleichnamigen Geschlechts ist 1162 durch Rentwich de Hohenberc. Der erste Besitzerwechsel findet schon 1190 statt. Die Burg geht an die Thüringer Landgrafen als Herrscher über Hessen, wird aber aufgrund des Aussterbens der Linie 1247 an die Hessischen Landgrafen zurückgegeben.
1219 wird die Burg erstmals von Landgraf Ludwig angegriffen, der Hartmann von Hohenberg vertreiben möchte, da dieser ein Mainzer Gefolgsmann ist. Die Stadt zur Burg, genannt Homberg, wird 1231 gegründet. Die Blütezeit erlebt das Geschlecht Hohenberg 1268. Ein Besitz von über 100 Gütern wird verzeichnet. Im Jahre 1364 übernehmen die Hohenberger sogar wieder die Burg durch den Verkauf der Anlage durch Landgraf Heinrich II. von Hessen an Simon von Hohenberg für 200 Mark Silber. Einer seiner Söhne, ebenfalls Simon genannt, ist der Letzte seines Geschlechts und stirbt 1427. Die Anlage geht an das Land zurück. Ludwig I., der nun Inhaber ist, teilt 1458 sein Land und übergibt Teile, unter anderem die Burg, an seinen Sohn Ludwig II. Aufgrund von Streitigkeiten zwischen den Söhnen wird die Burg 1466 gemeinsamer Besitz und Standort eines gemeinschaftlichen Archivs. Dies währt nicht lange. Schon 1472 übernimmt Erzbischof Hermann von Köln Hohenberg und eine darin befindliche Leibzucht. 1504 lässt er den Palas zum Renaissanceschloss umbauen und repräsentativer gestalten. Nach seinem Tod 1508 geht die Burg wieder an den Landgrafen Hessens. In dessen Besitz bleibt sie.
Die älteste Zeichnung Hohenbergs stammt von 1591. Es ist eine Federzeichnung von Wilhelm Dilich. Der Brunnen der Burg entstand 1605 durch den Landgraf Moritz. Für 25.000 Gulden ließ er den 546 Schuh tiefen Burgbrunnen in den Fels hauen. Der Bau dauerte bis 1613. Nach der Fertigstellung wird 1613 von Wilhelm Dilich der erste Grundriss mit Inventarverzeichnis erstellt, der 1619 durch Rentmeister A. Clotz entsteht.
Der Ausbau zur Festung begann 1613. Es wird eine Außenbastion und die Vorburg errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg bewähren sich die Neubauten. 1636 kommt es zu einer erfolglosen Belagerung durch kaiserliche Truppen. Eine Frau fällt in jenem Jahr in den Brunnen und verseucht diesen. Die Burgmannen müssen sich anschließend aufgrund von Wassermangel ergeben. 1648 wird die eingenommene Burg belagert und beschossen. Generalwachtmeister Rabenhaupt versucht die Anlage für Hessen zurück zu erobern und zerstört sie dabei völlig. Seitdem ist die Burg eine Ruine.
Im Jahre 1834 übernimmt die Stadt die Ruine und verteilt die Hänge an 53 Bürger. Die Anlage wird zu einem Park ausgebaut und bis 1881 im Stil der Romantik verschönert. 1936 beginnt die Ausgrabung und Instandsetzung. 1952 wird der Bergfried auf altem Fundament bis 1958 neu errichtet. 1997 bis 2001 wird der Brunnen freigelegt.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Hohenberg, auch Homberg genannt, befindet sich im Ort Homberg (Efze). Über die A7 Ausfahrt "Homberg (Efze)" auf die B323 Richtung Homberg. Innerorts ist die Anlage zum Teil ausgeschildert.

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Gastronomie

Burg Hohenberg beherbergt heute in der Vorburg ein kleines Restaurant.
Im Keller das Marstalls kann man standesamtliche Rosenhochzeiten feiern.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 12.09.2007

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