Burg Hohenbaden, Altes Schloss

Burg Hohenbaden, Altes Schloss

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg des Monats

Burg Hohenbaden, Altes Schloss wurde bei Burgenarchiv.de von den Besuchern zur "Burg des Monats Februar 2014" gewählt.
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Burg Hohenbaden ist die Stammburg der Herren von Baden, einem der wichtigsten Geschlechter Süddeutschlands. Die Anlage stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde über die Jahrhunderte immer wieder erweitert. Bis heute hat sich eine eindrucksvolle Ruine erhalten, die mit der Aussicht über Baden-Baden zum Verweilen und Erkunden einlädt. Vor allem der Bernhardsbau ist sehenswert, der zu den wenigen hochgotischen Wohnbauten Süddeutschlands gehört. Hohenbaden gehört zu den schönsten Burgen Baden-Württembergs.

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Adresse

Burg Hohenbaden, Altes Schloss 76530 Baden-Baden Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 410 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:18-18:44 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei
Kontakt: Inhaber des Restaurants:
Peter Zorn
Alter Schloßweg 10
76532 Baden-Baden
Tel.: 07221 / 26 948
Fax: 07221 / 39 17 75
Website: Schloss-Hohenbaden.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Hohenbaden, auch Altes Schloss genannt, liegt auf einem Ausläufer des Battertfelsens auf einem Sporn über Baden-Baden. Die eindrucksvolle und große Anlage wurde im 11. Jahrhundert durch einen Zweig des Zähringer Geschlechts gegründet, die sich anschließend nach ihrer neuen Burg nannten. Über die Generationen stieg das Geschlecht zu Markgrafen auf, die neben den Württembergern im 15. Jahrhundert die größten Ländereien in den Grenzen des heutigen Baden-Württembergs besaßen. Sie sind Namensgeber des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg. Hohenbaden war bis in das 16. Jahrhundert hinein Stammsitz der Markgrafschaft und wurde dementsprechend immer weiter ausgebaut. Die Burg ist heute die schönste und größte Anlage auf der baden-württembergischen Rheinseite.
Burg Hohenbaden lässt sich in vier Bereiche und drei Epochen einteilen: Die Oberburg mit dem Hermannsbau, die Unterburg mit dem Bernhardsbau und dem Jakobsbau, der Torzwinger und die Vorburg. Der Zugang zur Anlage erfolgt heute wie damals über das untere oder das obere Tor. Beide Tore münden in den Torzwinger, der direkt zwischen den Kernburgen (Oberburg und Unterburg) und der ehemaligen Vorburg liegt. Der Torzwinger ist in mehrere Sektionen eingeteilt, die alle von der Vorburg und der Unterburg flankiert und verteidigt werden konnten. An den Mauern lassen sich noch Treppenaufgänge und Wehrgänge erkennen. Die Tore sind alle zur Burg hin offen, damit der Gegner sich in ihnen nicht verschanzen konnte. Der steile Anstieg machte die Anbringung von Belagerungswaffen wie zum Beispiel einer Ramme oder einem Rammbock nahezu unmöglich. Der Torzwinger gehört zu den ältesten Elementen der Burg und diente schon im 12. Jahrhundert zu deren Schutz. Rundbögen weisen auf das hohe Alter hin.
An der Nordseite des Torzwinger befindet sich die Vorburg, die vor 1900 im neogotischen Stil überbaut und heute von einer Gaststätte genutzt wird. Ursprünglich befanden sich hier mehrere Wirtschaftsgebäude, die aufgrund ihrer Feuergefahr (Bäcker, Schmied) ausgelagert wurden. An der westlichen Ecke ist noch ein Flankierturm vorhanden, der zur Verteidigung des unteren Tors diente. Am oberen Tor befand sich ebenfalls ein Turm, der heute nicht mehr existent ist.
Die gegenüberliegende Seite des Torzwinger beherbergt die Unterburg aus der Zeit um 1400 und die Oberburg aus dem 11. Jahrhundert. Die Unterburg war wahrscheinlich ursprünglicher Standort einer großen Vorburg, die um ca. 1400 von Bernhard I. durch ein eindrucksvolles und für seine Zeit repräsentatives Schloss mit über 100 Räumen ersetzt wurde. Der Bau spiegelt deutlich die Zeit der Hochgotik wider und weist bis heute zahlreiche wertvolle Steinmetzarbeiten und einzigartige Verzierungen, sowie große Kamine und überdimensionale Räumlichkeiten mit ausreichend Fenstern auf. Heute wird das Gebäude volkstümlich "Rittersaal" genannt. Erhalten geblieben sind die Außenmauern, sowie zwei Säulen, von denen eine ein Kapitell mit Verzierungen (Engel) aufweist. Die Außenmauern zeigen deutlich die Aufteilung der Räumlichkeiten. Im Erdgeschoss befand sich der große Saal, direkt darüber die Gemächer des Markgrafen (deutlich an den großen Fenstern zu erkennen) und in den oberen Stockwerken die Räume der Bediensteten. An der Innenseite der Nordwestfassade lässt sich der Ansatz eines runden Treppenhauses erkennen, das alle Stockwerke zwischen dem Kellergewölbe und dem Dachstuhl miteinander Verband.
Neben dem Eingang in den Bernhardsbau führt eine Treppe in dessen Kellergewölbe. Das Kellergewölbe nimmt den gesamten Bereich unter dem Bernhardsbau ein und gab die Möglichkeit Nahrung und große Fässer zu beherbergen. Zum Torzwinger hin wurde später ein weiterer Eingang geschaffen, der durch eine massive Tür und ein vorgelagertes Fallgitter geschützt wurde. Die Führungsschienen des Fallgitters sind zum Teil noch erhalten.
In der letzten großen Bauphase Hohenbadens entstand zwischen 1430 und 1450 unter Jakob I. an der Südostseite des Bernhardsbaus zwischen Bernhardsbau und der mittelalterlichen Burg ein weiteres Gebäude, genannt Jakobsbau. Der Bau beinhaltete unter anderem eine Kapelle, in die die Felsenkapelle (eines der ältesten Elemente der Burg) integriert wurde. An der Außenseite errichtete man den Kapellenturm, der einen südlichen Eingang besessen haben soll. Der Jakobsbau verband Oberburg mit Unterburg und wies zu beiden eine Verbindung auf. Eine Treppe an der Außenseite des Felsens verbindet heute das ursprüngliche Tor der Oberburg mit dem Jakobsbau.
Die Oberburg ist der älteste Part Hohenbadens und liegt auf dem höchsten Punkt. Die Anlage mit ihren romanischen Ursprüngen wurde wahrscheinlich durch Markgraf Hermann II um 1100 errichtet. Der Zugang erfolgte ähnlich wie heute an der Felswand entlang. Unterhalb des heutigen Eingangs lässt sich das ehemalige große Tor erkennen. Die Rampe wurde abgetragen um Platz für den Bernhardsbau zu schaffen. Die hierbei gewonnenen Steine wurden unter anderem für den Bau benutzt.
Die Oberburg war ursprünglich recht groß, da das Geschlecht sehr früh den Titel des Markgrafen trug, was zum Teil mit Ländereien und ausreichenden finanziellen Mitteln einherging. Unterer Bereich des Bergfrieds und der Schildmauer, sowie die unteren Abschnitte der äußeren Wehrmauern stammen aus den Anfängen des 11. Jahrhunderts und werden Markgraf Hermann II zugeordnet. Um 1250 baute man die Burg unter Markgraf Hermann VI und Rudolf I aus und prägte das heutige Bild. Schildmauer und Bergfried wurden erhöht, die äußeren Wehrmauern zum Tal hin bekamen ihr charakteristisches Aussehen. Es entstand der heute nicht begehbare Zwinger vor der Schildmauer, der unter anderem eine Ausfallpforte beherbergt, die in Baden-Württemberg sehr selten in einem so guten Zustand erhalten ist. Teile des Zwingers an der Südseite wurden in einen Burggarten verwandelt. Der Palas wurde erhöht, seine Außenmauern dienten anschließend mit kleinen Ecktürmchen als Wehrgang und somit der Verteidigung. Der Burghof war recht klein und von mehreren Gebäuden umgeben. Mit dem Umbau befand sich der Brunnenschacht in einem Gebäude und war vor äußerlichen Einflüssen geschützt. Durch die erhöhte Lage der Burg und die steilen Felswände war Hohenbaden schon im 12. Jahrhundert nahezu uneinnehmbar.
Die Burg Hohenbaden spiegelt heute deutlich die einzelnen Epochen durch rege Bautätigkeiten wider. Durch den großflächigen Raum, der zur Ausbreitung der Burg gegeben war und die finanziellen Mittel der Markgrafschaft war es nicht nötig alte Elemente abzutragen um moderne stilgerechte Gebäude, wie zum Beispiel ein repräsentatives, hochgotisches Schloss zu bauen. Dementsprechend besteht Hohenbaden aus zahlreichen, gut erhaltenen Überresten, der einzelnen Epochen des Mittelalters. Dies macht Burg Hohenbaden zu einer Einzigartigkeit, die baugeschichtlich gesehen kein zweites Mal existiert.

Historie

Hermann I, ursprünglich Zähringer, erhielt durch die Vermählung mit Judith von Calw Besitztümer im Schwarzwald, zu denen die Burg am Battertfelsen gehört. Die Anlage scheint folglich schon vor 1050 existent gewesen zu sein. Die Oberburg wurde durch die Markgrafen Hermann II und Hermann III zwischen 1120 und 1190 weiter ausgebaut. Unter Bernhard I wurde 1388 bei der Teilung der Burg der mächtige Bernhardsbau (Alte Schloss) mit starken Mauern und ursprünglich 4 Stockwerken errichtet. Die Wohnbauten und die Kapelle entstanden unter Jakob I zwischen 1431 bis 1453. Die Vorburg (das heutige Gasthaus) wurde Ende des 15. Jahrhunderts hinzugefügt. Nach einem Brand von 1599 wurde die Burg aufgegeben. Der Weg zur Burg verwucherte, so dass kein Steinraub stattfinden konnte und die Bausubstanz in einem hervorragendem Zustand erhalten geblieben ist.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Hohenbaden befindet sich oberhalb des Ortes Baden-Baden. Über die A5 Ausfahrt "Baden-Baden" auf der B500 Richtung Baden-Baden. Innerorts von der B500 links Richtung Ebersteinburg fahren. Nach 250m wieder links auf die Leopoldsstraße. Hinter der lang gezogenen Rechtskurve vor dem Tunnel links der Ausschilderungen zum Alten Schloss folgen.

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Sonstige Einrichtungen

Vor der Schildmauer befindet sich ein Zwinger mit einer Ausfallpforte. Ausfallpforten sind in Baden-Württemberg sehr selten zu finden.

Gastronomie

Auf der Burg befindet sich eine Gastronomie, die mit leicht mittelalterlichem Ambiente, üppiger regionaler Küche und einem sonnigen Außenbereich zum Verweilen einlädt.

sonstige Bemerkungen


Viele Elemente der Burg sind original und einzigartig. Bitte besteigen Sie keine Mauern und halten Sie sich von Steinmetzarbeiten fern.

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Literatur

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- E. Batzer, A. Städele, "Burgen und Schlösser Mittelbadens", Konkordia Verlag, 1937, Bühl S.67ff
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Band 2, Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3
- Darius Lenz, "Burgen in Baden-Württemberg- Die geographisch-topographische Ausbreitung zwischen dem 7. und dem 15. Jahrhundert", VER Verlag, 2014, Karlsruhe, ISBN: 978-3-944718-01-9

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 29.02.2012


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