Hanstein

Burg Hanstein

Deutschland / Thüringen

Die eindrucksvolle und großflächige Anlage liegt auf einer Anhöhe über der Ortschaft Bornhagen. Die aus dem 10. Jahrhundert stammende und im 13. Jahrhundert wieder aufgebaute Burg ist heute eine der höchsten Ruinen der Region. Die Burg bestand aus zahlreichen Gebäuden, die auf engstem Raum mehrere Stockwerke besaßen und mit Treppentürmen verbunden waren. Die hohen Überreste wirken heute sehr eindrucksvoll und laden zum Erkunden und Umherwandern ein.

Adresse

Burg Hanstein
37318 Bornhagen-Rimbach
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: Museum
Lage: 388 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:07-18:40 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Saisonal
Eintrittspreise: Burg: kostenpflichtig

Baubestand & Beschreibung

Burg Hanstein liegt unweit des kleinen Ortes Bornhagen, der heute noch durch einzelne Gebäude einen stark guthöfischen Charakter aufweist und etwas an ein Vorwerk der Burganlage erinnert.
Die Burg am Ende des Ortes ist in einem sehr guten Zustand erhalten, bzw. rekonstruiert worden. Sie bestand einst aus einer kleinen kompakten Kernburg und zwei riesigen Zwingeranlagen, die mit mehreren Wehrtürmen Hanstein zu allen Seiten schützten. Zu ihrer Blütezeit verlief der Zugang schneckenförmig um die Kernburg und wurde durch diese flankiert. Man betrat das Grundstück über ein Tor, das heute nur noch in den Grundzügen existent ist. Einhundert Meter weiter befand sich das zweite Tor mit Wachstube und Wohnhaus, das heute die Kasse beherbergt und wieder aufgebaut wurde. Direkt dahinter ging es in beide Richtungen in den Zwinger und über einen Torturm direkt in die Vorburg, die die Kernburg zum Teil einrahmt. Der alte Weg führt an der Steilwand der Kernburg vorbei durch ein nicht mehr existentes Tor in einen Vorzwinger. Beim alten Zugang ist der Bodenbelag noch vollständig existent. Man trifft auf Fahrtrinnen und auf altes Kopfsteinpflaster.
Hinter dem Torturm beginnt die ehemalige Vorburg, von der nur noch die Außenmauern existent sind. Sie soll zum größten Teil Wirtschaftsgebäude aus Holz beherbergt haben. Mit einer Größe von über 2000 qm war sie überdurchschnittlich groß und wahrscheinlich Fluchtort für die ansässige Bevölkerung.
Auch hier sondert sich die Kernburg durch den hohen Felsen ab, auf dem sie steht. Die Vorburg konnte vollständig von der Kernburg aus flankiert werden und war somit nicht gegen den Verteidiger einsetzbar. Zur Ostseite wird das hohe Felsplateau flacher, so dass man im Mittelalter die Chance nutzte einen Zugang zu legen. Eine Steinbrücke, Nachfolgerin einer Zugbrücke überspannt einen Graben und garantiert den Zugang zur Kernburg.
Die Kernburg betritt man durch ein Doppeltor. Beim Eintreten wird die kompakte Bauweise erkennbar, die man bei Hanstein an den Tag legte. Über einen kleinen Burghof waren alle Gebäude erschlossen, die heute zum größten Teil Ruine sind und mit ihrer mächtigen Höhe und den zahlreichen Details zum Entdecken und Erkunden einladen. Die Hoffassaden sind dabei die besterhaltenen Seiten der Gebäude und sorgen mit ihren zahlreichen Fenstern und einigen Türöffnungen für ein eindrucksvolles Gesamtbild. In den Gebäuden stößt man auf verschiedene Bereiche, die unterschiedlich gut erhalten sind. Die Bauwerke beherbergen noch Balkenauflager, Kamingesimse, Treppentürme, Aborte, Fensterbänke, Kellergewölbe und Blickbeziehungen zur Vorburg und der Zwingeranlage.
Interessant und für eine sehr urige und imposante Atmosphäre sorgend, sind die zahlreichen Türme, die sich heute noch majestätisch gen Himmel strecken. Einer von ihnen kann heute noch bestiegen werden. In seinem Inneren trifft man auf eine Wendeltreppe, die sich sehr eng in der Außenmauer nach oben dreht. Der Aufgang innerhalb der Außenmauer war durch seine Enge leicht zu verteidigen und somit ein Hindernis für eindringende Feinde. Von der Turmspitze eröffnet sich eine weite Aussicht über die Burg und die Umgebung, sowie auf die anderen Türme.
Von der Atmosphäre her ist Burg Hanstein sehr angenehm und vor allem sehr urig. Durch die vielen Gebäude, die heute ohne Innenleben existent sind, stößt man auf unterschiedliche Bereiche, die zum Entdecken einladen. Burg Hanstein wirkt wie gerade erst ausgebrannt, aufgeräumt und verlassen und lädt so zum langen und ausgiebigen Besuch ein.

Historie

Die erste Anlage stammt aus der Zeit von vor 1000. 1070 wird diese aber schon durch Kaiser Heinrich IV. zerstört. Bis 1308 blieb die Burg eine Ruine und wurde anschließend wieder errichtet. Ihr Name war zu diesem Zeitpunkt "Hanenstein". Der Adel ist urkundlich seit 1145 bekannt. 1414 und 1515 wurde Hanstein verstärkend ausgebaut. Die beiden großflächigen Zwinger stammen aus dieser Zeit. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg aufgegeben.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Hanstein liegt oberhalb des Ortes Bornhagen in einem kleinen Örtchen namens Rimbach. Die Burg ist weitreichend ausgeschildert. Über die A7 Ausfahrt "Drammetal". Von hier der B27 über Friedland, Marzhausen, Hebenshausen nach Werleshausen folgen. In Werleshausen muss man Richtung Neuseesen abbiegen und kurz vor Ortsanfang nach Bornhagen abbiegen. In Bornhagen Richtung Rimbach und auf dem Parkplatz bei der Burg parken. Von hier führt ein Weg hoch zur Burg. Von der B27 aus ist die Burg Hanstein schon ausgeschildert.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 27.09.2006


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