Kaiserpfalz Goslar

Kaiserpfalz Goslar (Kaiserpfalz & Stadtmauer)

Deutschland / Niedersachsen

Die Kaiserpfalz in Goslar gehört zu den größten und besterhaltenen Profanbauten des 11. Jahrhundert innerhalb von Deutschland. Sie war lange Zeit der geliebte Aufenthaltsort der salischen Könige und aufgrund ihrer Schönheit im gesamten Reich bekannt.
Der Kaiserpfalzbezirk war ursprünglich bedeutend größer als heute und umfasste das Kaiserhaus, die Stiftskirche, die Domvorhalle, die Pfalzkapelle Sankt Ulrich, die Liebfrauenkirche, das Kuriengebäude und die Pfarrkirche Sankt Thomas.
Heute gehört sie zu den eindrucksvollsten Ausflugszielen rund um den Harz. Sie beherbergt ein großes Museum und ist vor allem zusammen mit der Altstadt und den Wehranlagen der ehemaligen Stadtmauer einen Besuch wert. Nicht umsonst ist sie in der Liste der UNESCO Weltkulturerben.

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Adresse

Burg Goslar (Kaiserpfalz & Stadtmauer) Kaiserbleek 6
38640 Goslar Parken: Parkplatz, kostenpflichtig

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Niederungsburg, Pfalz
Nutzung: Museum
Lage: 525 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:25-19:24 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: ganzjährig
Apr-Okt:
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Eintrittspreise: Außenanlage: frei
Burg: Museum
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Baubestand & Beschreibung

Keine Informationen vorhanden.

Historie

Anfang 11. Jahrhundert
Errichtung der Kaiserpfalz.

11. November 1050
Heinrich IV. der Salier wird hier geboren.

Spätsommer 1056
Papst Viktor II. ist längere Zeit Gast von Kaiser Heinrich III.

Pfingsten 1063
Ein Streit über die Sitzordnung im Dom endet in einem Blutbad zwischen Bischof Hezilo von Hildesheim und Abt Widerad von Fulda.

Summa 1073
Heinrich IV. Fleeth vor den aufständischen Sachsen auf die Harzburg.

Weihnachten 1075
Heinrich IV. wird in einem Schreiben von Papst Gregor VII. die Exkommunikation angedroht.

1081
Hermann von Salm, der Gegenkönig von Heinrich IV., lässt sich in der Pfalz krönen und salben.
1152 bis 1188
Auf der Kaiserpfalz wird immer wieder der andauernde Streit zwischen Kaiser Friedrich I. und Herzog Heinrich dem Löwen ausgefochten.

Juli 1219
Friedrich II. erhält von Otto IV. die Reichsinsignien, die bis dato auf der Harzburg aufbewahrt wurden.

1253
Der deutsche König Wilhelm von Holland hält sich als letzte in der Pfalz auf. Anschließend beginnt der Verfall.

1289
Ein Brand zerstört nahezu alle Gebäude bis auf die Grundmauern. Es folgt ein Abriss. In der Folgezeit dient die Pfalz als Gerichtsstätte, teils als Wohnsitz des Stadtvogts und später dem sächsischen Landgericht.

1331
Mauern des Doms stürzen ein.

1530
Turm vom Dom stürzt ein.

Mitte 16. Jahrhundert
Nutzung als Kornspeicher, Ulrichskapelle 1575 zum Gefängnis umfunktioniert.

1672
Turm der Liebfrauenkirche stürzt ein.

1722
Liebfrauenkirche stürzt ein, Steine werden als Baumaterial verkauft.

19. Juli 1819
Die Ruine des Doms wird für 1504 Taler zum Abbruch verkauft. Nur die nördliche Vorhalle bleibt stehen.

1865
Eine Mauer des Kaiserhauses stürzt ein. Der Goslarer Stadtrat denkt über einen Abbruch nach, der aber aufgrund der Gegenwehr der Bevölkerung nicht durchgeführt wird. Eine staatliche Kommission rät zum Wiederaufbau.

14. August 1868
Die Restauration der Kaiserpfalz beginnt.

15. August 1875
Kaiser Wilhelm I. besucht die Baustelle.

1879
Die Restauration des Bauwerks ist abgeschlossen. Die Wiederaufbau ist stark romantisiert und zum Teil verfälscht worden.

1913, 1914, 1922
Unter Uvo Hölscher Finden archäologische Untersuchungen um die Kaiserpfalz statt. Es kommt zu Wiederentdeckung der Fundamente der Liebfrauenkirche.

1992
Die Kaiserpfalz wird zusammen mit dem Bergwerk Rammelsberg und der Goslarer Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 11.05.2018


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