Gelnhausen

Burg Gelnhausen

Deutschland / Hessen

Die Kaiserpfalz Gelnhausen ist die besterhaltene Pfalz der Stauferzeit. Von der Anlage haben sich mehrere Elemente erhalten, die heute inmitten des schönen Altstädtchens direkt an der Kinzig liegen. Die Ruine ist Teil eines Museums und kann in Kombination mit diesem besucht werden. Sehenswert sind die Hoffassade des Palas und die Torhalle mit Kapelle.
Gelnhausen wurde im 12. Jahrhundert errichtet und besaß einen Wassergraben, von dem heute nur noch wenige Reste erhalten sind. Die noch existenten Gebäudereste sind teilweise recht eindrucksvoll. Ein Besuch lohnt sich.

Adresse

Burg Gelnhausen
Burgstr. 14
63571 Gelnhausen
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Wasserburg, Pfalz
Nutzung: Museum
Lage: 130 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:32-19:26 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: saisonal
24.Dez-Feb:
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Eintrittspreise: Burg: kostenpflichtig
Rundweg: frei
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Kontakt: Kaiserpfalz Gelnhausen
Burgstr. 14
63571 Gelnhausen
Website: Schloesser-Hessen.de/54.html

Baubestand & Beschreibung

Die Kaiserpfalz Gelnhausen liegt inmitten der gleichnamigen Ortschaft auf einer kleinen Insel in der Kinzig. Sie ist heute im Besitz des Landes Hessen und kann während der Öffnungszeiten des dazugehörigen Museums besucht werden. Von der Anlage haben sich zahlreiche Überreste erhalten, die heute noch auf die Schönheit und das majestätische Auftreten der Pfalz hindeuten.
Die Anlage stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert und wurde unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa weitestgehend erbaut. Nach 1250 gab es nur noch wenige Veränderungen, sodass man heute auf die besterhaltene Pfalz der Staufer stößt.
Grund für den Bau der Kaiserpfalz und der Stadt Gelnhausen war unter anderem eine wichtige Handelsstraße, die zwischen Sachsen und dem Rheinland verlief. In Gelnhausen befand sich ein wichtiger Umschlagplatz, auf dem Ware zwischen Wasserweg und Landweg gewechselt wurde. Die Kinzig besaß hier eine günstige Stelle, um die Güter von Schiff auf Karren zu wechseln. Eine Straße führte von hier direkt zum Main, wo die Ware wieder auf auf Schiffe geladen wurde.

Topographie und Vorburg
Vorburg und Kernburg der Kaiserpfalz Gelnhausen standen auf zwei Inseln inmitten der Kinzig. Der Fluss gabelt sich hier und lief ursprünglich hinter der Burg wieder zusammen. Es gab mindestens zwei Inseln, die durch Gräben voneinander getrennt wurden. Die Kaiserpfalz lag auf einer Insel, während Richtung Südwesten eine Vorburg anschloss. Heute sind die Gräben nicht mehr existent. Nur noch ein Seitenarm der Kinzig erinnert an die Größe, die das Ensemble einst aufwies.
In der Vorburg der Kaiserpfalz gab es ursprünglich nur Fachwerkhäuser, die als Wirtschaftsgebäude oder Wohnbauten der Burgmannen genutzt wurden. Erst nach der Auflösung der Vorburg und der damit verbundenen Integration in die Stadt ersetzte man im 14. und 15. Jahrhundert die Fachwerkhäuser durch Steinbauten. Zudem besaß die Vorburg eine Wehrmauer, die spätestens im 15. Jahrhundert aus Stein war. Es haben sich Reste dieser Wehrmauer im Rathaus und im Haintor im Süden erhalten.
Heute ist die ehemalige Vorburg Teil der Stadt geworden. Der Bezirk trägt immer noch den Namen Burg, beherbergt heutzutage aber teilweise sehr schöne Wohnhäuser, Läden und Gastronomien, die zu einem kurzen Spaziergang einladen. Von überall eröffnen sich Sichtachsen und Blicke auf die Ruinen der Kernburg der Kaiserpfalz.

Kernburg, Kaiserpfalz
Die Kernburg bzw. die Pfalz ist heute nur noch ruinös erhalten und Teil des dazugehörigen Museums. Ursprünglich war sie vollständig von der Kinzig und einem Seitenarm des Flusses umgeben, die heute noch nahe der Burg vorbeifließen.

Ringmauer
Die Kaiserpfalz besteht seit ihrer Entstehung aus mehreren Gebäuden, die von einer Ringmauer umgeben sind. Diese Ringmauer hat sich bis auf eine kleine Lücke an der Westseite (rechts neben dem Torbau) nahezu vollständig erhalten. Ursprünglich befand sich auf der 7,5 m hohen Mauer ein Wehrgang, der heute gänzlich fehlt. Sie ist über 2,2 m dick und besteht aus zwei Mauerschalen, zwischen denen Füllwerk liegt. Die Mauer wurde aus wuchtigen Buckelquadern aus rotem Buntsandstein errichtet, die heute noch recht eindrucksvoll wirken und ein typisches Bauelement der Staufer sind. Im Gegensatz zu den schroffen Buckelquadern findet man im Innenbereich der Pfalz nur glatten Stein, sowie kunstvolle Verzierungen und Steinmetzarbeiten.

Torbau mit Torhalle und Kapelle
Der Zugang zur Kernburg erfolgt heute wie damals über ein mächtiges Torhaus, neben dem ein zurückversetzter Turm (Bergfried) steht. Ursprünglich befand sich vor dem Tor ein größerer Wassergraben, der nur über eine längere Holzbrücke passierbar war. Über dem rundbogigen Tor lassen sich Kragsteine erkennen, auf denen ursprünglich ein Gusserker ruhte. Wahrscheinlich befand sich vor dem Torbau eine Zugbrücke, die heute nicht mehr nachgewiesen werden kann, da der Torbau im Eingangsbereich im Zuge der Neuzeit verändert wurde.
Wie bei vielen anderen Burgen auch diente der Torbau im Erdgeschoss als Eingang und im Obergeschoss als Kapelle. Hinter dem romanischen Rundbogentor eröffnet sich der Blick auf die prächtige Torhalle, die der einzige erhaltene Raum der Pfalz ist.
Die Torhalle besteht aus sechs Gewölben, die in zwei Schiffen mit jeweils drei Jochen angeordnet sind. Das Nordschiff (linke Reihe vom Eingang aus gesehen) lässt ein romanisches Kreuzgratgewölbe erkennen, während das Südschiff (rechte Reihe vom Eingang aus gesehen) ein gotisches Kreuzrippengewölbe aus dem 15. Jahrhundert aufweist. Zum Hof hin findet man zwei Korbbögen. Die beiden Säulen in der Mitte der Torhalle weisen Kelchblockkapitelle auf.
Am Ende der Torhalle führen links und rechts Treppen hoch zur Kapelle. Die Südtreppe (rechts) ist in der Wand des benachbarten Turms eingelassen, während die Nordtreppe (links) zwischen das Torhaus und den Palas als eigener Bau gelegt wurde. Die Nordtreppe verband ursprünglich den Palas mit der Kapelle und gab die Möglichkeit, dass der König direkt von seinen Wohngemächern in den Altarbereich der Kapelle gehen konnte.
Am Ende der beiden Treppen gelangt man in die Kapelle, die von der Grundfläche die gleiche Größe wie die darunter gelegene Torhalle aufweist. Sie besaß wahrscheinlich die gleiche Gewölbestruktur (zwei Schiffe mit drei Jochen) mit ebenfalls zwei Säulen in der Mitte, die den Blick zum Altar einschränkten. Von den beiden Säulen haben sich Steine erhalten, die heute im Museum liegen. An den Wänden der Kapelle lassen sich noch zurückspringende Mauern, Halbsäulen, Nischen mit Rundbögen und Gewölbeansätze erkennen, die auf eine künstlerische Gestaltung und die Relevanz des Raumes hindeuten.
Im Gegensatz zur dunklen Torhalle besaß die Kapelle Fenster an der West- und Ostseite. Neben den Fenstern über dem Tor (Westseite) sind noch teils originale teils rekonstruierte Säulen zu erkennen, auf denen das Gewölbe ruhte. An der Nordseite findet man einen Ausgußstein.

Bergfried (Torturm)
Von der Kapelle kann man direkt in den südlich benachbarten Torturm gelangen. Der Turm diente zum Flankieren des Eingangs und war wahrscheinlich über 20 m hoch. 1431 war er einsturzgefährdet, sodass man ihn auf 13 m Höhe kürzte und eine Wachstube errichtete.
Der Turm diente wahrscheinlich als Bergfried. Vom Hof aus lässt sich ein rundbogiger Eingang an der Ostseite erkennen, der in 7 m Höhe liegt. Dies war der einzige Eingang in den Turm, der nur über eine Leiter erreichbar war. Einen Zugang zur Kapelle oder zu der Treppe gab es früher nicht.
Die Mauern des Torturms bestehen aus Buckelquadern und stammen aus der Gründungszeit der Pfalz. Im Inneren gab es ursprünglich mehrere Stockwerke, die heute fehlen. Von der Spitze der Turmruine eröffnet sich ein weiter Blick über die Pfalz, den Hof und die Umgebung.

Palas
Abgesehen von Torturm und Torbau hat sich nur noch der Palas erhalten, der die Nordseite der Kernburg dominiert. Das Gebäude ist 29 m lang und 15,7 m breit. Es haben sich die Hoffassade und Überreste an der Ringmauer erhalten, die ursprünglich als Rückwand des Gebäudes diente.
Die Hoffassade zeigt heute Keller- und Erdgeschoss. Ein rundbogiger Eingang, der halb vergraben ist, führte ursprünglich in den Keller. Davor befand sich eine Rampe, damit der Keller direkt befahren werden konnte. Direkt oberhalb der Kelleröffnung stößt man auf den reich dekorierten und mit Steinmetzarbeiten verzierten Haupteingang des Palas, vor dem sich ursprünglich eine doppelte Freitreppe befand. Direkt neben dem Hauptportal lassen sich Fensterreihen erkennen. Auf der linken Seite stößt man auf zwei dreiteilige Fensterreihen und auf der rechten Seite auf eine fünfteilige Fensterreihe. Die Rundbogenfenster ruhen auf Säulen, die auf die typische Architektur der Romanik verweisen.
Das Hauptportal ist in originalem Zustand erhalten geblieben und ein Meisterwerk der Steinmetzkunst des 12. Jahrhunderts. Es zeigt die vier Jahreszeiten in wilder Ornamentik mit unterschiedlichen Figurmotiven. Direkt darüber findet man einen steinernen Kopf, der hier im 19. Jahrhundert erst eingemauert wurde.
Ursprünglich wies der Palas noch ein weiteres Stockwerk auf, das vermutlich vom Aussehen dem Erdgeschoss glich. Anstelle des Hauptportals befand sich dort wahrscheinlich ein Balkon mit steinernem Geländer. Anhand des Stils lässt sich heute sagen, dass die Baumeister des Gebäudes aus der Provence und vom Oberrhein stammten. Die Torhalle ist im typischen Elsässer Stil. Die Ornamentik, die sich in der Burg erhalten hat, ist heute in ähnlicher Form am Straßburger Münster oder am Wormser Dom zu finden.
Im Inneren der Palasruine eröffnet sich der Blick auf die ehemalige nördliche Ringmauer, die zeitgleich die Rückwand des Palas war. Hier lassen sich die Überreste eines Kamins mit Schmuckplatten erkennen. Die Kaminsäulen tragen heute ein Zickzackmuster und auf den Platten lässt sich in Stein gehauenes Flechtwerk erkennen. Sie sind meisterhafte Steinmetzarbeiten damaliger Zeit. In der Ringmauer befanden sich ursprünglich Fenster mit Sitzbänken und an der Nordwestecke ein Abort im Obergeschoss. Unter dem Abort floss die Kinzig, die mit ihrer Strömung die Fäkalien wegspülte.
Durch archäologische Untersuchungen des Kellergeschosses fand man heraus, wie die Raumaufteilung im Palas war. Der Keller diente ursprünglich als Lager und war in fünf Räume aufgeteilt die über einen Gang hinter der Hoffassade verbunden waren. Man geht davon aus, dass aufgrund der Fenster das Erdgeschoss eine identische Raumaufteilung hatte. Da sich hier der Eingang in das Gebäude befand, diente das Erdgeschoss wahrscheinlich als Empfangsbereich, Wohnräume und zur Repräsentation. Das obere Stockwerk wurde vermutlich auf volle Größe von einem Saal eingenommen, der ca. 325 m² hatte. Um das Dach zu stützen, gab es in diesem Saal zwei Reihen von Säulen, die eventuell aus Holz waren.

Hof, weitere Gebäude und zweiter Bergfried
Die Kaiserpfalz besaß einen sehr großen Burghof. Bisher hat man neben dem Palas, dem Torhaus und dem Torturm die Fundamente eines weiteren Gebäudes direkt neben dem Palas und zwei weiterer Gebäude gegenüber an der südlichen Ringmauer entdeckt. Diese dienten vor allem als Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit niedriger Relevanz.
Der Hof ist heute vollständig mit Rasen bewachsen. Unter dem Rasen fand man bei archäologischen Untersuchungen Sandsteinstücke, die auf Kies lagen. Unter dem Kies waren Rundhölzer und noch einmal Sandsteinstücke zur Stabilisierung.
1930 entdeckte man bei der Untersuchung des Hofs im östlichen Teil die Fundamente eines runden Bergfrieds. Man geht bis heute davon aus, dass der Turm nie gebaut, sondern nur von den Fundamenten her begonnen wurde. Das Fundament gehört zu einem runden Turm, der einen Durchmesser von 15,7 m mit 4 m starken Mauern hatte. Warum der Bau nie beendet wurde, ist bis heute unklar. Runde Bergfriede waren im 12. Jahrhundert sehr selten. Der Turm steht an der Ostseite und sollte ursprünglich freistehend sein. Normalerweise wurden Türme dieser Größe als Alternative zu einer Schildmauer genutzt und standen zur Hauptangriffsseite, die in diesem Falle die Westseite gewesen wäre. Somit geht man davon aus, dass das Bauwerk eine rein repräsentative und demonstrative Absicht gehabt haben könnte.

Statische Probleme
Die Kaiserpfalz Gelnhausen hat seit ihrer Bauzeit ständig mit statischen Problemen zu kämpfen. In der Anlage sieht man heute an mehreren Stellen, dass sich die Mauern neigen. Die gesamte Burg ruht auf Pfählen, da der Untergrund aus losem Sand mit hohem Grundwasserspiegel besteht. Die Kinzig hat einen stark schwankenden Wasserpegel, sodass die Pfähle oft trocken liegen und wegfaulen. Man geht davon aus, dass die gesamte Kaiserpfalz auf ca. 15.000-20.000 Pfählen ruht (laut Internet: 12.000). Schon in der Bauzeit zwischen 1160 und 1180 werden Probleme genannt. Im Laufe der Jahrhunderte kam es immer wieder zu Ausbesserungen und Veränderungen aufgrund von Absenkungen. Bis heute hat man mit dem Problem zu kämpfen, obwohl viele Bereiche mittlerweile Betonfundamente aufweisen.
Aufgrund der Pfahlkonstruktionen wird angenommen, dass der Bau der Anlage recht teuer war. Über 60 verschiedene Steinmetzzeichen deuten auf einen zügigen und gut koordinierten Bau hin, bei dem man anscheinend keine Kosten scheute.

Fazit
Gelnhausen ist die besterhaltene Kaiserpfalz aus der Stauferzeit. Von der Anlage haben sich mehrere Elemente erhalten, die zum größten Teil original sind. Sowohl im Museum, wie auch auf der Anlage werden Meisterwerke der Steinmetzkunst ausgestellt. Die einzelnen Bereiche sind überschaubar, laden aber zum Entdecken und Verweilen ein. Das Museum beschäftigt sich vor allem mit Rekonstruktionsversuchen, wie die Anlage zur Blütezeit ausgesehen haben könnte. Man stößt hier unter anderem auf unterschiedliche Modelle und Gegenstände aus alter Zeit. Ein Besuch lohnt sich.

Historie

Wann die Pfalz Gelnhausen gegründet wurde, ist heute nicht mehr belegbar. Dendrochronologisch Untersuchungen ergaben, dass sie um 1160 begonnen und gegen 1180 beendet wurde. Zumindest stammen Pfähle, auf denen die Anlage steht, aus dieser Zeit.
Ursprünglich unterstand die Region dem Erzbistum Mainz, das hier gegen Ende des 12. Jahrhunderts an Macht verloren hat. Kaiser Friedrich I. Barbarossa erkannte die Gelegenheit um hier Fuß zu fassen und übernahm 1165 die Burg Gelnhausen, die ursprünglich 1157 Mainz erworben hatte. Der Ort war sehr lukrativ, da sich hier ein Umschlagplatz von Schiffen auf Landverkehr befand.
Nachdem Kaiser Friedrich I. die Burg erworben hatte, ließ er sie sofort zur Pfalz ausbauen und verlieh der Siedlung Gelnhausen am 25. Juli 1170 Stadtrechte. Schon 1180 fand hier unter Einberufung von Kaiser Friedrich ein Reichstag statt, bei dem Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, in Abwesenheit seines Amtes enthoben und seine Herrschaft neu aufgeteilt wurde.
Ab 1250 verlor die Pfalz stark an Bedeutung. Sie war nur noch in den Händen von Verwaltern, die ihre eigenen Interessen verfolgten und verwalteten, da die Burg unabhängig von der Stadt Gelnhausen war. 1349 gibt Kaiser Karl IV. die Pfalz schließlich in Verpfändung an den Grafen von Schwarzburg, löst sie aber nie wieder ein. Dieser hegt kein Interesse an der Instandhaltung, so das um 1400 der Verfall beginnt.
1431 verkauft Heinrich von Schwarzburg die Anlage an den Grafen von Hanau und Pfalzgrafen Ludwig III. Es folgen Reparaturen an der Westseite der Kernburg, sowie Kürzung des Turms neben dem Tor. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wird die Hofwand der Kapelle erneuert, da die Kapelle noch bis ins 19. Jahrhundert für Gottesdienste genutzt wird.
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts erwerben die Grafen von Isenburg die Pfalz und die Stadt, residieren und leben hier aber nicht. Im 30-jährigen Krieg wird die Stadt mehrmals schwer durch kaiserliche und schwedische Truppen beschädigt. Der Palas wird angezündet und brennt vollständig ab.
1736 sterben derer von Hanau aus, so das die Pfalz an den Landgrafen von Hessen-Kassel geht. Kurfürst Wilhelm I. von Hessen-Kassel erkennt den geschichtlichen Wert der Anlage und verbietet 1816 das Entnehmen von Steinen.
Zwischen 1827 und 1860 kommt es zu ersten Sanierungsarbeiten. Mittlerweile wird die Kapelle nicht mehr genutzt, sodass sie 1856 aufgrund von Einsturzgefahr teilweise abgerissen wird. Zeitgleich setzt man 1860 das Gewölbe der Torhalle mit originalen Steinen neu, da die Fundamente in Bewegung geraten sind und das Gewölbe Risse bekam.
1930 kommt es zu ersten Restaurierungsarbeiten und archäologischen Untersuchungen, bei denen man das Bergfriedfundament des runden Bergfriedes im hinteren Bereich des Burghofs entdeckt. 1961 werden weitere Sanierungen durchgeführt. Da die Fundamente auf Pfählen stehen, die aufgrund des Wasserstandes der Kinzig immer wieder wegfaulen, wird bis heute an der Statik der Pfalz gearbeitet. Nach 2000 sind die Arbeiten im Untergrund immer noch nicht beendet.

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Anfahrt

Von der A66 Ausfahrt "Gründau-Lieblos" auf die B457 und direkt danach links abbiegen Richtung Gelnhausen. In Gelnhausen der Ausweisung zur Kaiserpfalz folgen und auf dem Parkplatz "An der Zehntscheune" parken.

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Literatur

- Joachim Rehork, Herausgeber: Rudolf Pförtner, "Unsere Kaiserpfalzen", Band 3, Umschau Verlag, 1985, Frankfurt am Main, ISBN: 3-524-65003-1
- Staatliche Schlösser und Gärten, "Kaiserpfalz Gelnhausen”, Staatliche Schlösser und Gärten, Regensburg, 2007, 2. Aufl., ISBN: 978-3-7954-6253-6
- Informationstafeln

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 20.01.2015


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