Ehrenstein

Burg Ehrenstein

Deutschland / Thüringen

Das Schloss Ehrenstein hat seinen Ursprung in einer Siedlung aus der Zeit um 0. Die Wasserburg ist seit dem 6. Jahrhundert bekannt. Im Laufe der Zeit wurde die Burg immer wieder erweitert und es entstand das heutige Schloss, bestehend aus vier Flügeln und dem Turm. Die Anlage beherbergt heute ein Heimatmuseum und eine Bibliothek. Der Hof und die Außenanlagen lassen sich kostenlos besichtigen.

Diese Burg teilen

Share on Facebook0Tweet about this on Twitter0Share on Google+0Pin on Pinterest0Email this to someone

Adresse

Burg Ehrenstein
Schlossplatz 1
99885 Ohrdruf
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Schloss
Burgtyp: Wasserburg
Nutzung: Museum
Lage: 373 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:12-16:48 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Ganzjährig
Schlosshof: offen
mehr
Eintrittspreise: Schlosshof: frei
Schloss: kostenpflichtig
mehr
Kontakt: Tel: 03624 / 31 14 38
Fax: 03624 / 31 36 34
Führungen: Fr. Ehrmann
Tel: 03624 / 40 23 29)
Website: Ohrdruf.de

Baubestand & Beschreibung

Schloss Ehrenstein befindet sich inmitten des Ortes Ohrdruf, direkt an der Ohra. Das Schloss geht aus einer alten Wasserburg hervor, deren Gräben vermutlich über den Fluss Ohra mit Wasser versorgt wurden. Im Laufe der Jahrhunderte kam es zu mehreren Um- und Ausbauten, sowie unterschiedlichen Nutzungen, wodurch von den Anlagen von vor 1610 nur wenig existent geblieben ist.
Heute handelt es sich bei Ehrenstein um eine vierflügelige Schlossanlage mit großem Innenhof. Das Schloss liegt direkt an der Ohra und weist sowohl einen Eingang zum Wasser, wie auch zum Land hin auf. Nach Südosten beherbergt der rechteckige Gebäudering einen Turm, der aus der allgemeinen Gebäudehöhe herausragt. Der Turm stammt noch aus der Zeit des Klosters und wird dementsprechend Klosterturm genannt. Sein unterer Part ist rechteckig während der obere Bereich ab einer Höhe von knapp zehn Metern in einen polygonalen Aufsatz übergeht. Im 18. Jahrhundert passte man den Turm dem Schloss an und stattete ihn mit einem Zwiebeldach aus. Im Gegensatz zum Rest des Schlosses ist er unverputzt.
Die Schlossflügel des Gebäudekomplexes wurden im Laufe der letzten Jahre aufwendig restauriert. Noch deutlich lassen sich die barocken Fassadenelemente erkennen, die die Anlage seit dem 17. Jahrhundert prägen. Nach außen wirken die Flügel sehr gleichmäßig und beherbergen nur wenige Ausbuchtungen oder besondere Elemente. Der Hof hingegen weist barocke Portale und Treppentürme, sowie gesonderte Eingänge auf. Im Zuge der Restaurationen entstand an der äußeren Nordostseite ein gläsernes Treppenhaus.
Die äußere Parkanlage Ehrensteins deutet unter anderem auf eine Herkunft als wehrhaftes Gebäude oder zumindest auf eine herrschaftliche Residenz hin. Im ehemaligen Schlosspark lassen sich noch zahlreiche Gräben und Wälle erkennen. Die Gräben sind unter anderem noch unterirdisch mit dem Fluss verbunden.
Heute beherbergt das Schloss die Stadtbibliothek, das Stadtarchiv und ein Museum, das sich vor allem mit der regionalen Geschichte über mehrere Jahrhunderte befasst. Die Ausstellung geht auf unterschiedliche Themen ein.

Historie

Das älteste existente Bauteil der Burg ist ein Fliehturm, der sich im Nordflügel befindet. Ursprung der Anlage ist eine Hermundurensiedlung um 0 n. Chr., direkt hinter dem heutigen Schloss. 531 entsteht eine fränkische Wasserburg, die um 600 Gräben und Wälle erhält. Um 700 soll der Turm zur Sicherung der Bewohner der umliegenden Höfe und Siedlungen gedient haben, der später als Wohnturm genutzt wurde.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer und Herren der Anlage oft und es kam zu ständigen Ausbauten und Veränderungen. Auf dem Grundstück des heutigen Schlosses soll ein Stift gestanden haben. Lullus, Nachfolger von Bonifatius, war Gründer dieses Stifts im Jahre 745. Es entstand eine Kirche, die 777 Petri geweiht wurde. 961 ist Kaiser Otto I. zu Besuch und unterzeichnet vier Urkunden. 980 wurde das Stift erstmals durch Gozbert, damals Abt zu Hersfeld, nach einem langjährigen Verfall wieder aufgebaut. Es entstand der erste Chorherrenstift in Thüringen. Am 16. März 1184 brannte der Chorherrenstift nieder. Es erfolgte ein Wiederaufbau 1186, der einen neuen Grundriss mit sich zog. Der Benediktinerstift bestand bis 1330 und wurde durch die Folgen der umliegenden Fehden bis 1340 mehrmals zerstört. Die Ordensbrüder des Klosters zogen in den darauf folgenden Jahren nach Gotha. Die Anlage übernahmen zuerst die Grafen von Gleichen die 1344 mit weiteren Ausbauten beginnen. Ab 1463 wird wiederum ein Karmeliterkloster errichtet, das bis 1523 besteht. Graf Georg von Gleichen lässt 1550 einen Kirchhof und einen Flügel errichten. Nach seinem Tod 1570 wohnte seine Witwe auf dem Schloss. Es entstand 1570 ein Turm. Bis 1610 blieb die Anlage unverändert.
In der darauf folgenden Zeit baute Graf Ernst das Schloss großzügig um. Die Kirche, letztes Element des Klosters, wurde 1617 neu hergerichtet. Im 18. Jahrhunderte um 1750 erfolgte unter Graf August Wilhelm von Hohenlohe der Ausbau zum Barockschloss. Der Turm bekam eine neue Kuppel und die Flügel wurden verändert. 1869 verkauft Fürst Hermann zu Hohenlohe die Anlage an den Fiskus von Gotha. 1870 wurde ein Realgymnasium auf dem Schloss eingerichtet. Ab 1924 wird das Schloss gemeinnützig genutzt und ab 1933 entsteht das Ohrdrufer Heimatmuseum.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stand das Schloss nach der Nutzung als Militärschule um 1956 leer und begann zu verfallen. In Zeiten der DDR dachte man über den Abriss nach, der durch den Förderverein des Schloss verhindert wurde. 1971 beginnen die ersten Rekonstruktionsarbeiten. Ab 1997 wird die Stadt Eigentümer. Heute beinhaltet das Schloss ein Museum, das Stadtarchiv und die Stadtbibliothek.

Events in der Nähe

Zu dieser Burg und den Nachbarburgen liegen uns keine Veranstaltungen vor. Sie können hier gerne eine eintragen:

Veranstaltung eintragen

Anfahrt

Das Schloss Ehrenstein liegt in Ohrdruf, südlich von Gotha nahe der Autobahn A4. Über die A4 Ausfahrt "Gotha" über die B247 Richtung Ohrdruf. Innerorts gleich beim Ortseingang links in die Strengestr. und weiter in die Gothaer Str. Von der Gothaer Str. fährt man auf dem Schlossplatz und parkt hinter dem Schloss.

Empfehlung: Deutschlands Burgen - Kalender

Unsere erfolgreiche Kalenderserie ist seit mehr als 3 Jahren heiß begehrt. Das perfekte Geschenk für alle Altersgruppen.

Burgenarchiv.de
VER Verlag
Empfehlung: Deutschlands Burgen - Kalender

Unsere erfolgreiche Kalenderserie ist seit mehr als 3 Jahren heiß begehrt. Das perfekte Geschenk für alle Altersgruppen.

Burgenarchiv.de
VER Verlag

Sonstige Einrichtungen

In dem Museum sind Ausstellungen zu den folgenden Themen zu finden:
- Versteinerungen aus dem Muschelkalkmeer
- Zeugnisse der ersten Besiedlung Ohrdrufs aus der römischen Kaiserzeit
- 724 wurde Ohrdruf erstmalig erwähnt aus dieser Zeit stammt ein Taufstein
- Johann Sebastian Bach und die Ohrdrufer Bachfamilie im Museum sind unter anderem die Kopien des Schülerverzeichnisses des ehemaligen Lyceums und die Orgelakte der St. Michaeliskirche zu besichtigen
- Innungen, der Handel und das Fuhrmannswesen bestimmten das Bild der schon vor 1348 ernannten Stadt Exponate aus dieser Zeit sind zu sehen
- Die Entwicklung der Ohrdrufer Spielwaren- und Porzellanindustrie ab Mitte des 19. Jahrhunderts
- Die Geschichte des Truppenübungsplatzes Ohrdruf

Folgen Sie uns

Facebooktwittergoogle_pluspinterestyoutube

Hinweis: Falls Sie einen Werbeblocker benutzen, sehen Sie u.U. nicht die vollständige Literaturliste.


Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 29.11.2007

Burgen in der Umgebung

weitere Burgen im Umkreis laden

Kommentar verfassen