Egloffstein

Burg Egloffstein

Deutschland / Bayern

Auf einem Sporn oberhalb von Egloffstein liegt das gleichnamige Schloss.Die Burg, aus der das Schloss entstand, wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts errichtet. Heute ist sie privat und kann nur von außen besichtigt werden. Die Anlage, bestehend aus einer Kirche und mehreren Gebäudekomplexen wird mühsam von den Besitzern instand gehalten. Der Besucher bekommt aus dem öffentlichen Raum ein Blick auf die Südfassaden und einen Turm.

Adresse

Burg Egloffstein
Rittergasse
91349 Egloffstein
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte: keine Bewertung
Zustand: Burg
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: privat
Lage: 427 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:05-19:28 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: nur mit Führung
Eintrittspreise: Führung: kostenpflichtig
Zwinger: frei
mehr
Website: Burg-Egloffstein.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Egloffstein liegt auf einem Felssporn oberhalb des Tals des Trubachs und des Ortes Egloffstein. Heute befindet sich die Anlage im Besitz des alten Geschlechts derer von und zu Egloffstein und kann außerhalb der Führungen nur von außen besichtigt werden.
Ursprünglich bestand Egloffstein aus einer Kernburg auf einem Felssporn, der zu mehreren Seiten hin in Form einer Steilwand abfällt. Zum Bergrücken war die Anlage durch einen Halsgraben von über 7 m Tiefe getrennt gewesen, der um 1890 verschwand. Heute besteht die Anlage aus der Kernburg, der Kirche Sankt Bartholomäus, den Stallungen und dem Amtsdienerhaus. Das Amtsdienerhaus und die ehemaligen Stallungen stehen auf dem zugeschütteten Graben, der einst die Burg vom Berg trennte.
Die Kernburg ist der älteste Teil von Egloffstein. Ihre Ursprünge stammen aus dem 12. Jahrhundert. Sie besteht aus einer Ringmauer, die von der Innenseite her vollständig bebaut ist. In ihrer Mitte befindet sich ein Burghof, der den Zugang zu den Gebäuden gewährt. Der älteste, erhaltene Teil liegt im Nordosten und besteht aus einem Wehrgang und den alten Kemenaten. Die Südseite der Kernburg wird vollständig durch die neuen Kemenaten bzw. langen Kemenaten eingenommen, die heute den Zugang zur Kernburg beherbergen. An dem nordwestlichen Ende steht ein polygonaler Turm (Kanonenturm genannt), der einst den Zugang flankiert haben soll. Von ihm gehen die Stallungen ab, die sich auf dem ehemaligen, heute zugeschütteten Graben befinden. An der Südseite standen bis 1750 die unteren Kemenate, die zu Gunsten der Kirche Sankt Bartholomäus abgerissen wurden. Heute nimmt die Kirche den Standort ein.
Westlich der Burg Egloffstein stößt man auf zahlreiche Wohnhäuser, die wesentlich höher liegen als die Kernburg. Der Ursprung dieser Gebäude liegt in einer Vorburg, die sich um 1500 an selbiger Stelle befand. Es sollen mehrere Fruchtkästen, mehrere Speicher sowie ein Stall existent gewesen sein. Diese wurden von zwei Ringmauern mit Türmen, Torhäusern und Toren zum Berg hin geschützt. Eine der drei Zisternen, die Egloffstein besaß, befand sich in der Vorburg. Sie wurde zum Löschwasserreservoir für die Gemeinde ausgebaut. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verkaufte man die Vorburg und unterteilte diese in einzelne Grundstücke. Heute ist die ehemalige Vorburg ein Teil der Gemeinde und heißt "oberer Berg".
Zwischen der Vorburg und der Kernburg befindet sich heute das Amtshaus, das 1771 durch den Freiherrn Karl Ludwig Ernst von und zu Egloffstein errichtet wurde. Es diente später als Richterhaus und Verwaltungszentrum. An der linken Seitenwand ist das Wappen der Familie Egloffstein von 1664 zu erkennen. Es hing ursprünglich an dem um 1800 eingestürzten Geschützturm.
Vom touristischen Aspekt her ist Burg Egloffstein schon alleine aufgrund der wunderschönen Lage im Trubachtal einen Ausflug wert. Außerhalb der Führungen ist nur eine Außenbesichtigung von Süden her und eine Innenbesichtigung der Kirche möglich.

Historie

Burg Egloffstein wird erstmals 1180 und 1184 urkundlich erwähnt. Sie wurde vermutlich Anfang des 12. Jahrhunderts erbaut. Der Name stammt wahrscheinlich von der Adelsfamilie Agilof ab. 1358 stiftete Albrecht II. von Egloffstein eine Kaplanei in der Burg. In einer Fehde zwischen Götz von Egloffstein und dem Hochstift Bamberg wird die Burg Leienfels 1372 zerstört. Burg Leienfels war Stammsitz von Götz von Egloffstein, der sich nach der Zerstörung auf die Burg Egloffstein zurückzog. Der Bamberger Bischof Lamprecht von Brunn forderte Seybot II. von Egloffstein auf dem Hochstift das Öffnungsrecht einzuräumen. Dieser kam der Forderung nach.
1449 und 1450 kommt es im ersten Markgrafenkrieg zur erfolglosen Belagerung durch den Markgraf Albrecht Achilles, der am 8. April 1450 einen Angriff wagte. Es folgten 1482 bis 1493 starke Umbauten. Nach einem Angriff 1504 durch Nürnberg im Landshuter Erbfolgekrieg baute man die Anlage wieder auf. 1509 begann das Geschlecht Egloffstein Teile der Anlage dem Hochstift Bamberg als Lehen zu übergeben. 1516 ist Egloffstein vollständig im Besitz des Hochstifts.
In den Bauernkriegen 1525, sowie 1563 nach Streitigkeiten zwischen Wilhelm III. von Egloffstein und dem Bamberger Bischof Veit II. von Würzburg wurde die Burg verwüstet und beschädigt. Im Dreißigjährigen Krieg 1632 und 1648 kommt es zu Zerstörungen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erfolgt 1664 der Umbau zur Festung. Es entstand ein nicht mehr existenter Kanonenturm oberhalb des Burggrabens, der 1800 einstürzte. Im Spanischen Erbfolgekrieg 1703 wurde die Anlage besetzt. 1750 kam es zum Bau der Pfarrkirche Sankt Bartholomäus an den Standort der unteren Kemenate und der alten Burgkapelle. 1890 schüttete man den Burggraben zu und erhöhte das Amtsdienerhaus, das 1771 durch den Freiherrn Karl Ludwig Ernst von und zu Egloffstein erbaut wurde, um ein Stockwerk.
Bis heute befindet sich die Burg im Besitz der Familie von und zu Egloffstein und wird von ihr genutzt und erhalten.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Egloffstein liegt 30 km Luftlinie nördlich von Nürnberg. Zu erreichen ist die Anlage über die A9 im Osten und die A73 im Westen. Die A73 verlässt man über die Ausfahrt "Forchheim" und folgt der B470 bis nach Pretzfeld. Von hier fährt man über Lützelsdorf, Wannbach, Unterzaunsbach und Schweintahl nach Egloffstein.
Die A9 verlässt man über die Ausfahrt "Plech". Von hier fährt man über Betzenstein nach Leupoldstein auf die Bundesstraße B2, der man 2 km Richtung Nürnberg folgt. Anschließend biegt man ab Richtung Obertrubach und hält sich weiter Richtung Untertrubach. Die Straße führt direkt nach Egloffstein.
In Egloffstein ist die Burg auf Anhieb zu sehen. Über die Felsenkellerstraße biegt man ab Richtung Ortsmitte und hält sich anschließend die zweite rechts (Burgberstraße). Diese verlässt man wiederum rechts auf die Rittergasse, die auf dem Burggrundstück endet. Aufgrund von Parkplatzmangel bei der Burg sollte man schon frühzeitig nach einem Parkplatz suchen.

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Sonstige Einrichtungen

Auf Burg Egloffstein besteht die Möglichkeit zu heiraten. Zudem gibt es Ferienwohnungen. Siehe Website zur Burg.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 11.01.2009

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