Drachenfels

Burg Drachenfels

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Südlich des Ortes Busenberg liegt auf zwei hohen Felstürmen die Burg Drachenfels. Die Anlage aus der Zeit um 1200 war eine Grenzburg der Abtei Klingenmünster und wurde 1523 zerstört. Von der Burg haben sich zahlreiche Reste erhalten. Ursprünglich bestand Drachenfels aus einer Westburg und einer Ostburg, die durch einen 11 Meter tiefen Graben voneinander getrennt waren. Zwei verschiedene, sehr gut erhaltenen Toranlagen schützten den Zugang. Die Westburg ist vollständig verschwunden, es haben sich nur wenige Steine und kleine Mauerreste erhalten. Von der Ostburg zeugen zahlreiche Ringmauerelemente, Gebäudefundamente, Kellergewölbe, Kammern im Felsen und der 15 m hohe Felsturm. Trotz des relativ schlechten Erhalts lädt Drachenfels zum Erkunden und Verweilen ein. Ein Besuch lohnt sich.

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Adresse

Burg Drachenfels
76891 Busenberg
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Felsturmburg
Nutzung: -
Lage: 330 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:22-19:39 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Südlich des Ortes Busenberg liegt auf zwei hohen Felstürmen die Burg Drachenfels. Die Anlage aus der Zeit um 1200 war ursprünglich eine Grenzburg der Abtei Klingenmünster und wurde 1523 zerstört. Von der Burg haben sich zahlreiche Reste erhalten.
Ursprünglich bestand Drachenfels aus einer Westburg und einer Ostburg, die durch einen 11 Meter tiefen Graben voneinander getrennt waren. Heute betritt man die Ruine über das alte Torhaus. Von hier führen Stufen hoch zur Vorburg. Viele alte Torbögen, Treppen, Gewölbe und vor allem hohe Wehrmauern haben sich erhalten. Man stößt auf eine alte Zisterne, einen Brunnen, mehrere Elemente der alten Wehranlage und zahlreiche Gewölbe, die als Wirtschaftsgebäude genutzt wurden und heute große unterirdische Freiflächen mit bis zu 6m Breite und 6m Höhe auf Erdniveau preisgeben. Vor allem die Gewölbe wirken sehr imposant und laden den Besucher zum Verweilen und Entdecken ein.
Die östliche Kernburg befand sich auf einem Felsen, oberhalb der Vorburg. Der Felsen war über eine schmale, leicht zu verteidigende Treppe zugänglich und wies zu allen anderen Seiten unüberwindbare Steilhänge auf. Wege führen am Fels entlang und geben die Möglichkeit Höhlen und Gänge zu besichtigen. Einige Höhle beherbergen heute noch den einen oder anderen Raum, dessen Wände zum Teil vom Wind soweit abgetragen wurden, dass sich natürliche Fensteröffnungen gebildet haben, die bizarre und schöne Gebilde hervorbringen.
Die Kernburg wurde sehr kompakt errichtet. Da der Felsen nicht viel Platz bot, begann man mit der Aushöhlung des Felsens.
Von der Kernburg gelangt man über eine Treppe durch den Turmbau zum westlichen Teil Drachenfels. Hier befanden sich einst der Zugang für Pferde und Karren sowie ein gut ausgebauter Halsgraben und ein Geschützrondell. Zudem war der zweite nicht mehr zugängliche Felsen auch bebaut gewesen wie man an Vertiefungen für Treppengänge und Auflager erkennen kann. Leider lässt sich dieser aufgrund fehlender Treppen nicht mehr besichtigen. Seit Jahrhunderten hat der Regen sich Wege zum Abfließen gesucht und so sind vor allem Treppen durch anhaltende Witterung stark ausgewaschen und rutschig oder gar nicht mehr existent.

Historie

Der Drachenfels wurde vermutlich um 1200 mit der gleichnamigen Burg bebaut. Sie diente wahrscheinlich als Grenzburg der Abtei Klingenmünster. Bis zum Jahre 1344 gehörte die Anlage den Raubrittern von Drachenfels, wurde aber 1335 von Straßburger Truppen größtenteils zerstört. Am Ende des 14. Jahrhunderts wurde Drachenfels durch die von Dürkheim wieder aufgebaut. Diese blieben nicht lange, die Besitzer wechselten 25 Mal. Unter anderem waren auch Kaiser Maximilian und Ritter Franz von Sickingen Inhaber. Dies hatte zahlreiche Umbauten zur Folge. 1523 wurde die Burg endgültig von den Gegnern Sickingers zerstört. Truppen des Erzbischhofs von Trier und des Kurfürsten der Pfalz sowie des Landgrafen von Hessen waren bei der Zerstörung vertreten. Der Wiederaufbau wurde verboten. Der Bergfried saß auf dem heute noch begehbaren Felsen. Spuren sind kaum noch vorhanden.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Drachenfels liegt unweit der Ortschaft Busenberg nahe der B427. Durch die weitreichende Ausschilderung ist die Burg leicht zu finden.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 20.07.2004

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