Breuberg

Burg Breuberg

Deutschland / Hessen

Burg des Monats

Burg Breuberg wurde bei Burgenarchiv.de von den Besuchern zur "Burg des Monats September 2017" gewählt.
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Burg Breuberg liegt auf einem Gipfel oberhalb des Tals des Flusses Mümling. Die ursprünglich recht kleine Anlage mit Bergfried aus Buckelquadern aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde im 16. Jahrhundert zu einer eindrucksvollen Festung ausgebaut. Es haben sich zahlreiche imposante Rondell- und Batterietürme erhalten, die sich größtenteils umrunden lassen. Heute beherbergt Breuberg eine Jugendherberge und ein Museum, sowie eine Gastronomie. Die Anlage ist empfehlenswert und sollte einmal besucht werden.

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Adresse

Burg Breuberg
64747 Breuberg
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine, Festung
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: Jugendherberge, Museum, Gastronomie
Lage: 295 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:06-16:04 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Ganzjährig
Burg: offen
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Eintrittspreise: Burg: frei
Museum: kostenpflichtig
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Website: Burg-Breuberg.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Breuberg thront hoch und uneinnehmbar wirkend über der gleichnamigen Stadt auf der Kuppe eines Berges. Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einer großen Festung ausgebaut, die von der Typologie her nicht der Norm entspricht und sich durch die geologischen Gegebenheiten einzigartigem ist. Sie beherbergt heute ein Museum und eine Jugendherberge.
Der Zugang zur Burg erfolgt über das erste unscheinbare Tor, das in den Zwinger führt. Direkt dahinter eröffnet sich der Blick auf das Doppeltor der Kernburg und auf die gesamte, imposante Südfassade, die mit ihren verstärkten und geneigten Festungsmauern ein eindrucksvolles Fotomotiv bietet. Der Zwinger lässt sich als eine Art Vorwerk definieren. Abgeschottet durch einen mächtigen Graben handelt es sich um ein Platteau, von dem man in den Graben und somit zu den Batterietürmen gelangen konnte. Fächerschießscharten zieren heute noch die Wehrmauern des Zwingers und erinnern an die gute Abwehranlage der Burg zu dieser Seite hin.
Direkt neben dem Zugang, trifft man auf ein weiteres Tor, hinter dem der Weg in die Grabenanlage führt. Von hier gelangt man zu den einzelnen Rundtürmen, die auf ihren natürlichen Fundamenten aus massivem Fels und durch ihre Breite wuchtig und selbst noch im ruinösen Zustand uneinnehmbar wirken. Zur Burg hin weisen alle Türme die typischen Öffnungen auf, die einst durch Holzkonstruktionen verschlossen waren und im Falle einer Einnahme durch den Feind in Brand gesetzt werden konnten. Somit war gewährleistet, dass der Belagerer die Türme nicht für sich nutzen konnte um die Burg anzugreifen.
Begibt man sich in den Graben hat man die Möglichkeit sich den Wilhelmsturm im Süden, den Michelsturm im Osten und den Roten Turm im Norden aus nächster Nähe anzusehen. Betreten lassen sich die Türme heute nicht mehr. Der Zugang zum Vorderen Turm, der die Anlage nach Westen hin und den Zugang zur Innenanlage schützte, ist nicht mehr passierbar. Im Graben sind heute zahlreiche Sporteinrichtungen der Jugendherberge untergebracht.
Der Zugang zur Vorburg erfolgt heute über eine steinerne Brücke, die eine Zugbrücke als Vorgängerin hatte. Man gelangt auf einen Zwischenhof. Dieser liegt zwischen der Kernburg und der ehemaligen Vorburg und verbindet diese miteinander. In einigen fachliterarischen Werken wird er der Vorburg zugeordnet. Heute dient er neben der Erschließung des Museums als Aufenthaltsort der Bewohner der Jugendherberge und stellt mit seiner mittelalterlichen Umrahmung einen angenehmen Platz zum Erholen und Entspannen dar. Durch sein ansteigendes Höhenniveau zur Kernburg hin, wirkt er keineswegs leer und bildet von jedem Punkt aus neue Sichtbeziehungen. Der Hof ist im Süden von den Fassaden eines Wohnbaus und des Johann-Casimir-Baus eingerahmt, die heute das Museum beinhalten. Nach Westen hin schließen die Überreste des Föppelbauses und von Osten her die Kernburg die Hoffassade ab. Im Norden befinden sich das Wertheimer Zeughaus, der alte Pulverturm, der sogenannte Hexenturm und das ehemalige Backhaus, die zum größten Teil nur noch als Ruine vorhanden sind. Der Übergang zur Vorburg befindet sich zwischen dem Johann-Casimir-Bau und dem Föppelbau.
Heute dient die Vorburg als Parkplatz für Mitarbeiter des gesamten Burgareals. Durch die geschlossene Fassade ist sie nicht sichtbar und wird stets geschlossen gehalten. Erhalten haben sich ein Graben, der die Vorburg vom Rest der Burg trennte und mithilfe einer steinernen Brücke überspannt ist. In der Vorburg, in vielen Quellen auch als Schütt bezeichnet, stößt man heute nur noch auf das Erbacher Zeughaus. Zudem lassen sich die Fundamente eines weiteren Baus und die Zugänge zur Wehrmauer, bzw. zu den Türmen erkennnen, die die Auffahrtsstraße zur Burg flankierten.
Die Kernburg erreicht man über einen Zugang, der steil am nördlichen Ende in die Frontfassade eines kleinen Tores übergeht. Der kleine stark verwinkelte Hof der Kernburg beherbergt zahlreiche Türen, Treppentürme, Erker, vor- und zurückspringende Fassaden und mittig den Bergfried. Der hohe Turm, bestehend aus Buckelquadern und gibt dem Hof mit seinem starken Kontrast zu den spätmittelalterlichen Fassaden einen urigen Charme. Von seiner Spitze lässt sich weit ins Land und über die Dächer der Burg blicken. Bereiche, die einem aufgrund der Unzugänglichkeit verwehrt bleiben, wie zum Beispiel die Vorburg lassen sich zum größten Teil erkennen und sorgen für einen aufklärenden Überblick.
Die Gebäude der Kernburg sind heute Heimat der Jugendherberge. Viele Bereiche lassen sich nur mit Hilfe einer Führung besuchen. Neben dem Bergfried und der Jugendherberge existieren in der Kernburg eine Burgkapelle, eine Brunnenhalle, ein Saalbau, der unter anderem einen Frauensaal beherbergt, ein Küchentrakt, der Palas und die alte Münze. Alle Einrichtungen lassen sich nur schwer oder gar nicht von außen erkennen und nur mit der besagten Führung begutachten.
Von der Atmosphäre her ist Burg Breuberg sehr angenehm. Man gibt sich viel Mühe sowohl Jugendherbergsgästen, wie auch Besuchern einen angenehmen Aufenthalt zu gewährleisten. Die Burg überzeugt vor allem durch Rekonstruktionsarbeiten und guten Erhalt und lädt vielerorts zum Verweilen ein.

Historie

Burg Breuberg stammt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Der Bergfried mit seinen Buckelquadersteinen wurde in dieser Zeit errichtet. Die Gebäude an der inneren Ringmauer der Kernburg sind aus der Spätgotik, der Bergfried ist somit das einzige Gebäude aus Ursprungszeiten.
Das Geschlecht Breuberg starb 1323 aus. Die Anlage fiel an die Herren von Wertheim. Sie bauten Breuberg um 1500 ausgiebig aus. 1556 starb das Geschlecht Wertheim aus. Nachfolgende Besitzer waren von Löwenstein und von Erbach. Im 16. Jahrhundert kamen die Rondelle und die Vorburg hinzu. 1509 entstand der heutige Palas. Die ehemalige Burgküche ist von 1475. Die äußere Verteidigungsanlage mit den Batterietürmen stammen von 1504,1505 und 1507. Der älteste Turm ist der Wilhelmsturm. Er wurde vor 1482 erbaut. 1942 ist die Anlage im Besitz des Deutschen Reiches und Fremdarbeiterlager. 1949 gelangte sie in den Eigentum des Landes Hessen und wird zum Museum und Jugendherberge umgebaut. Genau wie bei Otzberg liegt der Bergfried mittig und ist freistehend.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Breuberg liegt auf einem Bergsporn, nördlich des gleichnamigen Ortes, an der bayerischen Grenze. Anfahrt ist über die A3 Ausfahrt "Stockstadt" oder über die A5 Ausfahrt "Pfungstadt" möglich.
Von der A3 aus der B469 bis nach Obernburg folgen und innerorts nach Höchst, bzw. Breuberg auf die hier anfangende B426 abbiegen. Von der A5 auf der B426 über Mühltal und Reinheim durch bis nach Breuberg. In Breuberg ist die Anlage weitreichend ausgeschildert.

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Sonstige Einrichtungen

Burg Breuberg beherbergt ein Museum und eine Jugendherberge. Die Jugendherberge liegt in der Kernburg, das Museum im äußeren Burghof.
Das Museum ist heute das Zuhause einiger Ausstellungsstücke und beinhaltet zahlreiche Räume mit Exponaten. Schwerpunkt ist dabei die Entwicklung der Anlage.

Gastronomie

In dem äußeren Burghof gibt es eine kleine Burgschänke.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 20.08.2006

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