Bretten

Burg Bretten

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Bretten liegt auf einem Berg unweit der gleichnamigen Stadt. Im Gegensatz zur Stadtburg entstand, wahrscheinlich im 13. oder 14. Jahrhundert, eine kleine Anlage auf einer Anhöhe außerhalb der Stadt. Von der Burg haben sich Gebäudefundamente, Erdwälle und die Grundmauern eines Wohnturms erhalten, der mehr als 80 Quadratmeter Wohnfläche hatte und wahrscheinlich mehr als 30m hoch war. Der Erdwall mit vorliegendem Graben schützte die Anlage zum Hang hin. Die Überreste der Brettener Burg sind heute sehr überwuchert.

Adresse

Burg Bretten
75015 Bretten
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: ehemalige Burg
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 220 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:12-18:34 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Abseits des Ortes Bretten liegt in einem lichten Wald die Ruine der Burg Bretten. Es haben sich die Fundamente eines Turms und ein mächtiger Graben erhalten, der die Anlage einst vollständig umgab. Heute wurde dieser partiell eingeebnet um für die hier verlaufende Forstsraße Platz zu gewinnen. Ein kleiner Trampelpfad führt direkt zu den Resten der einst kleinen Turmburg.
Inmitten der Wallanlage trifft man auf die Fundamente eines mächtigen Turmes, der auf jeder Etage knapp 80m² beherbergte und somit als recht großer Wohnturm diente. Das tiefe Fundament weist auf eine Höhe von über 30m hin, wodurch die Burg direkten Sichtkontakt zur Stadtburg hatte. Heute dienen die knapp 1,5m hohen Mauern als Feuerlager für nächtliche Partygäste. Von dem viereckigem Stumpf des Turmes führt ein Weg über den am Graben gezogenen Wall, auf dem einst die Wehrmauer der Burg stand. Die Größe des Hofes deutet darauf hin, dass hier einst Wirtschaftsgebäude standen. Der tiefe Graben lässt schlussfolgern, dass im Gegensatz zu der naheliegenden Zollburg (Stadtburg Bretten) diese Burg eine Wehranlage war, die zur Sicherung der Gegend oder eventuell auch als Fluchtburg diente.
Heute ist die Anlage stark überwuchert und eher unspektakulär. Man erkennt noch deutlich Größe und Dimensionen, doch sorgt der fortgeschrittene Verfall für einen nur kurz andauernden Besuch.

Historie

Der Turmstumpf ist vermutlich der Rest einer mittelalterlichen Turmburg. Der Wohnturm besitzt ungefähr 80m² Grundfläche. Die Burg soll im Besitz der Grafen von Eberstein gewesen sein. 1339 wird eine Burg urkundlich erwähnt. 1933 und 1935 wurden die Fundamente ausgegraben und konserviert.

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Anfahrt

Die Burg Bretten befindet sich nahe der gleichnamigen Ortschaft. Beide sind schnell über die A5 und die A8 zu erreichen. Die Bundesstraßen B35, B293 und B294 führen von den jeweiligen Autobahnen nach Bretten. Um zur Waldburg zu gelangen, sollte man sich auf die B294 begeben und am südlichen Ortsausgang bei der Eisenbahnbrücke Richtung Ruit halten. Gleich hinter dem Abzweig (noch in der Kurve) geht ein kleiner Weg rechts ab (sieht aus wie ein Fahrradweg). Folgt man diesem parallel zur Bundesstraße unter der Brücke durch und gleich dahinter links in den Wald hinein, gelangt man zum Wanderparkplatz. Von diesem dem Weg weiter folgen. Nach ungefähr 10 Min Fußweg und einer Weggabelung, an der man sich links halten muss, erreicht man die Burganlage. Ein kleiner Trampelpfad führt hoch (nicht durch den Graben) zu den Resten.

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Literatur


- "Archäologische Denkmäler in Baden-Württemberg", Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, 2002, Stuttgart, ISBN: 3-89021-717-6
- Hartmut Riehl, "Burgen und Schlösser im Kraichgau", Verlag Regionalkultur, 1997, Ubstadt-Weiher, ISBN: ­3-929366-51-7 S.96

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 24.10.2013, 21.10.2004

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