Bödigheim

Burg Bödigheim

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Bödigheim liegt oberhalb des gleichnamigen Schlosses auf einem Felsen. Die Anlage aus dem 13. Jahrhundert beherbergt heute ein Reservistenheim der Bundeswehr und private Wohnungen. Neben dem Bergfried haben sich Überreste der Toranlage und des Palas erhalten. Der Palas dient der Bundeswehr. Der Bergfried aus Quadermauerwerk mit ehemaligem Zinnenkranz ist in seiner Form sehr eigentümlich und eindrucksvoll. Von dem frei zugänglichen Burghof eröffnet sich ein Blick auf alle Bereiche der Burg. Das Innere der Gebäude kann nicht besichtigt werden.

Adresse

Burg Bödigheim
74722 Buchen-Bödigheim
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Bundeswehr
Lage: 320 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:39-19:19 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: privat, offen
Burghof: offen
mehr
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Bödigheim liegt auf einem Sporn oberhalb des gleichnamigen Ortes. Die Anlage aus dem 13. Jahrhundert wurde bis in die Neuzeit stetig umgebaut und erweitert. Ältestes erhaltenes Gebäude ist der schlanke und hohe Bergfried. Er ist zusammen mit einigen wenigen Ringmauerelementen der letzte Rest der mittelalterlichen Burg.
Das Gut Bödigheim besteht heute aus einem Schloss und der alten Burg. Die Burg liegt oberhalb des Schlosses auf einer Felsnase. Das Burggelände setzt sich heute aus drei Gebäuden zusammen. Diese sind der Bergfried, der Renaissancepalas und das Badehaus. Der Bergfried ist der älteste Bau und besteht trotz seiner späten Entstehung größtenteils aus Buckelquadern. Er ist recht hoch und mit der kleinen Grundfläche eine seltene Konstruktion. Unterhalb des Erkers führt am Fuße des Bergfrieds eine Treppe in den heutigen Burggarten, der sich nicht besichtigen lässt.
Im Norden des Burggartens schließt der Renaissancepalas von 1597 an. Das Gebäude besteht aus einem Kellergeschoss, einem Erdgeschoss, zwei Obergeschossen und einem hohen Satteldach. Die Fassade zum Burggarten hin weist noch zahlreiche dekorative Elemente und das typische Aussehen der Renaissance auf. Die Hoffassade des Palas lässt noch deutlich zugemauerte Torbögen, Fenster aus Sandstein und vereinzelt Balkenauflager erkennen. Das Gebäude dient heute als Reservistenheim und kann nicht besichtigt werden.
An die Nordfassade des Palas, also rechts, schloss ein weiteres Gebäude an, von dem nur noch wenige Reste der Außenmauern existent sind. Es haben sich ein verzierter Torbogen und die Außenmauer zum Tal hin erhalten. Das Bauwerk war wahrscheinlich mit dem Palas verbunden.
Die Südseite des Burghofs, also links vom Bergfried, wird heute durch einen länglichen Gebäudekomplex eingenommen. Es handelt sich um das Badehaus, das in Form eines Pavillons mit Anbau 1761 entstand. Nach einem Brand 1943 wurde das Gebäude restauriert und wieder aufgebaut. Heute beherbergt es Wohnungen und kann nicht besichtigt werden. Die Außenseite wurde nach altem Vorbild aus Fachwerk errichtet. Zum Burggarten hin hat sich der Pavillon erhalten, der nur aus dem Tal zu erkennen ist.
Burg Bödigheim ist im Laufe der Jahrhunderte zu einer beachtenswerten Anlage herangewachsen. Burg und Schloss bilden zusammen ein großes Areal, das zum Teil der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Die wechselhafte Geschichte und die ständigen Umbauten machen die Anlage zusammen mit dem eindrucksvollen Bergfried und dem wuchtigen Palas sehenswert. Ein Besuch lohnt sich.

Historie

1286 erhält Wipert Rüdt von Collenberg durch den Abt von Amorbach die Genehmigung eine Burg zu bauen. 1296 entstand der Bergfried, ältestes erhaltenes Gebäude der Burg. 1577 (laut Landesbibliothek) oder 1597 (Website Schlossinhaber) errichtete Hans Rüdt direkt neben dem Bergfried den heutigen Renaissancepalas.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage 1633 durch die Franzosen weitestgehend zerstört. 1662 beginnt man mit einem Neuaufbau der Anlage. Das Schloss unterhalb der Burg wird 1722 errichtet. 1761 entstehen der Pavillonbau, der Burggarten und das Badehaus.
Ab 1766 beginnt eine sehr wechselhafte Geschichte. Die Anlage unterliegt unterschiedlichen Funktionen, bleibt aber längste Zeit im Besitz des Adelsgeschlechts. Während der Revolution 1848 wehren sich die Bauern gegen eine Zerstörung der Anlage. Zwischen 1863-1876 war das Schloss unbewohnt und wurde anschließend renoviert. 1943 brennen Teile aufgrund von Brandstiftung vollständig ab. 1945 besetzen die Amerikaner die Anlage, geben sie aber 1948 an ihre Eigentümer zurück. 1997 erfolgt der Wiederaufbau des 1943 zerstörten Pavillons. 2003 und 2009 wird die Burg weitestgehend saniert und gesichert.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Bödigheim liegt in der gleichnamigen Ortschaft, direkt hinter dem Schloss. Im Norden des Ortes verlaufen die B27 und im Süden die B292. Die nächste Autobahn ist die A81 Ausfahrt "Osterburken". Von Osterburken über Hemsbach nach Zimmern und weiter der Straße über Seckach nach Bödigheim folgen. In Bödigheim beginnt eine Ausweisung zum Reservistenheim oder Schloss. Beide führen zur Burg. Die Anlage liegt direkt hinter dem Schloss. Der Turm ist gut zu sehen.

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Literatur

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- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, "Historische Stätten VI- Baden-Württemberg- 6. Band", Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart S.83

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 15.03.2013


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