Bichishausen

Burg Bichishausen

Deutschland / Baden-Württemberg

Auf einem Bergsporn im Tal der Großen Lauter liegt die aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg Bichishausen. Die kleine, kompakte Anlage wurde auf einen steil abfallenden Felsen errichtet und hat sich teilweise gut erhalten. Die Anlage besteht aus einer Vorburg und einer Kernburg mit Palas, Hof und den Fundamenten eines Bergfrieds. Die Anlage lädt mit ihrem merkwürdigen Aufbau und dem eigentümlichen Eingang über den Keller des Palas zum Erkunden ein.

Adresse

Burg Bichishausen
72525 Münsingen-Bichishausen
Parken: im Tal, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 640 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:42-19:14 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Die Burg Bichishausen liegt auf dem Ausläufer eines Berghanges, der in das lang gezogene Tal der "Großen Lauter" ragt. Heute betritt man die Anlage über einen kleinen Seiteneingang. Der Haupteingang ist noch erhalten, liegt aber direkt an einem Privatgrundstück. Ursprünglich betrat man Burg Bichishausen über ein Haupttor an der Westseite der Vorburg, direkt neben der Schildmauer und geschützt durch einen Graben.
In der ehemaligen Vorburg lagen neben dem Burggarten Gebäude aus Holz, von denen höchstens noch Geländespuren vorhanden sind. Teile der Außenmauer der Vorburg lassen sich noch erkennen.
Die Kernburg nahm den höchsten Punkt des Felsens ein und lag bis zu 15m oberhalb der Vorburg. Die Kernburg ist über mehrere Treppen erschlossen. Über die erste Treppe gelangt man auf ein Podest, das eine Art Vorbau erschließt. Das Podest gehört zu einem Gebäudekomplex, von dem bis auf ein Kellergewölbe nicht mehr viel existent ist. Von hier führen zwei weitere Treppen auf das Dach dieses Gebäudes, das die Funktion eines Zwingers übernahm. Der Eingang konnte von diesem Standort bestrichen und verteidigt werden. Zudem befand sich hier eine weitere Treppe, die zum 10m höher gelegenem Palas führte, die im Falle eines Angriffes zerstört werden konnte, womit der einzige Zugang zum Palas nahezu unüberwindbar war.
Der obere Part der Kernburg besteht heute aus dem entkernten Palas, dessen Mauern wesentlich dicker sind, als die der Vorburg und des Vorbaus. Zu allen Seiten sind hohe Mauern, sowie zahlreiche Details zu erkennen, wie z.B. Fenster, Türöffnungen und Spuren von Umbauten. Der Zugang erfolgte über eine Öffnung im Kellergewölbe des ehemaligen Palas. Zahlreiche Balkenlöcher und Balkenauflager deuten auf die ehemalige Einteilung des Palas in Stockwerke hin.
Vom Palas führt eine Treppe in den höher gelegenen Burghof, der zur Blütezeit der Anlage sehr klein ausfiel. Die Wehrmauern des ehemaligen Burghofs sind heute auf Brüstungsniveau. Auf dem höchsten Punkt des Felsens erkennt man die Reste des Bergfrieds, der in sich nicht besonders groß war. Das kleine Gebäude besaß nicht mehr als 5,3m x 5,3m und war somit nicht besonders hoch gewesen. Die heute noch zu erkennenden Reste bestehen aus großen Quadern. Zudem sind noch kleine Säulen und Türangeln vorhanden.
Vom touristischen Aspekt her ist Burg Bichishausen teilweise urig und imposant. Der gute Erhalt sorgt für zahlreiche Entdeckungen auch wenn die Bewegungsfreiheit nur eine Richtung vorgibt, die vom Eingang zum Bergfried durch die einzelnen Wehrelemente führt.

Historie

Erbaut wurde die Anlage Bichishausen von Konrad von Gundelfingen-Bichishausen im 13. Jahrhundert. Im 14. Jahrhundert kam es zur Übergabe an die Truchsessen von Nagoldsheim. 1510 wurde die Burg als Eigentum des Treisch von Buttlar genannt. 1545 gehörte sie Wolf von Vellberg und 1552 Georg von Helfenstein. Ab 1545 war sie nicht mehr bewohnt und galt als verlassen. Sie begann zu verfallen. 1627 wird sie Eigentum des Hauses Fürstenberg und 1923 privat. In den Jahren 1973 bis 1975 erwarb der Landkreis die Anlage um sie zu restaurieren.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Bichishausen befindet sich etwas oberhalb des gleichnamigen Ortes, südlich von Münsingen. Über die A81 Ausfahrt "Herrenberg" oder die A8 Ausfahrt "Wendingen" Richtung Reutlingen fahren und sich weiter nach Metzingen halten. In Metzingen folge man der B28 Richtung Bad Urach und dort auf die B465 nach Münsingen. In Münsingen geht auf der rechten Seite ein Abzweig nach Bichishausen ab, man kann aber auch der B465 weiter folgen um bei Bremelau über Hundersingen nach Bichishausen zu fahren. In Bichishausen ist die Burg schon ab Ortseingang zu erkennen. Da es in der Zufahrtstraße keine Haltemöglichkeiten gibt, sollte man im Ort parken.

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Literatur

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- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, "Historische Stätten VI- Baden-Württemberg- 6. Band", Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart S.69

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 04.01.2012


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