Altenbaumburg, Altenbaumberg

Burg Altenbaumburg, Altenbaumberg

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Burg Altenbaumburg liegt auf einem Sporn oberhalb des Tals des Flusses Alsenz. Die mittelalterliche Wehranlage besteht aus einer Oberburg, einer Mittelburg und einer Unterburg. Die drei Burgen sind unterschiedlich gut erhalten. Zum Bergrücken hin werden sie durch einen imposanten und circa 15 m tiefen Halsgraben getrennt. Von den drei Burgen, die ihren Ursprung im 12. Jahrhundert haben, sind zahlreiche Elemente erhalten geblieben. So stößt man auf die Schildmauer mit Turm der Mittelburg, zahlreiche Fundamente und den wiederaufgebauten Palas der Unterburg und Mauern des Bergfrieds, sowie auf die eindrucksvolle Ringmauer der Oberburg. Die Anlage wirkt heute teilweise stark ruinös, teilweise sehr imposant und lädt zu einem ausgiebigen Besuch ein.

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Adresse

Burg Altenbaumburg, Altenbaumberg
Burgstr.
55585 Altenbamberg
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 224 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:18-19:42 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei
Website: Altenbaumburg.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Altenbaumburg befindet sich auf dem südwestlichen Ende eines steil abfallenden Bergrückens, weit oberhalb des Flusses Alsenz und des kleinen Städtchens Altenbamberg. Die mittelalterliche Wehranlage besteht aus einer Oberburg, einer Mittelburg und einer Unterburg. Laut Krahe befand sich zwischen der Unterburg und der Mittelburg eine gemeinsame Vorburg.
Die drei Burgen sind unterschiedlich gut erhalten. Zum Bergrücken hin werden sie durch einen eindrucksvollen und circa 15 m tiefen Halsgraben getrennt, der heute aufgrund seiner Breite zum Teil als Parkplatz für Besucher dient. Über den Graben führt eine kleine Brücke aus Eisen, die im 19. Jahrhundert im Zuge der Restauration entstanden ist. Sie mündet in die östlichste Wehranlage: die Oberburg.
Die Oberburg besteht bis heute aus einer eher dünnen Schildmauer zum Halsgraben hin, einem flankierenden Turm an der Nordostecke, den Überresten eines Palas und den Grundmauern eines Bergfrieds. Die klare Struktur der Oberburg deutet auf die Dimensionen hin, die dieser Teil der Altenbaumburg einst einnahm. Bei dem Bergfried vermutet man, dass dieser basierend auf Messungen von Illustrationen aus der Vergangenheit über 40 m hoch gewesen sein soll, was von anderen Historikern mit der zu geringen Dicke der Außenwände widerlegt wird. Von dem Turm sind nur bedingt Reste erhalten, die auf einen quadratischen Grundriss hinweisen.
Vom südwestlich liegenden Palas existieren noch drei Außenmauern, die zum Teil Balkenlöcher und Balkenauflager aufweisen. Zudem lassen sich die Überreste eines Kellergewölbes erkennen. Die Außenmauern des Palas waren unter anderem Bestandteile der Wehrmauer, die die Oberburg umgab. Die Wehrmauer wurde großflächig restauriert und weist teilweise Höhen von über 8 m auf. Besonders zum Halsgraben hin ist die sie gut erhalten und lässt Bestandteile, wie z.B. Fenster oder einen Abortschacht erkennen. Neben dem flankierenden Turm an der Nordostecke stößt man zudem auf Türen- und Fensteröffnungen.
Die Mittelburg ist durch einen kleinen Halsgraben von der Oberburg getrennt. Die Mittelburg weist ähnlich wie die Oberburg eine Schildmauer mit anschließendem Flankierungsturm an der Südseite auf. Von der Mittelburg sind noch die Schildmauer zum Halsgraben der Oberburg hin, der bereits genannte Turm, der ehemalige Burghof und die Reste eines Gebäudes an der Westseite erhalten. Noch zu erahnen, ist der ehemalige Eingang in die Mittelburg. Die Überreste der Schildmauer weisen zur Innenseite ein aufgefülltes Terrain auf, so dass der Hof der Mittelburg mehrere Meter oberhalb der Oberburg liegt. Von dem Hof aus eröffnet sich der Blick über die Oberburg, den Halsgraben zwischen beider Burgen und die Umgebung. Im Südwesten trifft man auf die bereits genannten Reste eines größeren Gebäudes. Die Überreste weisen unter anderem Fenster, sowie einige kleine konstruktive Details auf. Eine erhaltene Mauer an der Südwestseite wurde zu einem Aussichtspunkt umfunktioniert und liefert eine weite Sicht auf alle drei Burgen, sowie auf die Umgebung.
Die gemeinsame Vorburg und die Unterburg unterliegen einer Gastwirtschaft. Im Laufe der Zeit wurde der Palas der Unterburg wieder vollständig aufgebaut und beherbergt heute die Räumlichkeiten des kleinen Restaurants. Als Erschließung der oberen Stockwerke des Gebäudes stößt man auf einen vom Grundriss her polygonalen Treppenturm, der das Bild der Hoffassade des Palas bestimmt. Der Rest der Unterburg wird als Biergarten genutzt und kann nur bedingt besichtigt werden. Zu erkennen sind die Grundmauern weiterer Gebäude, sowie der quadratische Grundriss eines Bergfrieds, der an der Südwestmauer anlehnte. Zudem trifft man auf einen Brunnen und einen restaurierten Verlauf der ehemaligen, äußeren Wehrmauer. Von der Unterburg aus eröffnet sich der Blick auf die Burg Treuenfels, die der Altenbaumburg als Vorwerk gedient haben soll.
Zwischen der Unterburg und der Mittelburg befand sich zur Blütezeit der Anlage eine gemeinsame Vorburg, die unter anderem zur Erschließung beider Kernburgen diente. Teile der Vorburg werden als Lager für das anliegende Restaurant genutzt und wurden dementsprechend umfunktioniert. Zu erkennen sind noch die Überreste einiger kleineren Gebäude, sowie einer Kapelle, die einen rekonstruierten Bogenansatz und einen Altar beherbergt. Zahlreiche Mauern und eine hohe Außenmauer weisen auf eine enge Bebauung hin.
Von der Atmosphäre her ist Burg Altenbaumburg angenehm und teilweise urig. Die Anlage wurde großflächig restauriert und gesichert. Die verschiedenen Grade des Erhalts sorgen für eine abwechslungsreiche Silhouette, die partiell imposant wirkt. Vom Erhalt her stößt man auf einige wenige, kleine, konstruktive Details.

Historie

Burg Altenbaumburg wird erstmals 1112 urkundlich erwähnt. 1320 erhält die Ortschaft unterhalb der Burg Stadtrechte und Wochenmarkt durch Ludwig den Bayern. 1317 ist die Anlage in mehrere Besitztümer aufgeteilt. Ab 1366 werden einzelnen Gebäude verpfändet, bis die gesamte mittlere Burg 1457 den Pfalzgrafen gehört. Ab dem 15. Jahrhundert zählen einzelnen Bereiche schon als verfallen. Zum Neubau der Ebernburg wurden 1482 Steine mit der Genehmigung vom Pfalzgrafen Schweikard VIII. von Sickingen abtransportiert. Im Dreißigjährigen Krieg wird die Anlage 1621 durch die Spanier erobert und fällt 1631 an die Schweden. Kurfürst Karl Ludwig erobert 1666 Burg Altenbaumburg zurück. Im Pfälzer Erbfolgekrieg 1689 zerstören die Franzosen die Anlage vollständig. 1710 wird sie dem Pfälzer General Hugo Waldecker von Kempf als Lehen übergeben. Durch den Frieden von Campo Formio fällt die Anlage 1796 an die französische Republik.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Altenbaumburg befindet sich im Ort Altenbamberg, südlich von Bad Kreuznach. Über die A61 Ausfahrt " Bad Kreuznach" auf die B41 nach Bad Kreuznach. Innerorts Richtung Bad Münster und weiter nach Altenbamberg. In Altenbamberg folgt man der Hauptstraße bis die Ausschilderung beginnt. Die Burgstr. führt direkt bis in den Halsgraben.

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Gastronomie

Burg Altenbaumburg beherbergt ein kleines Restaurant in der Unterburg.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 28.02.2008

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