Alsbacher Schloss, Burg Bickenbach

Burg Alsbacher Schloss, Burg Bickenbach

Deutschland / Hessen

Oberhalb von Alsbach liegt auf einem Berggipfel inmitten des Odenwaldes die Burg Bickenbach, auch Alsbacher Schloss genannt. Die schöne Anlage aus der Zeit um 1230 musste sich aufgrund der Topographie zu mehreren Seiten schützen, so dass eine ausgeprägte Ringmauer und ein eindrucksvoller Bergfried entstanden sind. Von der Anlage haben sich der Ringzwinger, die Schildmauer, der Bergfried, die Vorburg, mehrere Gebäudereste und zahlreichen Außenmauern, sowie die Toranlage erhalten. Der 14 Meter hohe Bergfried wirkt trotz der kleinen Größe sehr eindrucksvoll und kann bestiegen werden. Er besitzt vier Meter dicke Wände. Von seiner Spitze eröffnet sich eine schöne Aussicht über die Umgebung und auf die Burg. In der Vorburg ist heute eine Gastronomie. Die Anlage ist sehenswert.

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Adresse

Burg Alsbacher Schloss, Burg Bickenbach
64665 Alsbach-Hähnlein
Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 137 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:08-16:06 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Ganzjährig
täglich:
mehr
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Bickenbach, bzw. das Alsbacher Schloss thront noch heute hoch über der Ortschaft auf einem Berg im Odenwald. Ursprünglich bestand die Burg aus einer Kernburg, einer Vorburg und einer Zwingeranlage, die von einem Ringgraben umgeben waren. Der Ringgraben wich in der Neuzeit einer Ringstraße mit Parkplätzen. Die Anlage nimmt eine Fläche von mehr als 1600 Quadratmetern ein. Der Zugang zur Burg erfolgt heute über eine Brücke und eine Doppeltoranlage, von der nur noch ein Tor existent ist und mündet in die Vorburg.
Die Vorburg beherbergt heute eine kleine Gaststätte. Noch vorhanden sind der Zugang zur Kernburg, sowie Teile der äußeren Wehrmauer, die aus der Zwingeranlage bestehen. Im Zwinger sind noch zwei Türme in ihren Ansätzen gut zu erkennen, die bei der Restauration wie der Rest der Mauer mit Zinnen versehen wurden und einen Eindruck liefern, wie gut diese Seite der Burg verteidigt gewesen sein muss. Ein Blick über die Zinnen verrät Tiefe und Breite des Halsgrabens und dass dieser hauptsächlich aus dem Felsen gehauen wurde. Gebäude sind in der Vorburg keine mehr existent.
Die Vorburg gehört zu den jüngsten Teilen der Burganlage und wurde bei einem großen Umbau der Burganlage zum Halsgraben hin gelegt, so dass sie nicht von der Schildmauer geschützt war und befeuert werden konnte. Man stößt unter anderem auf einige Folterinstrumente, einen Burggarten, der angeblich an alter Stelle angelegt wurde und auf den Zugang zur Kernburg, der im Mittelalter noch nicht existent war, sondern auf der Südostseite (hinter dem Restaurant) lag.
Die Kernburg erscheint heute zum Teil etwas leer, aber dennoch imposant und interessant. Nach ihrer Zerstörung wurden viele innen liegende Mauern abgetragen, bzw. abgebrochen, bevor man begann die Burg zu sichern. Der Burghof, der einst von hohen Gebäuden umrahmt war und nur die Hälfte an Größe aufwies, weitet sich nun zu allen Seiten aus und bildet einen großen Platz, der von einigen Mauern und dem Bergfried umringt wird. Gut zu erkennen ist der Palas, der sich deutlich durch Größe, repräsentativem Auftreten und zahlreiche Fenster hervorhebt. Wie bei den meisten Gebäuden, hat man auch bei ihm die ursprünglichen Grundmauern auf dem Boden angedeutet, so dass man sich ein Bild von den einstigen Dimensionen machen kann.
Zur Schildmauer hin trifft man heute auf den Bergfried. Dessen Zugang führt über eine Treppe auf die Schildmauer und von dort in den Turm. Am Fuße der Treppe erkennt man noch deutlich anhand der Wände, dass hier einst der ehemalige Torturm mit Doppeltor stand, doch wirkt dies durch die Zumauerung eher wie eine Erweiterung der Schildmauer. Der Torturm wurde in damaliger Zeit durch den Bergfried flankiert. Die Schildmauer gibt die Möglichkeit einen Blick auf die Vorburg, den Halsgraben, das Tor der Vorburg und die Umgebung zu werfen. Von der Schildmauer erfolgt der Zugang in den Bergfried. Von dem Bergfried eröffnet sich ein Blick auf den umliegenden Odenwald, das von Rhein geformte Tal und auf die gesamte Burganlage.
Von der Atmosphäre her ist das Alsbacher Schloss sehr angenehm. Die Anlage lädt zum Verweilen und Genießen ein, auch wenn der Erhalt teilweise sehr bedingt ausfällt.

Historie

Erbaut hat die Burg Bickenbach Gottfried I. von Bickenbach um 1230. Urkundlich erwähnt wird sie erstmals 1251. Die Vorburg stammt aus dem Jahr 1371, der Zwinger ist knapp 30 Jahre später entstanden. 1463 wurde die Burg zerstört, aber danach wieder aufgebaut. Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts ließ man sie verfallen. Die Burg besitzt zwei Tortürme, also zwei Eingänge. Der nördliche Torturm stammt aus dem Jahre 1370.

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Anfahrt

Das Alsbacher Schloss, auch als Burg Bickenbach bekannt, befindet sich unweit der Ortschaft Alsbach-Hähnlein. Sowohl die A5, wie auch die B3 verlaufen in unmittelbarer Nähe zum Ort. Die nächste Ausfahrt von der Autobahn heißt "Zwingenberg". Von der Abfahrt Richtung Zwingenberg fahren und weiter nach Alsbach-Hähnlein. Die Burg ist schon ab Zwingenberg ausgeschildert. In Alsbach-Hähnlein sollte man besonders auf der rechten Seite nach kleineren Ausschilderungen achten. Die Straße, die hoch zur Burg führt ist relativ schmal und kann leicht übersehen werden.

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Gastronomie

In der Vorburg befindet sich ein kleines Restaurant.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 27.03.2008

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